HORAE Kickstarter-Kampagne: Retro-Schnapper

Ich werde mehrmals die Woche angeschrieben, ob ich denn nicht eine neue Kickstarter-Kampagne unterstützen könne. Das schmeichelt mir sehr, mir fehlt aber leider einfach die Zeit, um auch nur annähernd alles umzusetzen. Also suche ich mir nur die Kampagnen aus, bei denen ich denke, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders gut ist und bei denen nicht einfach nur Einheitsbrei geboten wird. So fand ich bei HORAE die Mischung aus einem günstigen Preis, gefälligem Retro-Design und sehr vielen Individualisierungsmöglichkeiten auf den ersten Blick durchaus ansprechend (wenngleich die Individualisierung von Uhren natürlich nichts Neues ist, siehe zum Beispiel Undone Watches).

HORAE Automatic with Blue Perlon Strap 1

So viel vorweg: Die Kickstarter-Kampagnenseite gibt nicht wirklich übersichtlich Auskunft darüber, welche Möglichkeiten man hat, um seine Wunsch-Uhr zu konfigurieren. Schaut dazu am besten direkt auf die Konfigurator-Seite von HORAE (oben links unter „Watches“). Individualisierbar ist:

  • Das Gehäuse, z.B. Stahl oder mit Rosé-Gold-Beschichtung
  • Die Ziffernblatt-Farbe, z.B. blau, schwarz und verschiedene Skalen
  • Die Indizes in verschiedenen Farben und verschiedene Ziffern-Arten, z.B. Breguet-Ziffern
  • Die Farben der Zeiger
  • Verschiedene Lederbänder, z.B. Suede, Kalb-Leder, Alligator-Leder (wobei ich von letzterem dringend abraten möchte – siehe mein Artikel über Reptilien-Leder)
  • HORAE_Automatic_Ref65904_1

Das günstigste Einsteigermodell ist die Zweizeigeruhr (Two Hander) mit der Ref. 65901 mit Miyota Quartz-Werk (77€), die ich allerdings eher unspektakulär finde…

Optisch deutlich ansprechender finde ich da schon das Quartz-Modell „Complete Calendar“ (ca. 100€) mit Mondanzeige, Tages-, Wochen- und Monatsanzeige…

…sowie das Modell „Chronograph“ (120€). Der Grund: Bei diesen beiden Modellen hat man eine deutlich größere Auswahl bei der Individualisierung der Indizes, darunter die schnieken Breguet-Ziffern, die das Ziffernblatt vieler Vintage-Modelle verschönern (z.B. von Omega, Patek Philippe).

Alle drei vorgenannten Modelle kommen mit Plexiglas und einem eher schmalen Durchmesser von 38 mm, was den Retro-Charakter der Uhren hervorragend unterstreicht…

 

Aller guten Dinge sind… vier! Mein klarer Preis-Leistungs-Favorit von HORAE ist die Zweizeiger-Variante (Ref. 65904) mit einem Miyota 9015-Automatikwerk, welches man bedenkenlos als Konkurrenz zu Schweizer ETA-Werken bezeichnen kann. Für vergleichsweise günstige 200€ gibt’s aber nicht nur das Retro-Design gepaart mit einem sehr guten Automatikwerk, sondern auch noch ein gewölbtes, kratzfestes Saphirglas oben drauf.

Das Modell sieht insbesondere in der Konfiguration mit den Breguet-Ziffern außerdem meiner Meinung nach deutlich hochwertiger aus als die aufgerufenen 200€ vermuten lassen.

Das alles zusammen riecht förmlich nach Schnäppchen – Daumen hoch!

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LUXUSUHREN MIT SICHTBODEN: UNSERE TOP 5 FAVORITEN

1. Omega Speedmaster Moonwatch Professional

Die klassische Moonwatch gibt es in zwei Varianten: mit Hesalitglas oder mit Saphirglas. Moonwatches mit Hesalitglas wurden auch bei den Mondmissionen verwendet und gelten daher als größerer Klassiker, Saphirglas ist dafür härter und resistent gegen Kratzer. Lediglich die Saphirglas-Speedmaster besitzt jedoch einen Glasboden. Dieses Modell ist mit dem Omega-Kaliber 1863 ausgestattet, welches im Gegensatz zum Hesalit-Kaliber 1861 einige optische Vorteile bietet, um dem Sichtboden voll und ganz gerecht werden zu können. So wurde das Werk ansprechender finissiert und der Blockierhebel des Chronographen besteht aus Edelstahl; die Hesalit-Moonwatch hat lediglich einen Blockierhebel aus Plastik.

2. Junghans Meister Chronoscope

Wenn man den Namen Junghans hört, dann kommt einem zunächst die Max-Bill-Serie in den Sinn, doch auch die Meister-Modelle wurden äußerst stimmig und charmant gestaltet. Die Junghans Meister Chronoscope ist die wohl interessanteste Glasboden-Uhr der Serie: Diese gewährt einen Blick auf das automatische Junghans-Kaliber J880.1, welches auf einem ETA 7750 Valjoux basiert. Dieses Uhrwerk ist der Klassiker unter den Chronographenwerken. Schon deshalb lohnt sich der Blick durch den Junghans-Glasboden. Unsere Wahl fällt übrigens auf die vergoldete Version der Junghans Meister Chronoscope.

3. Omega Seamaster 300

Die Schweizer Luxusmanufaktur Omega ist bekannt für ihre uhrmacherischen Innovationen. Daher sind Omega-Modelle mit Sichtboden besonders reizend. Das antimagnetische Omega Master Co-Axial Kaliber 8400 zeichnet sich unter anderem durch die Co-Axial-Hemmung aus, die nur in Omega-Uhren verbaut wird und das Uhrwerk aufgrund geringerer Reibung sehr wartungsarm macht. Die beeindruckende Werksverzierung macht das Kaliber besonders sehenswert. Doch fernab von konkreten Spezifikationen ist es vor allem die Tatsache, dass es sich um ein Manufakturwerk handelt, besonders charmant: Es handelt sich nicht etwa um ein „eingeschaltes“ Uhrwerk, sondern um eine Eigenkonstruktion aus dem Hause Omega!

4. Breitling Navitimer 01

Auch in dem Breitling Navitimer 01 verrichtet ein faszinierendes Manufakturwerk seine Arbeit: Nicht nur, dass das Werk von Breitling entwickelt und in Eigenregie gefertigt wird. Das B01 besitzt außerdem ein patentiertes Selbstzentrierungssystem für eine präzise Zeigernullstellung sowie eine Gangreserve von 70 Stunden. Schon deswegen macht der Blick durch den Breitling-Glasboden Spaß. Das B01-Kaliber ist zudem so robust und erfolgreich, dass es mittlerweile in vielen Breitling-Chronographen verbaut wird – unter anderem in der Breitling Navitimer Blacksteel. Man muss sich deshalb nicht nur zwischen dem Navitimer Black und Navitimer Blue entscheiden, wenn es unbedingt eine Uhr mit B01-Kaliber sein soll.

5. IWC Portofino

Die IWC Portofino ist das ideale Beispiel dafür, dass ein Sichtboden meist eine bessere Lösung als eine Skelettierung ist. Denn eine solche stünde in krassem Widerspruch zu der äußerst eleganten Attitüde dieses Portofino-Modells. Das Uhrwerk dieser IWC Portofino ist eine Augenweide – Der Blick durch den Glasboden lohnt sich besonders. Es handelt sich nicht wie üblich um eine IWC Automatic, sondern um ein Handaufzugsmodell: Somit ist der Blick auf das 37,8 mm große Werk frei. Hinzu kommt, dass es sich um ein Manufakturkaliber handelt, was bei den herkömmlichen IWC-Portofino-Automatic-Modellen in der Regel nicht der Fall ist.

FORMEX Element: Swiss Made-Chronograph mit sportlicher DNA im Test

FORMEX Element Chronograph (1200.5.8017.311): „Die bezahlbarste High-End Uhr der Welt?“

Los geht’s mit meinem ersten Highlight der FORMEX Element: Das – für einen Chrono in der Preisklasse – extrem aufwendig verarbeitete und sehr hochwertig aussehende Gehäuse mit abwechselnd gebürsteten und polierten Flächen macht einen exzellenten Eindruck:

Formex Gehäusefederung

Formex CHronograph Drücker

Durch das zweigeteilte Edelstahl-Äußere der Element hindurch erhält man einen Blick auf den Container des Chronographen, welcher aus leichtem Titan (Grad 2) besteht und das Gewicht der Uhr trotz der XL-Größe auf recht humane 158 Gramm reduziert:

Formex patentierte Gehäusefederung

Optisch sehr harmonisch wirkt auch die patentierte Gehäusefederung, welche – thematisch passend zur sportlichen Image-Ausrichtung des Herstellers – an Federungen im Renn- und Radsport erinnert. Laut FORMEX soll dieses System den Tragekomfort erhöhen und das Uhrwerk vor Vibrationen und Stößen schützen.

Der Alltagsnutzen dieser Federung, auch für Schreibtischtäter wie mich: Durch die Federung bohrt sich insbesondere beim Beugen des Handgelenks das Gehäuse nicht ganz so unangenehm in den Handrücken, wie das bei anderen Uhren dieser Größe schnell passiert. Die Größe der Element ist zwar mit 46 mm um 0,5 mm gegenüber der TS3100 geschrumpft, das macht sich praktisch aber nicht bemerkbar. Allerdings fallen die Hörner recht steil ab, wodurch das Horn-zu-Horn-Maß der FORMEX Element mit 54 mm noch recht human ist. Hier ein Größenvergleich mit der FORMEX TS3100 (Horn-zu-Horn = 56 mm):

Formex Element vs. TS3100 Chronograph

Dennoch: Auch die FORMEX Element ist ein ganz schöner Klopper und an meinem 19 cm-Handgelenk dadurch optisch grenzwertig. Dank des vergleichsweise humanen Gewichtes und des sehr weichen Lederbandes samt Feineinstellung (hierzu später mehr) ist der Tragekomfort der Element aber in der Summe gut.

FORMEX Swiss Chrono Wrist Shot Size

Die Lünette der FORMEX Element ist aus Zirkonoxid-Keramik. Das klingt ziemlich exklusiv – tatsächlich ist Zirkonoxid-Keramik der meist verwendete Hartstoff in der Uhrenindustrie. IWC nutzte  bereits 1986  als erster Hersteller schwarze Zirkonoxidkeramik für das Gehäuse des Modells Da Vinci (Ref. 3755). Die Herstellung dieses Hartstoffes erfolgt – wer hätt’s gedacht – aus dem Keramikwerkstoff Zirkonoxid (ZrO2). Für Technik-Geeks: Die komplexen Produktionsschritte sind in diesem techniklastigen PDF ab Seite 6 dokumentiert.
Lünette Zirkonoxid-Keramik Formex Swiss
Der Hauptvorteil von Keramik: Anders als Alu-Lünetten mit schwarzer PVD-Beschichtung sind Keramiklünetten kratzfest, robust, hitzeresistent und korrosionsbeständig – da eine Lünette der Kratzfänger Nr. 1 ist, ist der Einsatz von Keramik also äußerst sinnvoll. In diesem Artikel habe ich mich noch ausführlicher mit Keramik in der Uhrenproduktion beschäftigt.
Zirkonoxidkeramik Lünette Formex Swiss
Aber das wichtigste: Die Optik einer Keramik-Lünette ist meiner Meinung nach einfach deutlich hochwertiger als die einer (beschichteten) Aluminiumlünette. Und da wären wir bei der FORMEX Element auch schon (neben dem Gehäuse)  bei meinem zweiten Highlight: Die seitlich polierte und oben grob-matt-gebürstete Lünette sieht einfach ziemlich geil aus und unterstreicht die sportliche Optik.
Lünette aus Keramik schwarz Formex
Das weiß-polierte Ziffernblatt samt applizierter Indizes, teil-skelettierter Zeiger und einiger weniger roter Akzente, hält zwar nicht so viele optische Überraschungen parat wie das Gehäuse, setzt aber dessen makellose Verarbeitung fort:
  Formex Chrono White Dial
Weißes Ziffernblatt Formex Chronograph
Formex Dial Close Up
Für Nachteulen: Die Leuchtkraft der Zeiger und Indizes ist gegenüber dem Modell TS3100 deutlich stärker (Bild natürlich ohne Bearbeitung):
Formex Element Lumen Nightshot

Einer meiner Kritikpunkte an der FORMEX TS3100 war insbesondere das knüppelharte bzw. steife Lederband, welches erst mit einer gewissen Eintragezeit geschmeidig wurde. Selbstredend habe ich bei der FORMEX Element das Lederband besonders kritisch beäugt. Und siehe da: Das fließend in das Gehäuse übergehende schwarze Kalbslederband (erhältlich mit und ohne Krokoprägung) ist neben der sehr guten Verarbeitung zum Glück auch so geschmeidig weich, wie es sich für eine Uhr in der Preisklasse gehört.

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TEST: CARI HOLZUHR MAILAND

Die Hersteller der Uhrenwelt übertreffen sich regelmäßig bei der Auswahl der Gehäusewerkstoffe. Titan ist lange ein alter Hut, Keramik ist längst in der breiten Masse angekommen, Tantalium und Palladium werden eingesetzt. Und auch Holz.

Holz? Ein natürlicher Werkstoff für ein Uhrengehäuse? Manch Hersteller hat dieses Experiment in den letzten zwei Jahren versucht, Cari ist erst vor kurzem gestartet.

Ahorn- und Sandelholz prägen die Cari Mailand. © Thomas Gronenthal

Das junge Unternehmen sitzt in Bayern und sieht Holz als eines der wunderbarsten Materialien, das uns die Natur geschenkt hat. Es strahlt Natürlichkeit und Wärme aus, belastet den Träger nicht, und vernichtet keine Ressourcen durch die aufwendige Gewinnung von Stahl oder anderen Metallen. Zudem unterstützt Cari die Arbeit von OroVerde zur Aufforstung von Wäldern. Von jeder verkauften Uhr werden Teile des Erlöses dazu gespendet.

© Thomas Gronenthal

Ganz ohne Stahl geht es bei dem Modell Mailand aber dennoch nicht: Die wertige Doppelfaltschließe des ebenfalls aus Holz gefertigten Armbandes besteht aus Stahl, ebenso der Uhrenboden und der Abstandsring des Uhrglases. Das wiederum besteht aus künstlichem Saphir und sorgt so für besten Schutz vor Kratzern.

Das Design ist klassisch, das Gehäuse mit einem Durchmesser von 43 Millimetern rund, das Band besteht aus dreiteiligen Holzgliedern. Beim ersten haptischen Kontakt erstaunt das Gewicht: Die Uhr aus Ahornholz ist federleicht, wirklich federleicht. Ob der Größe erwartet man mehr in der Hand als die knapp über 50 Gramm. Am Handgelenk indes spielt die Uhr die vollen Vorteile des Gewichtes aus: Das Holz ist sofort körperwarm und leicht, die Uhr verschmilzt trotz des Durchmessers mit dem Arm.

© Thomas Gronenthal

Das Zifferblatt unter dem Saphirglas besteht ebenfalls aus Holz. Hier kommt schwarzes Sandelholz zum Einsatz, die Maserung ist wunderbar sichtbar. Silberne Indexe und Zeiger heben sich ausreichend ab, es ist ja keine Instrumentenuhr, die auch unter widrigen Bedingungen abgelesen werden soll. Für den Alltag reicht es völlig. Das Band hat eine Breite von 18 Millimetern und wirkt an der großen Uhr zu schmal. Zwei Millimeter mehr beim Band oder wahlweise zwei weniger beim Durchmesser täten der Optik gut.

Als Antrieb kommt ein Schweizer Ronda-Quarzuhrwerk zum Einsatz. Es ist robust und bewährt, ein Batteriewechsel ist leicht zu bewerkstelligen. Allerdings sollte die Cari Mailand dringend vor Wasser geschützt werden. Unter dem mit vier Mini-Kreuzschrauben gesicherten Boden verbirgt sich keinerlei Abdichtung. Dabei wäre es kein wesentlicher Aufwand, eine Nut zu fräsen und einen O-Ring einzulegen.

Leider findet sich überhaupt keine Abdichtung gegen eindringende Feuchtigkeit. © Thomas Gronenthal

Mehr als Design und Technik ist aber auch die Philosophie hinter der Holzuhr entscheidend. „Because the perfect time is now.“, so lautet der Slogan von Cari. Die Markenbotschaft setzt ein Zeichen gegen das hektische Streben unserer Zeit und für den Genuss des aktuellen Moments. Das natürliche Material ergänzt diesen Ansatz, zumal sich Cari ein Zeichen gesetzt hat: Bis 2020 sollen im Regenwald Lateinamerikas 100.000 neue Bäume gepflanzt werden. Das Ziel ist es wert, unterstützt zu werden.

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Limited Edition: Oris feiert 40 Jahre Williams Formel 1

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Das Williams Formel 1 Team feiert in diesem Jahr sein 40. Jubiläum. Und Oris, der langjährige Partner des Teams, feiert mit. Frank Williams, Gründer des Rennstalls, führte sein Team über die Jahrzehnte zu zahlreichen Titeln, unter anderem zu 16 Weltmeistertiteln, dazu neun in der Konstrukteurs- und sieben in der Fahrerwertung. Und seit 2003 war Oris mit dabei. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist.

Um den Geburtstag gebührend anzugehen, hat Oris eine Limited Edition herausgebracht, eine Variante der Chronoris aus den 1970er Jahren, und wirklich, was könnte besser passen als die Wiederauflage eines Chronographen aus dem selben Jahrzehnt. Das Ergebnis ist die Williams 40th Anniversary Oris Limited Edition. Damit ehrt der Uhrenhersteller nicht nur das Williams Formel 1 Team sondern schafft zugleich eine Hommage an die eigene Vergangenheit.
Die Chronoris war damals nicht nur der erste Chronograph von Oris, der mit einem Sekunden-Stopp ausgestattet war, sondern der erste Chronograph im Sortiment des Herstellers überhaupt. Erst kürzlich hat Oris eine Hommage an diese Uhr herausgebracht (die Chronoris Date) – allerdings nicht als Chronograph, sondern als Dreizeigeruhr mit Timer-Funktion.

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Das schlanke, stromlinienförmige Design des 40-mm-Gehäuses aus Edelstahl ist die erste Reminiszenz an die original Chronoris. Es ist wasserdicht bis 100 Meter oder 10 atm. In ihm tickt ein automatisches Chronographenwerk, das eine zentrale Chronographensekunde, einen 30-Minuten-Zähler bei 12 Uhr und einen 12-Stunden-Zähler bei 6 Uhr antreibt. Auf drei Uhr hat Oris zusätzlich ein Datumsfenster untergebracht. Das Cal. 673 basiert auf dem ETA-Werk 7750 und stellt eine Gangreserve von 48 Stunden zur Verfügung.
Das Zifferblatt ist schwarz mit weißen Zeigern und Indexen. Um die Verbindung zu Williams hervorzuheben, hat Oris den zentralen Chronographenzeiger sowie die Minutenskala im charakteristischen „Williams-Blau“ gefärbt. Darüber hinaus trägt der Gehäuseboden ein graviertes Logo des Rennstalls.

Drei Armbänder liefert Oris zur Williams 40th Anniversary Oris Limited Edition: ein schwarzes aus Kautschuk, ein braunes aus Leder und eines aus Edelstahl.
Oris hat sich bei dieser Uhr für eine Limitierung von 1.000 Stück entschieden.

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NOMOS Sonnenuhr-Ring: Preisbrecher-Manufakturkaliber aus Glashütte

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Das günstigste Manufakturkaliber aus Glashütte“ nennt NOMOS frech den Sonnenuhr-Ring, der schon seit ein paar Jährchen auf dem Markt ist. Entdeckt habe ich die Sonnenuhr aber erst auf der Baselworld 2017, als mir eine freundliche NOMOS-Mitarbeiterin das gute Stück in die Hand gedrückt hat. Im NOMOS-Online-Shop nämlich ist der Sonnenuhr-Ring etwas lieblos in der Kategorie „DINGE“ versteckt – zu Unrecht, wie dieser kleine Test zeigen soll.

NOMOS Glashütte Sonnenuhr-Ring Bauernring Herren Kette Logo

NOMOS Glashütte Sonnenuhr: Funktionsweise und Geschichte des Bauernrings

Neu ist das Prinzip hinter dem NOMOS Sonnenuhr-Ring nicht: Der sogenannten Bauernring wurde schon im 15. Jahrhundert von den Astronomen Regiomontanus und Peuerbach erfunden und diente bis ins 19. Jahrhundert hinein insbesondere der (namensgebenden) ländlichen Bevölkerung zur unkomplizierten Bestimmung der Tageszeit – zumindest, so lange die Sonne schien.

Bauernring

Skizze eines Bauernringes (Höhensonnenuhr), aus: Theorie der Sonnenuhren, 1925 (via Wikimedia Commons)

Das Besondere: Anders als die gängigen Sonnenuhren, die die Tageszeit anhand der Richtung der Sonne bestimmen, nutzt der Bauernring die Höhe der Sonne zur Zeitmessung (Höhensonnenuhr). Der Vorteil: Eine Höhensonnenuhr kann anders als eine „normale“ Sonnenuhr mobil genutzt werden. Der Nachteil: Der Nutzer muss wissen, ob Vormittag oder Nachmittag ist, was ich später noch praktisch zeige.

Die Umsetzung dieses uralten Prinzips der Zeitmessung hat NOMOS tadellos und qualitativ extrem hochwertig umgesetzt: Das rundum polierte Edelstahl, die gelaserten Beschriftungen und Indizes sowie der butterweich einstellbare Mittelring (hierzu später mehr) sind erstklassig verarbeitet und spiegeln das Qualitätsmerkmal Glashütte hervorragend wider…

Nur beim Lederband habe ich leider was zu Meckern: Standardmäßig wird die Sonnenuhr von NOMOS mit einem schwarzen, 50 cm langen Ziegenlederband ausgeliefert, welches auch in den Farben Matrosenblau, Perlgrau, Malvenrot, Wiesengrün und Kaffeebraun nachbestellt werden kann.

Das Lederband habe ich aber direkt abgemacht und in eine Schublade wandern lassen: Es kommt leider ohne Karabinerhaken und müsste verknotet werden, wenn man die Sonnenuhr um den Hals tragen will. Da ich den Ring aber gerne etwas enger um den Hals trage, bekomme ich ein verknotetes Band natürlich nicht über meinen Dickschädel ohne den Knoten jedes Mal lösen zu müssen.

An sich ist das kein Problem: Lederbänder mit Karabiner gibt es bei ebay für wenige Euro

NOMOS Glashütte Bauernring Karabiner

… allerdings ist die Öse am NOMOS-Ring recht eng, weshalb ich den Karabiner-Haltering auf der einen Seite etwas mit einer Zange platt drücken musste. Eine passende Lösung von NOMOS wäre definitiv wünschenswert und in Anbetracht des Preises (UVP 128€) auch angemessen.

NOMOS Glashütte Bauernring Karabiner durchführen Sonnenuhr

Öse am Nomos Sonnenuhr-Ring

NOMOS Glashütte Sonnenuhr Ring Kette Lederband Karabiner

Natürlich kann man den Sonnenuhr-Ring auch einfach an den Finger stecken. Da es aber nur eine Einheitsgröße gibt (Innendurchmesser: 19mm) haben Wurstfingerlis wie ich mitunter Probleme das gute Stück über den Ringfinger zu bekommen (davon mal abgesehen: Der Platz ist ohnehin für meine/n Ehering/e reserviert )

Nomos Glashütte Sonnenuhr Ring Bauernring Finger

Nichts für Wurstfinger: Der 19mm große NOMOS Sonnenuhr-Ring

NOMOS Sonnenuhr-Ring ablesen: So funktioniert’s

Das Ablesen der NOMOS Glashütte Sonnenuhr ist keine Raketenwissenschaft: Zunächst stellt man den mittleren Einstellring grob auf das aktuelle Datum ein. Logisch, denn der sogenannte Tagbogen , also die Position der Sonne, variiert im Laufe des Jahres:

Tagbogen-Auf-Untergang

Tagbogen der Sonne im Jahresverlauf (Mitteleuropa, Blick nach Süden), Bild: w:de:Benutzer:Geof [GFDLor CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Außerdem kommt es natürlich auch darauf an, in welchen Längengraden man sich auf der Erde bewegt. Aus diesem Grund bietet NOMOS die Sonnenuhr-Ringe mit angepassten Ortszeit-Indexen der Metropolen London, New York, Madrid und natürlich Glashütte an 😉

Hier im Bild ist die NOMOS Sonnenuhr auf Anfang August bzw. ca. Mitte April eingestellt:

Sonnenuhr Ring Bauernring Monate einstellen und ablesen NOMOS

Toll: Das Einstellen des Mittelringes mit der Bohrung funktioniert beim NOMOS Sonnenuhr-Ring dank Schmierung butterweich.

Im nächsten Schritt lässt man den Sonnenuhr-Ring einfach frei am Band baumeln und richtet die auf das Datum eingestellte Bohrung gen Sonne. Tada! Der Lichtpunkt zeigt nun die korrekte Uhrzeit an, in diesem Fall ca. 14 Uhr (eigentlich: 15 Uhr):

Bauernring Sonnenuhr Ring richtig ablesen NOMOS Glashütte

Jup, es ist eigentlich 15 Uhr. Denn: Die Sonnenuhr lässt sich natürlich nicht von Sommer- auf Winterzeit umstellen und die Indexe entsprechen standardmäßig der Winterzeit. Da meine Messung im obigen Bild Anfang Juni war, ist es also nicht wie angezeigt 14 Uhr, sondern schon 15 Uhr.

Bei meinen Test-Messung wurde auch noch mal der vorher erwähnte Nachteil von Höhensonnenuhren deutlich: Man muss schon wissen, ob Vormittag oder Nachmittag ist, da – je nach dem wie man den Ring dreht – auch 10 Uhr angezeigt werden könnte.

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FORMEX TryOn App für Android und iOS: Online-Anprobe mit der ewigen Zukunftstechnologie „Augmented Reality“

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Ich liebe ja Technik-Spielereien. Spielereien wie z.B. die Online-Anprobe von Brillen bei Mister Spex, die ich als Intelligenzprothesen-Träger Brillenträger natürlich für gut befinde. Augmented Reality lautet hierbei das Stichwort, d.h. die computergestützte Erweiterung der Realität. Oder vereinfacht gesagt: Mit Webcam oder Smartphone-App lässt sich die Umwelt live mit virtuellen Gegenständen „anreichern“.

Formex TryOn App iOs

Die 1999 gegründete Schweizer Uhrenmarke FORMEX, die seit Ende 2016 nur noch online verkauft, pfeift aber auf die gescheiterten Versuche von Tissot & Co. und unterstützt seine Online-Strategie nun mit einer eigenen Augmented Reality App für Apple iOS und Android mit dem Namen FORMEX TryOn

FORMEX TryOn für Apple iOS und Android

Die Anwendung der FORMEX TryOn App ist denkbar einfach:

  • Man drucke einfach die Anleitung samt Papier-Strap in Originalgröße aus (das FORMEX TryOn PDF gibt’s hier),
  • schneide den Papierstreifen entsprechend des Handgelenkumfangs zurecht,
  • lege es um das Handgelenk und
  • halte bei gestarteter TryOn-App die Handykamera auf den Papierstreifen.

 

Formex TryOn App Review Apple iOS

Ich habe die App für Apple iOS natürlich auch ausprobiert: Die Online-Anprobe der verschiedenen Formex-Modelle (AS1100, DS2100, TS3100) inkl. Live-Bandwechsel funktionierte schnell und unkompliziert. Bei schlechten Lichtverhältnissen lässt sich auch direkt aus der App heraus die Kamera-LED als Taschenlampe dazuschalten. Cool ist auch, dass die Reflexionen der Materialien (insbesondere Gehäuse und Ziffernblatt) simuliert werden. Natürlich sind auch direkt aus der App heraus virtuelle Wristshots möglich:

Formex TryOn Augmented Reality App Apple iOS Formex TryOn Augmented Reality App Apple iOS (2)

Man sieht es den virtuellen Uhren am Handgelenk zwar durchaus an, dass sie computergeneriert sind, die Optik ist aber dennoch gut und sehr plastisch. Etwas unhübsch ist nur, dass der Papierstreifen ab und zu mal durchblickt…

Etwas nervig ist allerdings noch eine zweite Kinderkrankheit der TryOn-App: das ewige Rumgezucke der virtuellen Uhr, gut zu sehen in meinem kleinen Video, für das ich mal wieder keine Kosten und Mühen gehabtgescheut habe – nichts für Epileptiker!

Summa summarum ist FORMEX‘ TryOn App eine gute Ergänzung zur neuen, rein auf den Online-Vertrieb ausgerichteten Strategie: Auch, wenn man natürlich kaufentscheidende Kriterien wie z.B. Haptik oder Gewicht nicht mit der App bewerten kann, lässt sich zumindest die Uhrengröße bzw. die Gesamtoptik der FORMEX-Modelle gut abschätzen. Programmiertechnisch besteht mit Blick auf die rumzuckenden virtuellen Uhren allerdings noch etwas Luft nach oben. An diesen Kinderkrankheiten arbeitet FORMEX aber natürlich noch.

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MINUTENREPETITIONEN: DER SCHLÜSSEL ZUR PRÄZISION

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HUBLOTS NEUESTER MINUTE REPEATER IST EINE DEMONSTRATION VON HANDWERK UND EFFEKTVOLLER DARBIETUNG. AUDEMARS PIGUET, BULGARI UND CHOPARD KENNEN SICH MIT PRÄZISION EBENFALLS AUS.

FEIN GESTELLT: HUBLOT CLASSIC FUSION TOURBILLON CATHEDRAL MINUTE REPEATER CARBON „LANG LANG“

Mechanische Uhrwerke kennen keine präzisere Komplikation (eine meist enorm aufwendige Zusatzfunktiom; Anm.) als die Minutenrepetition: Diese aktiviert ein Glockenspiel, das über zwei filigrane Hämmer eine von Minute zu Minute differierende, kurze Melodie abspielt und damit die Zeit auch akustisch anzeigt.

Im 17. Jahrhundert hatte die damals neue Erfindung den sinnvollen Zweck, dass man auch ohne den Einsatz wertvollen Kerzenlichts wusste, was es geschlagen hatte.

Seit der Strom aus der Steckdose kommt, geht es freilich mehr um die Demonstration feinster Handwerkskunst. Deswegen ist der chinesische PianistLang Lang der ideale Botschafter für den Minute Repeater der Schweizer Uhrenmanufaktur Hublot.

FÜR HÖCHSTE PRÄZISION UND HOCHWERTIGKEIT STEHT DAS TOURBILLON: EIN ROTIERENDER MECHANISMUS, DER NEGATIVE EINFLÜSSE DER SCHWERKRAFT AUF DIE GANGGENAUIGKEIT KORRIGIERT.

 ©YOUTUBE // HUBLOT
 Die Hämmer tragen jeweils einen Teil des Namens des 34-jährigen Maestros, die „3“ und „9“ des Ziffernblatts zeigen Bass- und Violinschlüssel, die „12“ stellt Lang Langs Initialen in Form von Sechzehntelnoten dar.

Das Carbon-Gehäuse ist „so leicht, dass ich mit der Uhr Rachmaninows 3. Klavierkonzert auf meinem Steinway raushämmern kann“, sagt Lang Lang selbst.

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INNOVATIVER TEMPO-STOPPER: ZENITH „DEFY EL PRIMERO 21“

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Bei Zenith beginnt 2017 eine zukunftsweisende Ära. Gekennzeichnet einmal durch Jean-Claude Biver und aller Wahrscheinlichkeit nach auch durch einen neuen CEO. Der soll am 1. Mai von Vacheron Constantin kommend an die Spitze des traditionsreichen Chronographenspezialisten rücken. Dass in Le Locle dringender Handlungsbedarf besteht, hat Jean-Claude Biver schon länger ausgemacht. Die Demission von Aldo Magada Anfang 2017 kam ergo nicht von ungefähr.

Mit einer Jahresproduktion von nur noch rund 20.000 Uhren war das Mitglied des LVMH-Imperiums 2015 in die roten Zahlen gerutscht. Auch 2016 fiel die Bilanz negativ aus. Als Interimschef machte Jean-Claude Biver „einen ganzen Berg tief greifender Problemen aus, welche es in naher Zukunft zu lösen gilt. Die wenig erfreulichen Zahlen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Sorgen bereiten mir vielmehr strukturelle Mängel unter anderem in Bezug auf die Kollektion, das Marketing und den Vertrieb. Zenith wirkte für mich schon fast verschlafen. In Le Locle mangelte es schlichtweg an Kreativität und Dynamik.“

Einblick ins Kaliber der Zenith Defy El Primero 21

Einblick ins Kaliber der Zenith Defy El Primero 21

Im Marken-Dreigespann, zu dem die erfolgreichen Schwestern Hublot und TAG Heuer gehören, befindet sich Zenith exakt in der Mitte. Die Manufaktur verkörpert Biver zufolge „traditionelle, für klassische Sammler und Liebhaber erschwingliche Uhrmacherkunst. Außerdem steht Zenith infolge des 1969 vorgestellten El Primero-Kalibers mit fünf Hertz Unruhfrequenz für Tempo „unabhängig davon, dass Heuer 1916 den Hundertstelsekundenstopper namens Mikrograph erfunden und 2011 mit Prototypen-Werken fürs Handgelenk wiederbelebt hat. Diese Technik wird künftig in Le Locle zu Hause sein.“

Jean-Claude Biver

Jean-Claude Biver sieht bei Zenith strukturelle Probleme

Mit der richtigen Positionierung von Zenith im Kopf bündelte Jean-Claude Biver die Kräfte der besten Leute seiner drei Marken: Techniker und Designer. Diese Task Force erhielt einen klaren Hundertstelsekunden-Entwicklungsauftrag. Beim Projekt, das am 22. März 2017 um 17:21 als „Defy El Primero 21“ mit 45 Millimeter großen Titangehäuse ins Rennen um die Käufergunst geht, stellte Guy Sémon, Ingenieur, Physiker und Generaldirektor von TAG Heuer, einmal mehr seine umfassende Genialität unter Beweis.

Zenith Defy El Primero 21

Die offene Version der neuen Zenith El Primero Defy 21

Dafür, dass es sich um einen uhrmacherischen Meilenstein handelt, gibt es gleich mehrere Gründe. Magnetfelder bis zu 30.000 Gauss blitzen an der ausgeklügelten Mechanik mit zwei Gangreglern wirkungslos ab. Temperaturschwankungen und Schwerkrafteinflüsse haben ebenfalls keine Chance. Beides wäre undenkbar mit einer klassischen Nivarox-Unruhspirale.

Nachdem amagnetisches Silizium aus patentrechtlichen Gründen ausschied, mussten Guy Sémon und sein Team etwas völlig Neues aus der Taufe heben. Die Produktion verlangt nach Kohlenstoffnanoröhrchen, kleine Hohlkörper aus reinem Kohlenstoff mit weniger als 1/10.000 Millimeter (100 Nanometer) Durchmesser. Deren Elastizitätsmodul ist bis zu fünf, die Zugfestigkeit 15 und mehr Mal höher als Stahl. Unter 2 g/cm³ liegt die Dichte, während Stahl ca. 7,85 g/cm³ aufweist.

Infolge dieser und weiterer positiver Eigenschaften wie die bereits genannten eignet sich der Werkstoff zur Herstellung selbstverständlich patentierter CNTMC-Unruhspiralen (Carbon Nano Tubes Matrix Composite). Das Wachsen der Kohlenstoffnanoröhrchen ermöglichen mit einer dünnen Eisenschicht bedeckte Silizium-Wafer. Ankerrad und Anker lässt Zenith aus leichtem, amagnetischem Silizium fertigen.

Zenith Defy El Primero 21 - Inside

High-Tech der neuen Zenith Defy El Primero 21 im Detail

 Aus lediglich 203 Komponenten montieren die Uhrmacher das aus zwei Modulen zusammengefügte Uhrwerk. Unterm Strich sind das 73 weniger als beim klassischen El Primero. Zum Messen und Bewahren der Uhrzeit oszillieren Unruh und Unruhspirale mit fünf Hertz. Die im Federhaus gespeicherte Energie reicht für 50 Stunden am Stück.

Nachschub liefert entweder die entgegen dem Uhrzeigersinn bewegte Krone oder der Rotor in einer Drehrichtung. Die zweite, durch Drücker bei „2“ und „4“ angesteuerte Mechanik ermöglicht das Stoppen von Zeitintervallen zwischen einer Hundertstelsekunde und 30 Minuten. Die kleinere, durch ein patentiertes Start-/Bremssystems beeinflusste Unruh vollzieht stündlich 360.000 Halbschwingungen.

Hochfrequenz kostet Kraft. Der von einer Indikation bei „12“ dargestellte und nach 50 Minuten erschöpfte Energievorrat lässt sich durch Drehen der Krone im Uhrzeigersinn wieder erneuern. Zum gleichen Zweck wirkt der Rotor sogar in beiden Drehrichtungen. Das völlig autonome Räderwerk macht die übliche Kupplung entbehrlich. Der Drücker bei „4“ und eine ebenfalls patentierte, auf drei Herzen einwirkende „2+1“-Kinematik bewirken die Nullstellung.

Die besten Uhren für Skipper, Taucher und Surfer

Ob auf der Hochsee-Yacht oder zum Rifftauchen, für den Surfspaß oder zur Poolparty: Für Uhrenfans ist die Sommersaison gerne Anlass für eine neue Wassersportuhr. Als Saisonauftakt dient der Branche die weltweit spektakulärste Segelregatta – der America’s Cup. Der Startschuss zum 35. AC findet am 26. Mai auf den Bermudas statt. Das teure Rennen um den ältesten Sportpokal der Welt (von 1851) ist auch ein Schaulaufen für die Society, Wassersportfans und Uhrenmarken, die ihre neuen Prachtstücke vorführen.

Ebenso spannend wie das Rennen der sechs AC-Mannschaften ist der Wettlauf der Manufakturen um prestigeträchtige Yachting-Uhren. Wie bei den fliegenden Katamaranen, die Rekordgeschwindigkeiten von etwa 50 Knoten (über 90 km/h) erreichen, geht es bei den Uhrenmarken ebenso an die Grenzen des physikalisch Machbaren.

Die Regatta der Yachting-Uhren

Luxus-Sportuhren: Die besten Chronometer für Taucher, Segler und Beachboys

Vorne in der Qualifikation liegen die Manufaktur Ulysse Nardin und ihr Partner, das schwedische Artemis Racing Team. Zusammen, allen voran mit dem Skipper Iain Percy, entwickelten sie komplexe Chronographen, darunter mit einzigartiger Regatta-Countdown-Funktion für Profis und Segelliebhaber. Die maritime Uhrenflotte der Innovationsschmiede besteht aus fünf Neuentwicklungen, sogar ein Tourbillon mit Segelmast an Seilwinden als Minutenzeiger ist dabei, und legt damit die Messlatte seit dem Genfer Uhrensalon SIHH für seine Antagonisten beachtlich hoch.

Der Titelverteidiger, das US-amerikanische Oracle Team, geht beim 35. AC zusammen mit der Manufaktur Panerai an den Start. Deren CEO Angelo Bonati gilt als passionierter Segler und legt drei Oracle-Team-Uhren auf sowie eine für das Softbank Team Japan und eine fünfte für den gesamten America’s Cup.

Als Hauptsponsor der Prestige-Regatta tritt Louis Vuitton an und lanciert eine komplette America’s-Cup-Lifestyle-Kollektion für Herren – von der Badehose über Rucksäcke bis hin zum navyblauen Chronographen reicht das Equipment. In der Oberliga der glaubwürdigen Yachting-Uhren spielt einzig Rolex noch mit und kommt diesen Sommer mit zwei neuen Yacht-Master Modellen, die auf der Uhrenmesse Baselworld vorgestellt wurden.

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Diese Swatch-Uhr ist eine Investition! Heute 150 Euro, morgen 1.500 Euro wert

Ich kann mich noch ganz genau an meine erste Armbanduhr erinnern. Das war eine türkisfarbene Kinderuhr von Swatch mit den zwei Figuren Flik und Flak als Uhrzeiger. Ach, da kommen Erinnerungen hoch.

Aber nicht nur die Kinderuhren des Schweizer Konzerns haben sich in mein Gedächtnis gebrannt. Die fröhlichen bunten Plastikuhren waren in den 80er und 90er-Jahren auch bei Erwachsenen extrem begehrt. Die hochwertigeren Chronographen und Uhren mit Lederbänder der Schweizer Uhrenmarke zieren nach wie vor viele Handgelenke.

Was aber die wenigsten wissen: Mit Swatch-Uhren kann man auch richtig reich werden.

Bei Swatch herrscht in diesem Sommer Farbalarm.

Reich dank Swatch-Uhr: So klappt’s

Immer wieder werden von Swatch limitierte Sondereditionen herausgebracht. So auch im Zuge der diesjährigen Internationalen Kunstausstellung „La Biennale di Venezia“. Und wenn gute Kunst mit den Jahren an Wert gewinnt – warum sollte das nicht auch eine kunstvolle Uhr?

Der britische Künstler Ian Davenport hat die farbenfrohe Uhr designed, die mit den bunten Streifen stark an seine gemalten Kunstwerke erinnert. Die „Swatch Art Special WIDE ACRES OF TIME“ gibt es in der limitierten Auflage von 1.966 Stück – übrigens ein sehr süßes Detail, denn der Künstler ist im Jahr 1966 geboren.

So sieht die limitierte Swatch zur Biennale 2017 aus

Ian Davenport hat seine bunten Streifen-Kunstwerke  auf Uhrenband und Ziffernblatt der limitierten Swatch-Uhr gepackt.

Der Künstler steht vor seinem grossen Werk und trägt sein kleines Werk am Handgelenk.

Die Sonderedition der Swatch-Uhr ist für 150 Euro erhältlich – eine Investition, die sich wirklich lohnen kann. Denn: Die Edition, die im Rahmen der Biennale Arte 2015 von der Künstlerin Jana Vasconcelos entworfen wurde, hat ihren Wert mittlerweile mehr als verfünffacht. Unter Sammlern wird die Uhr für fast 1.500 Euro gehandelt!

Die Swatch-Sonderedition der Biennale 2015 hat eine enorme Wertsteigerung hinter sich.

Also, wenn das kein guter Grund ist, in eine der limitierten Swatch-Uhren zu investieren, wissen wir auch nicht. Und ein farbenfroher Hingucker am Handgelenk ist sie auch noch!

Die „Swatch Art Special WIDE ACRES OF TIME“ ist ab 12. Juni in ausgewählten Swatch-Stores erhältlich. In Deutschland wird es sie in Hamburg, Frankfurt, Berlin (Ku’damm), München (Marienplatz) und Köln geben. Auch im Swatch-Online-Store gibt’s die Uhr ab 12. Juni. An allen Verkaufsstellen gilt aber: Nur so lange der Vorrat reicht. Wer eine der Uhren ergattern möchte, sollte also schnell sein!

Wer hingegen lieber in Handtaschen investieren möchte: Das sind die aktuellen It-Bags, die eine echte Wertanlage sind.

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Diamant – Uhren-Werkstoff der Zukunft?

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Diamant ist der härteste Stoff überhaupt. Sein Name leitet sich von den griechischen Wörtern “diaphainein”=”durchscheinen” und “adámas” = “Der Unbezwingbare” ab. Zunächst reines Faszinosum der Natur, gelang es in den 1950er Jahren erstmals, Diamanten bei hoher Temperatur und mit sehr starkem Druck synthetisch herzustellen. Mittlerweile wurden weitere Verfahren entwickelt künstliche Diamanten zu schaffen, wozu auch die chemische Gasphasenabscheidung (engl. chemical vapour deposition, CVD) gehört, die in den 1980er Jahren entdeckt wurde.

Uhrenbauteile aus Diamant? Die Wissenschaft macht’s möglich!

Erstes_Diamant_Zahnrad_in_UhrwerkDiese Technik macht sich die Gesellschaft für Diamantprodukte (GFD) unter Leitung der Ulmer Forscher Peter Gluche und André Flöter zunutze, um kleinste Werkteile aus Diamant präzise in gewünschte Formen zu bringen: 2002 wurde so die erste Dual-Direct-Hemmung aus Diamant für das Uhrenunternehmen Ulysse Nardin hergestellt.* Die Vorteile? Neben seiner Härte ist Diamant auch noch um die 25 Prozent leichter als Titan, das bereits mit einem besonderen Federgewicht aufwartet. Dazu kommen die kaum vorhandenen Reibeverluste: Treffen zwei Diamantflächen aufeinander, liegt die Reibung selbst ohne Schmiermittel nur bei 20 Prozent derjenigen zwischen Stahl und synthetischem Rubin.

 
Die Vorteile des diamantenen Werkstoffs überzeugten offensichtlich auch Ulysse Nardin. Nach ersten Proben mit dem Testobjekt ging das Uhrenhaus eine langjährige Zusammenarbeit mit der GFD ein: Noch im Jahr 2002 stattete Ulysse Nardin erste Zeitmesser mit den exklusiven Bauteilen aus. Die Serienproduktion ließ und lässt jedoch noch auf sich warten – bei all seinen Vorteilen ist Diamant dennoch ein sehr teurer Werkstoff.
Auch aus diesem Grund war der erste frei verkäufliche Zeitmesser mit Diamantspirale – die Freak Diamond Heart – vermutlich nur auf 100 Stück limitiert; eine Tatsache, die den ohnehin begehrenswerten Zeitmesser noch interessanter macht. Tatsächlich verdient die Uhr den Namen “Freak”, wenn man darunter die kunstvolle Andersartigkeit versteht, die ihn von allen anderen Uhren abhebt. Denn der Zeitmesser mit dem Herzen aus Diamant kehrt sein Innerstes nach außen: Die Mechanik des Uhrwerks zeigt sich unmittelbar auf den Ziffernblatt, sodass die nahezu transparenteDiamant_Zahnrad_Haar Unruh-Spirale aus Diamant bei ihrer wichtigen Aufgabe beobachtet werden kann. Statt der üblichen Zeitanzeige mit Zeigern aus der Mitte nutzt Ulysse Nardin die Dual-Direct-Hemmung zweckentfremdet als Zeiger. Wer die Freak Diamond Heart am Handgelenk trägt, kann das Kaliber UN-201 bequem bei der Arbeit betrachten, was den besonderen Reiz der Uhr ausmacht. Natürlich sorgte die Lancierung der besonderen Uhr für Furore. Trotz ihres hohen Preises war sie schon bald darauf ausverkauft.

Diamant – Werkstoff der Superlative

Ulysse_Nardin_Freak_Diamond_SilUm die Vorteile des Werkstoffs Diamant zu nutzen und zugleich die Produktionskosten zu senken, haben die Entwickler in der Zwischenzeit natürlich geforscht, was das Zeug hält. Die Lösung war schnell gefunden: Sie nahmen Bauteile aus dem bewährten Silizium und beschichteten es mit einer nano-kristallinen Schicht aus Diamant. Die DCS-Technologie (Diamond Coated Silicon) wurde von der Schweizer Sigatec SA in Sion in Zusammenarbeit mit der Ulmer GFD entwickelt und von Ulysse Nardin erworben. Um beschichteten Bauteilen die positiven Eigenschaften von Diamant zu verleihen, reicht bereits eine Tausendstel Millimeter dünne Schicht aus Diamantkristallen.
Das Ergebnis war erneut eine limitierte Uhrenreihe und zwar die Freak DiamonSil. Sie wurde im April 2007 als weltweit erste Uhr mit diamantbeschichteten Hemmbauteilen eingeführt.

 

Hinter der gefeierten Methode stecken viele Jahre intensiver Entwicklungsarbeit. Ursprünglich wurde der Trockenätzprozess, der dazu dient Silizium mit Diamant zu beschichten bereits in den 1990er Jahren von Ingenieuren der Robert Bosch GmbH entwickelt und als Deep Reactive Ion Etching (DRIE) benannt. Die Verfahrenstechnik ist jedoch extrem aufwendig, teuer und unterteilt sich in zahlreiche unterschiedliche Produktionsschritte. Voraussetzung sind die lithographische Vorstufe, Ätzanlagen für die Produktion der Siliziumteile und ein Reaktor zur Diamantbeschichtung. Doch was tut man nicht alles für glatte und reibungsarme Oberflächen, die die positiven Eigenschaften des Diamanten teilen?
Ulysse_Nardin_Freak_Diamond_Sil_Bei dem hohen Zeit- und Kostenaufwand wird es jedoch vermutlich noch Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern, bis sich Diamant als Werkstoff in Uhren durchgesetzt hat – wenn es überhaupt jemals der Fall sein wird. Bis dahin freuen wir uns weiterhin an der Schönheit des „girl’s best friend“ – eigentlich ist der begehrenswerte Schmuckstein ohnehin viel zu schade, um in einem Uhrwerk verborgen zu liegen. Bei watch.de gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Beziehung zu dem härtesten aller Steine einzugehen. In unserem Diamantenkonfigurator können Sie z. B. Ihr Wunschschmuckstück – ob Ring, Anhänger oder Ohrstecker – selbst individuell gestalten. Darüber hinaus bieten wir zahlreiche Uhren mit erlesenem Diamantenbesatz. Schauen Sie einfach einmal rein und überzeugen sich selbst. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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SPORTLICH, SPORTLICH! MIT DIESEN VIER BRONZE-BOLIDEN KANN MANN BERUHIGT BADEN GEHEN

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BRONZE BEKOMMT PATINA. UND GENAU DAS MACHT ARMBANDUHREN MIT GEHÄUSEN AUS DIESEM MATERIAL FÜR VIELE INTERESSANT

 
Bronze, das archaisch anmutende Material, polarisiert. Man mag es, oder man kommt gar nicht damit klar. Manche fasziniert, andere stört die zwangsläufig einsetzende Alters-Patina, welche dem Gehäuse im Laufe der Zeit eine sehr individuelle Note verschafft, aber in manchen Augen auch schmutzig wirkt. Mit geeignetem Putzmittel und nicht sonderlich viel Aufwand lässt sich der ursprüngliche Zustand problemlos wieder herstellen. Zu bezweifeln ist deshalb, ob Bronze ein echtes Trendmaterial wird. Aber immer mehr Marken versuchen sich daran. Und erfolgreiche Bronze-Akteure wie Anonimo, Panerai oder Zenith bleiben dem „goldig“ wirkenden Werkstoff am Ende auch treu. Sicher ist jedoch, und ich werde an dieser Stelle selbstverständlich berichten, dass im Laufe der kommenden Monate weitere Bronze-Armbanduhren auf der Bildfläche erscheinen werden. Zwei habe ich unter dem Siegel der Verschwiegenheit schon sehen dürfen. Sie haben, so viel sei verraten, etwas mit dem sächsischen Uhrenmekka Glashütte zu tun. Es bleibt spannend.
 Als Panerai 1997 unter das Dach des Richemont-Konzerns schlüpfte, blieben in Florenz einige Gehäuse-Spezialisten zurück. Sie stellte die nun brach liegende Kompetenz dem neuen Label „Anonimo“ zur Verfügung und machten Bronzegehäuse zu einer seiner Spezialitäten. Die in Italien gegründete, mittlerweile jedoch in der Schweiz domizilierende Marke präsentierte 2006 ihre „Nautilo“. Deren Entwurf geht auf den italienische Marine-Ingenieur Dino Zei zurück, der einige Jahre lang auch für Panerai verantwortlich gezeichnet hatte. Das kissenförmige Gehäuse sowie die Krone bei „4“ sind auch der Neuinterpretation zu Eigen. Die 44 Millimeter große, bis 20 bar wasserdichte Taucherschale mit einseitig rastender Keramik-Drehlünette in ausdruckstarkem Blau lässt Anonimo aus einer rötlich wirkenden Aluminiumbronze-Legierung, den Boden aus antiallergischem Titan produzieren. Strahlend Blau tritt auch das Zifferblatt in Erscheinung. Das Messen und Anzeigen der unter Wasser besonders kostbaren Zeit obliegt dem robusten Kaliber SW200-1 von Sellita. Die Gangautonomie des Automatikwerks liegt bei etwa 38 Stunden. Preis 2.790 Euro.

Anonimo Nautilo Bronze, 2.790 Euro

 „Die neuzeitlichen Verkehrsmittel lassen die Welt mit jedem Tag kleiner werden, und wer nicht auf allen bedeutenden Märkten gleichzeitig aktiv auftritt, hat den Traum ausgeträumt, zu den führenden Marken zu gehören.“ Diese Erkenntnis stammt von Dr. Rudolf Schild-Comtesse, dem längst verstorbenen Inhaber der Uhrenmanufaktur Eterna. Zu seinem Credo passt die Kooperation mit Thor Heyerdahl und seiner fünfköpfigen Crew, welche 1947 mit einem prähistorischen Floß aus Balsastämmen von Callao, Peru, zu den Polynesischen Inseln segelten. Nach rund 8.000 Kilometern stieß die „KonTiki“ gegen ein Riff. Mit diesem abenteuerlichen Trip hatte der Forscher nachgewiesen, dass die Besiedlung Polynesiens einst auf dem Seewege von Südamerika aus erfolgt sein musste. Während der 101-tägigen Seereise blickte das Team auf spezielle Eterna Armbanduhren. An eine Serienproduktion dachte freilich noch niemand. Erst 1958 brachte die „KonTiki 20“ mit dem hauseigenen Rotorkaliber 1424UD. Ihre Edelstahl-Schale widerstand einem Wasserdruck von 20 bar. Und sie war wirklich dicht. Auch nach zwei Jahren auf dem Grund des Genfer Sees und nach glücklicher Bergung funktionierte ein verlorenes Exemplar weiterhin einwandfrei. An den legendären Pazifik-Trip vor genau 70 Jahren erinnert die neue Eterna „KonTiki Bronze Limited Edition“. Das Zifferblatt mit markanten Dreieck-Indexen hält die Vergangenheit wach. Der einseitig rastende und speziell indexierte Glasrand eröffnet Tauchern, wie lange sie sich ohne Dekompressionsstopps in einer gewissen Tiefe aufhalten können. Wie einst reicht die Wasserdichte der 44-Millimeter-Bronzeschale auch heute bis zu 20 bar Druck. Im Inneren vollzieht die Unruh des Manufakturkalibers 3902A mit Kugellagerrotor und 65 Stunden Gangautonomie stündlich 28.800 Halbschwingungen (Frequenz vier Hertz). Nach 300 Exemplaren ist Schluss mit dieser markanten Armbanduhr, welche zu haben ist für 2.990 Euro.

Eterna KonTiki Bronze Manufaktur – 2.990 Euro

 Den Bronze-Vogel schlechthin schossen die Officine Panerai ab. Zum Genfer Uhrensalon SIHH 2011 lancierte die Manufaktur mit starken italienischen Wurzen exakt 1.000 Exemplare der PAM 382Bronzo“. Die Edition, Stückpreis 7.600 Euro war im Handumdrehen vergriffen. Wer ein Exemplar ergattern konnte, durfte sich ausgesprochen glücklich schätzen. Inzwischen zahlt man dafür mehr als Dreifache. Als Panerai 2014 eine zweite „Bronzo“ Gestalt der Referenz PAM 507 mit zusätzlicher Gangreserveindikation auf den Markt brachte, regte sich zunächst Protest. Doch die ebenfalls tausend Stück verkauften sich für jeweils 9.900 Euro wiederum wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch hier kletterte der Zweitmarkt-Preis unverzüglich auf ein Mehrfaches. Also unternimmt das Richemont-Mitglied 2017 einen dritten Anlauf mit der neuen „Luminor Submersible 1950 3 Days Automatic Bronzo“, Referenz PAM00671. Ihre Schale mit einseitig rastender Drehlünette widersteht dem Druck des nassen Elements bis zu 30 bar. Das durch sie geschützte Automatikkaliber P.9010 mit Sekundenzeiger bei „9“ und Fensterdatum bei „3“ läuft 72 Stunden am Stück. Eine hilfreiche Besonderheit des Uhrwerks: Unabhängig vom Minutenzeiger schrittweise vor- oder rückstellbarer Stundenzeiger. Dieses Feature erleichtert Globetrottern das Umstellen der Zeit bei Fernflügen ganz erheblich. Blau, den Trend unserer Tage greift das Zifferblatt mit Leuchtmarkierungen auf. Mit rund 14.000 Euro ist Mann dieses Mal bei einem Panerai-Konzessionär dabei, sofern er dort überhaupt eine bekommt.

 

Panerai Bronzo III 2017 – Referenz PAM00671 – 14.000 Euro

Als echtes Bronze-Manifest versteht sich der „Pilot Extra Special Chronograph“ von Zenith. Mit seinem 45-Millimeter-Bronzegehäuse verkörpert er einen Komparativ zum gleich großen „Pilot Type 22 Extra Special“, dessen Schale aus dem gleichen Material besteht, aber das hauseigene Automatikkaliber Elite 679 schützt. 2017 stattet Zenith die legendäre Fliegeruhr erstmals mit einem Chronographenwerk aus. Wer Zenith ein wenig kennt, vermutet sofort, dass es sich um ein flinkes „El Primero“-Kaliber aus eigener Manufaktur handelt. Flink deshalb, weil die Unruh stündlich 36.000 Halbschwingungen oszilliert. Jene fünf Hertz Frequenz gestatten dem Besitzer Stoppvorgänge auf die Zehntelsekunde genau. Mit dieser Annahme hinsichtlich des verbauten Uhrwerks liegt man nicht falsch. Konkret beseelt das 30 Millimeter große Rotor-Kaliber 4069 den zeitschreibenden Bronze-Boliden, welchen die Uhrmacher in Le Locle aus 254 Komponenten montieren. Seine Gangautonomie beträgt beruhigende 50 Stunden. Abtauchen kann Mann mit dieser Flieger-Armbanduhr übrigens auch; und zwar bis zu hundert Meter in die Tiefen des Meeres. Über dem Zifferblatt mit ausdruckstarker SuperLumiNova-Indexierung wölbt sich ein kratzfestes Saphirglas.  Ans Faktum, dass Zenith zu den ersten Fabrikanten funktionaler Höhenmesser sowie Borduhren für Flugapparate der zivilen und militärischen Luftfahrt zählte, erinnern zusätzliche Signaturen: „Pilot“ und „Montre d’Aéronef“. 7.500 Euro.

AUTOMATIKKALIBER „POWERMATIC 80“ – 80 STUNDEN AM STÜCK

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DAS AUTOMATIKKALIBER ETA C07.111, BESSER BEKANNT ALS „POWERMATIC 80“, FINDET SICH IN ARMBANDUHREN VON CERTINA UND TISSOT. HAMILTON VERBAUT EINE MODIFIZIERTE VERSION.

Zuverlässige Mechanik mit langer Gangautonomie muss nicht zwangsläufig teuer sein. Möglich machen es die Techniker und Uhrmacher des Schweizer Rohwerkegiganten ETA. Allerdings mussten sie ihren Job nicht bei Null beginnen. Mit dem ETA 2824-2 besaßen sie eine gleichermaßen robuste wie zuverlässige und auch präzise Plattform für weiterführende Arbeiten. Besagtes Automatikkaliber hatte irgendwann im Jahr 1971 nach ausgiebiger Erprobung einen Einstand gegeben.

Weder zeichnete es sich durch besondere Raffinesse noch durch bemerkenswert flache Bauweise aus. Stattdessen wartete die ETA im Angesicht der Quarz-Revolution mit einem anspruchslosen mechanischen „Arbeitstier“ auf. Seine Merkmale:

  • Durchmesser 11½ Linien oder 25,6 Millimeter
  • Bauhöhe 4,6 Millimeter
  • drei zentrale Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden
  • Datum mit Schnellschaltung
  • beidseitig wirkender Kugellagerrotor mit Klinkenrad-Wechsler
  • Stoppsekunde
  • Glucydur-Unruh mit autokompensierender Nivarox-Flachspirale
  • 28.800 Halbschwingungen pro Stunde
  • Etachron“ Exzenter-Feinregulierung für den Rücker
  • 25 funktionale Steine
  • ca. 38 Stunden Gangautonomie
ETA 2824-2 vs ETA C07.111 Powermatic 80

Links das Automatikkaliber ETA 2824-2, rechts das ETA C07.111 „Powermatic 80“

©FOTOS: ETA UND TISSOT, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Natürlich hat man bei der ETA unterdessen nicht geschlafen. Bei der vorläufig letzten Evolutionsstufe des ETA 2824 handelt es sich jedoch um eine sehr exklusive Angelegenheit. Besser bekannt ist das 2012 lancierte ETA C07.111 als „Powermatic 80“. Der Name ist Botschaft, denn er signalisiert eine beachtliche Gangautonomie von 80 Stunden für den aus 143 Bauteilen assemblierten Mikrokosmos mit nur noch 23 funktionalen Steinen.

Logischerweise können selbst die kompetentesten Ingenieure eherne Mechanik-Gesetze nicht auf den Kopf stellen. Aber mit viel Detailarbeit und einigen Kunstgriffen gelang es ihnen, die die Kraftreserven quasi zu verdoppeln. Unter anderem konsumiert der Gangregler und dort speziell die Hemmung einen großen Teil der zugeführten Energie allein für sich selbst. Schuld ist die inhärente Reibung. Selbige konnten die Techniker bei der Eta und der Schwester Nivarox-FAR durch friktionsarmes Synthetik-Material spürbar reduzieren. Die üblichen Palettensteine im Anker wurden obsolet, der Ölbedarf deutlich gemindert. Dass mit langsamerer Fahrt ein niedriger Spritkonsum einhergeht, weiß jeder Autofahrer. In diesem Sinne erfuhr die Unruhfrequenz eine Absenkung von vier auf drei Hertz. Jede Stunde vollziehen die Unruh und ihre Spirale also nur noch 21.600 Halbschwingungen. Eine erstaunlich gute Ganggenauigkeit wird durch eine neue Unruh mit variablem Trägheitsmoment erreicht. Die aktive Länge der Unruhspirale bleibt unangetastet. Den problembehafteten Rückermechanismus mit jenem „Schlüssel“, welcher auf die Spirale einwirkt, sucht man beim ETA C07.111 vergebens. Bleibt schließlich das Federhaus. Ein geringerer Durchmesser der zentralen Welle schafft Platz für eine längere Zugfeder höherer Effizienz. Das 2008 für Nivarox patentierte „Elinflex“ ist gut für zusätzliche zehn Stunden Gangautonomie.

Tissot Luxury Automatic Gent COSC

Tissot Luxury Automatc Gent COSC

©FOTOS: TISSOT, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Den besten Beleg für die Leistungsfähigkeit des „Powermatic 80“ liefert ein 15-tägiger Aufenthalt bei der Schweizer Chronometerkontrolle COSC. Das einzuhaltende Zeit-Delta zwischen täglich maximal minus vier und plus sechs Sekunden stellt für dieses Uhrwerk – Präzisions-Regulierung vorausgesetzt – kein sonderliches Problem dar. Den Beweis trat Tissot als Erstnutzer dieses Uhrwerks schon 2012 an. Die „Luxury Automatic COSC“ begleitete ein amtliches Chronometerzeugnis. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Erhältlich für 935 Euro mit Leder- und 980 Euro mit Metallband.

Tissot Chemin des Tourelles und Tissot PRS 560 Powermatic 80

links Tissot „Chemin des Tourelles Powermatic 80“,  rechts Tissot „PRS 516 Powermatic 80“.

©FOTOS: TISSOT

Aktuell gibt es bei Tissot weitere Modelle mit diesem Ausdauer-Kaliber. Sportlich und wasserdicht bis 10 bar Druck präsentiert sich die 42 Millimeter große „PRS 516 Powermatic 80“. Mit Kautschukband kostet sie 860 Euro. In die Kategorie „elegant“ fällt die Tissot „Chemin des Tourelles Powermatic 80“ für 745 Euro mit Stahlgehäuse. Die Variante mit Metallband und goldfarbener PVD-Beschichtung ist für 910 Euro wohlfeil.

Certina DS-1 Powermatic 80

Certina „DS-1 Powermatic 80“ in verschiedenen Ausführungen

©FOTOS: CERTINA

DS steht bei Certina seit 50 Jahren für Doppelte Sicherheit. Die 1888 gegründete Marke offeriert zum einen nostalgisch anmutende Standardmodelle der „DS-1 Powermatic 80“ in verschiedenen Versionen. Stahl mit Lederband 640 Euro, Stahl mit Stahlband 680 Euro und Bicolor für 785 Euro.

Certina DS-1 Powermatic 80 Himalaya Edition

Certina „DS-1 Powermatic 80 Himalaya Edition“, unten links ein Original aus den 1960-er Jahren

©FOTOS: CERTINA, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Zur Erinnerung an die 1960er Jahre, als das Originalmodell einige Bergsteiger auf ihrem Weg zu den weltweit höchsten Berggipfeln begleitete, hat Certina eine Sonder-Edition aufgelegt. Auf dem Zifferblatt und der Krone findet sich das historische „Doppel-C“-Logo. Auf dem Sichtboden findet sich eine Gravur des Bergpanoramas mit der Inschrift „Dhaulagiri, 8167 m, 1960“. Diese Edelstahl-Uhren sind nicht limitiert. Sie kosten mit Lederband 690 Euro oder mit Stahlband 720 Euro. Die Wasserdichte reicht bei allen DS-1-Modellen bis zu zehn bar Druck.

Hamilton Khaki Field Auto und Hamilton Pan-Europ Day-Date

links: Hamilton „Khaki Field Auto“, rechts:  Hamilton „Pan-Europ Day-Date“

©FOTOS: HAMILTON, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Dritter im Weiterentwicklungs-Bund des ETA 2824-2 ist Hamilton. Dieses Swatch-Group-Mitglied legt aber ausdrücklichen Wert auf die Feststellung, dass sein Kaliber H-10 zwar grundsätzlich über die gleichen Eigenschaften, aber nicht über Kunststoff-Komponenten verfügt, sondern konventioneller Bauweise gehorcht. Daher besitzt dieses Automatikwerk mit 80 Stunden Gangautonomie auch wieder 25 funktionale Steine. Es findet sich beispielsweise in der stählernen „Khaki Field Auto“ im Fliegeruhren-Look, Preis 695 Euro. Die Schwester H-30 mit Datums- und Wochentagsindikation basiert auf dem Automatikkaliber Eta 2834-2. Es beseelt unter anderem die „Pan-Europ Day-Date“ für 995 Euro.

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Auf der Suche nach der perfekten Uhr?

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Es gibt zwischen den verschiedenen Typen von Uhren erhebliche Unterschiede. Wenn Sie auf der Suche nach Ihrer perfekten Uhr sind, sollen Sie die wichtigsten Unterschiede kennen, so dass Sie erfolgreich Ihre neue Uhr kaufen können. Wie bei der Suche nach dem perfekten Partner kann auch die Suche nach der perfekten Uhr langwierig sein. Damit Sie nicht verzweifeln müssen, haben wir für Sie einige Tipps, mit denen die Suche einfacher wird. Sie erfahren dabei, welche Uhr zu Ihrem Stil passt und wie die von Ihnen gesuchte Uhr überhaupt tickt. Besonders dann, wenn Sie noch nicht genau wissen, welche Uhr Sie wirklich suchen, können Sie sich von unseren Modellen aus den aktuellen Trends inspirieren lassen und beim Stöbern die Zeit ganz schnell vergessen. Ist eine Uhr gut proportioniert und wohlgeformt, passt sie sich perfekt an das Handgelenk an.

Mechanik gegen Quarz

Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph Safari

Bevorzugen Sie eigentlich eine mechanische Uhr, oder doch lieber eine Uhr mit Quarzwerk? Beide Uhren funktionieren ja im Prinzip gleich: Der Gangregler bringt das Werk zum Laufen, es gibt eine Energiequelle, eine Verbindung zwischen der Energiequelle und dem Gangregler und eine analoge oder digitale Zeitanzeige. Bei einer Quarzuhr schwingt ein Quarzkristall als Gangregler, der durch die elektrische Spannung der Batterie bewegt wird. Mit einer elektrischen Schaltung werden die Schwingungen des Kristalls gehemmt und auf eine Bewegung pro Sekunde gebremst. Diese wird auf die genaue Anzeige übertragen. Eine mechanische Uhr ist dagegen komplizierter aufgebaut: Hier wird der Gangregler durch eine Feder angetrieben, die immer wieder – entweder automatisch oder über die Krone – aufgezogen werden muss. Da eine mechanische Uhr keine Batterie besitzt, bleibt sie nach einiger Zeit stehen, wenn sie nicht aufgezogen wird. Quarzuhren verbreiten einen modernen und kühlen Charme, eine mechanische Uhr erinnert immer an längst vergangene Zeiten, in denen der Uhrmacher noch alle Teile von Hand bearbeiten musste. Aus diesem Grund haben mechanische Uhren oft einen nostalgischen Touch.

Das Gehäuse bestimmt die Form

 

Hanhart Pioneer RaceMaster GTF

Das Gehäuse der Uhr schützt das in ihr befindliche Werk vor äußeren Einflüssen, wie Staub und Feuchtigkeit. Es gibt Uhrengehäuse aus Karbon, Titan, Keramik, Edelstahl, Platin und Gold in unterschiedlichen Farben. Eine Uhr für den täglichen Gebrauch ist oft aus Titan oder Edelstahl. Sportler schätzen leichte Uhren aus Karbon, die gleichzeitig extrem robust sind. Uhren aus Platin oder Gold versprühen oft einen Eleganten Touch.
Das Glas deckt die Zeitanzeige ab. Und ist ebenfalls entscheidend für die Form der Uhr. Es gibt Plexiglas, Mineralglas und Saphirglas: Dieses ist das Beste. Nur ein Diamant ist härter als der Saphir – und trotzdem transparent. Saphirglas sollte unbedingt entspiegelt sein, damit Sie die Uhr gut ablesen können. Mineralglas ist günstiger und ebenfalls relativ kratzfest. Plexiglas ist zwar nicht gegen Kratzer gefeit hat aber oft einen nostalgischen Hintergrund.

Die unterschiedlichen Uhrentypen

Rolex Yacht-Master II

Automatikuhr: Das sind mechanische Uhren, die sich automatisch durch den Schwung des Handgelenkes aufziehen. Wird die Uhr länger nicht getragen, bleibt sie stehen. Hiergegen hilft ein Uhrenbeweger, der die Bewegung imitiert und sich für echte Sammler lohnt.
Handaufzugsuhr: Das sind mechanischen Uhren, die sich meist über die Krone aufziehen lassen. Wird die Uhr länger nicht Manuel aufgezogen bleibt diese stehen.

  • Quarzuhren: Das sind elektronisch angetriebene Uhren meist durch die Energie einer Batterie oder einer Solarzelle betrieben.
  • Drei Zeiger Uhr: Das sind klassische Uhren die nur 3 Zeiger besitzen. Oft auch mit einer kleinen Sekunde oder einem Datum versehen.
  • Chronograph: Das ist eine Uhr mit einer Stoppuhrfunktion, die gerne von sportlichen Typen getragen wird. Edlere Chronographen passen auch gut zum eleganten Anzug im Büro.
  • Digitaluhr: Sie heißt so, weil sie die Zeit mit einem digitalen Zifferblatt anzeigt. Sie wirkt sehr modern.
  • Analoguhr: Hier zeigen Zeiger die Zeit an, die in Ziffern oder als Römische Zahlen oder Stäbchen auf dem Zifferblatt eingeteilt ist.
  • Fliegeruhr: Ursprünglich auf die Bedürfnisse der Flieger zugeschnitten, wird sie heutzutage von vielen Liebhabern getragen. Sie besitzen ein gut lesbares Zifferblatt in großem Gehäuse. Oft ist ein Tachymeter integriert, oder es werden mehrere Zeitzonen angezeigt.
  • Taucheruhr: Eine richtige Taucheruhr ist wasserdicht, auch wenn es mehr als 100 Meter in die Tiefe geht. Dank der leuchtenden Anzeige lässt sich die Zeit auch im Dunkeln gut ablesen. Die drehbare Lünette erlaubt, die Dauer der Dekompression zu bestimmen.

 

 

Franck Muller Conquistador King

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Cartier – Zeitmesser und Schmuckstück

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Uhren von Cartier bilden eine abgerundete und bis ins letzte Detail stimmige Symbiose aus Zeitmessern und Schmuckstücken. In der mehr als 150-jährigen Unternehmensgeschichte erweiterte Cartier sein Knowhow in unterschiedlichsten Bereichen.

Der Grundstein eines Vorzeigeaufstiegs

Im Jahre 1847 gründete der Goldschmiedemeister Louis Francois Cartier in Paris das Unternehmen. Nur einige Zeit später übernahmen sein Sohn Alfred zusammen mit seinen Enkeln Louis, Pierre und Jacques die Führung. Sie waren es auch, die das Unternehmen auf die Erfolgsspur führten. Den anfänglichen Erfolg krönte Cartier 1899 mit einem Umzug in die Rue de la Paix, eine der prestigeträchtigsten Straßen, die Besucher aus der ganzen Welt anzog. Mit Übergang auf diesen Geschäftssitz kam auch die Ausrichtung auf den ausländischen Markt ins Rollen. Bereits kurz darauf konnten erste signifikante Erfolge verzeichnet werden. 1904 reisten Pierre und Louis nach Russland und fanden dort viele inspirative Ideen für ihre späteren Werke. Die Einflüsse sind bis heute in deren Werken zu erkennen. Viel wichtiger jedoch war die Gewinnung der russischen Aristokratie und Kaiserfamilie als Fans der Cartier-Produktlinien.

Die Eroberung des Empires

1909 konnte Cartier auch die englische Oberschicht für sich gewinnen und feierte mit ihrem Laden in der New Bond Street große Erfolge. Über Kontakte gelang es Cartier sogar Schmuckstücke an indische Prinzen zu liefern. Aufträge, bei denen Maharadschas kostbare Edelsteine zur Verarbeitung zu Schmuckstücken in Auftrag gaben, waren die Folge.

A pioneer in modern watchmaking

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts fertigte das Unternehmen Schmuckuhren, die als Broschen, Chatelaines, aber auch als Taschenuhren getragen wurden. Später entwickelten sich die zahlreichen Stile und Formen der Uhren zum Markenzeichen der Marke. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwendete das Unternehmen erstmals Onyx, Perlen und Emailfiguren, um die Uhren zu verzieren. Die Motive gehen dabei auf die verschiedenen Schmuckkollektionen zurück. Zu diesem Zeitpunkt wusste Louis bereits, dass Armbanduhren die Zukunft seien würden.
1904 fertigte Cartier deshalb die Santos Uhr für den Pionier der Piloten Alberto Santos-Dumont. Sie war die perfekte Kombination aus Form und Funktion.

Die Tank Uhr

1917 nimmt die Tank Uhr die Vorherrschaft in der Geschichte moderner Uhrmacherkunst ein. Mit ihren raffinierten Linien erinnert sie an die Kette eines Panzers – eine Sensation zur damaligen Zeit. Doch mindestens ebenso besonders waren die Bandanstöße, die ein fester Bestandteil des Gehäuses waren.

Diese beiden ikonischen Modelle existieren bis heute in dutzendfach verschiedener Ausführung und beeinflussen bis heute die Designcodes der Cartier Uhrmacherkunst. Die vielen, unzähligen Gehäuse und einzigartigen Konturen und Stile sind ein Sinnbild Cartiers Suche nach der perfekten Uhrenästhetik.

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TAG Heuer Connected Modular 45 Testbericht

Kurz nach der Vorstellung der TAG Heuer Connected Modular 45 hatte ich auch die Möglichkeit mir die zweite Smartwatch des schweizer Uhrenherstellers einmal genauer anzuschauen. Hier mein ausführlicher erster Eindruck in einem Testbericht und ein Vergleich mit dem Vorgänger, der TAG Heuer Connected.

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Optik und Haptik

Es ist der erste Eindruck der zählt und da hat TAG Heuer auf jeden Fall diesmal alles richtig gemacht. Die eigentliche Form der Uhr ist weitesgehend gleich geblieben. Auffällig ist aber vor allem die Änderung der Lünette die nun auch vor dem Kauf individuell ausgewählt werden kann. Beim Vorgänger war die Beschriftung hervorgehoben und recht scharfkantig. Dies wurde nun geändert. Durch die eingelassene Beschriftung und die leicht abgerundeten Kanten ist die Lünette zum Handschmeichler geworden und fühlt sich super an. Das Display ist etwas hochauflösender geworden und obwohl es nur 40 Pixel auf jeder Seite mehr geworden sind, bei der Größe des Displays fällt sowas auf jeden Fall auf. Die Zifferblätter wirken deutlich klarer wie ich finde. Da es sich auch um ein AMOLED-Display handelt kommen die Farben auch sehr gut zur Geltung.

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Die Rückseite der Uhr ist nun ebenfalls aus Metall und nicht mehr aus Kunststoff, was der Uhr ein noch hochwertigeres Finish verleiht. Die Antennen sind nun auf die Oberseite gewandert. Es wurde leider auch bei der neuen Version kein Pulsmesser auf der Unterseite verbaut. Die Ladekontakte befinden sich weiterhin auf der Rückseite und auch wenn ich das Ladegerät nicht gesehen habe, vermute ich einfach mal dass es sich nicht großartig verändert hat. Die Modular 45 heißt ja nicht zum Spass so, sondern hier ist der Name Programm. Auf der Rückseite sieht man die Schnellentriegelung für das Armband. Ich liebe es die Uhrenarmbänder zu tauschen, denn so hat man mit nur wenigen Schritten das Design und Auftreten der Uhr deutlich verändert. Für die sportlichen Aktivitäten ein buntes Kautschukarmband und für das Dinner mit Geschäftspartnern ein schönes Lederarmband. Vorher konnte man zwar auch das Armband wechseln, es war aber ein Verbindungsstift-Entferner nötig und nicht jeder hat immer und überall sein Uhrenwerkzeug dabei. Da ist die Lösung mit einer Schnellentriegelung deutlich angenehmer. Auch kann man die Stege schnell entfernen um auch diese auf Wunsch auszutauschen oder wenn man das Uhrenmodul von Smartwatch zu mechanischer Uhr tauscht.

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Hier einige Bilder einer individualisierten Variante mit blauem Kautschukarmband und blauer Lünette. Wenn man nun auch noch ein blaues Zifferblatt einstellt, dann hat man hier auf jeden Fall eine sehr einheitlich gestaltete Uhr am Handgelenk. Auf der Webseite von TAG Heuer kann man sich im Konfigurator seine Uhr ganz nach Wunsch zusammenstellen. Neben der Farbauswahl gibt es auch die Möglichkeit andere Materialien auszuwählen wie z.B. Stege aus Gold und diamantenbesetzte Lünetten.

Ich habe mir dann auch noch die Variante mit Titanarmband angeschaut, die ganz klassisch daherkommt. Wenn man sonst nur Uhren aus Edelstahl gewohnt ist wird man erstaunt sein wie leicht selbst die Variante mit Titanarmband ist. Auch wenn mir bewusst ist welche Vorteile Titan als Material hat, so würde ich mir auch eine Variante aus Edelstahl für die TAG Heuer Connected Modular 45 wünschen. Persönlich trage ich nämlich gerne schwere Uhren und eine schön schwere Smartwatch wäre für mich ideal. Wer aber eine Uhr bevorzugt die man aufgrund des Gewichts kaum spürt, dann ist man hier auf jeden Fall richtig. Auch ist es ja eine sportliche Uhr und da passt Titan mit seinem geringeren Gewicht nun mal etwas besser.

Technik

GPS ist nun integriert und ermöglicht so z.B. auch das Tracken im Gelände. Man kann also nach der ausgiebigen Fahrradtour sehen wo man entlanggefahren ist. Auch ist die Uhr 50 Meter wasserfest, eine Runde im Pool ist damit also absolut kein Problem. Mit den neuen Features wird die TAG Heuer Connected Modular 45 zu einer waschechten Sportuhr und bleibt mit ihrem Design weiterhin elegant. Sie ist eine der wenigen Smartwatches die auch wirklich aussieht wie eine Armbanduhr.

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Einziger physikalischer Bedienknopf ist und bleibt die Krone, die sich immer noch auf der 3-Uhr-Position befindet und ist nur als Drücker zu nutzen ist. Es wäre natürlich sehr schön gewesen wenn TAG Heuer der Krone auch noch eine weitere Funktion verpasst hätte, wie es z.B. Apple mit der Krone der Apple Watch macht. Dies wäre bei mir noch auf der Wunschliste für eine vielleicht dritte Generation der TAG Heuer Connected. Dank des nun integrierten NFC kann man die Smartwatch auch zum kontaktlosen Bezahlen einsetzen. Dies ist aber zumindest in Deutschland noch nicht so weit verbreitet. In den USA kann man soweit ich weiß schon an jeder Ecke damit bezahlen.

Software

Das Hauptmenü von Android Wear 2 ist nun etwas geschwungener  als vorher und nutzt das runde Display jetzt besser aus. Die einzelnen Menüpunkte schmiegen sich an die Rundung des Displays und die Bewegungen wirken flüssiger als beim Vorgänger. Man merkt dass der neue Intel Prozessor in Zusammenarbeit mit dem neuen mobilen Betriebssystem für mehr Performance sorgt. Neue Anwendungen sind dazugekommen, so z.B. Android Pay, welches ja nun dank integriertem NFC die Bezahlung per Smartwatch erlaubt. Aber auch Fitness-Apps werden nun wohl vermehrt auf die Connected geladen werden, da wir durch GPS nun auch genauere Werte für die sportliche Auswertung erhalten.

Die Auswahl der Zifferblätter wurde nun massiv ausgebaut, was mir persönlich sehr gut gefällt. Man kann jedes Zifferblatt individualisieren, hier stehen einem sehr viele Farbkombinationen zur Verfügung. Ausserdem gibt es auch neue Zifferblätter wie die TAG Heuer CARRERA – Calibre Heuer 01, die für mich zu den derzeit schönsten Uhren von TAG Heuer gehört. Und das Watchface kann sich wirklich sehen lassen, es ist sehr detailliert und dadurch gibt es hier viel zu entdecken, ein Traum für Uhrenfans!

Wie Jean-Claude Biver, CEO von TAG Heuer, auf dem Launchevent mitteilte wird Android Wear 2.0 ab Ende März auch für die erste Generation der TAG Heuer Connected zum Download verfügbar sein. Natürlich werden dann einige Menüpunkte wie Android Pay nicht integriert sein, aber zumindest bekommen Nutzer der ersten Generation so auch die Möglichkeit einige neue Features nutzen zu können und ich hoffe hierbei dass auch die zahlreichen Zifferblätter Einzug in die TAG Heuer Connected finden werden. Ich werde natürlich sofort das Update installieren und euch berichten wie sich Android Wear 2 auf der TAG Heuer Connected schlägt.

DAS INNOVATIVE AUTOMATIKKALIBER AGENGRAPH 6361 IM FABERGÉ VISIONNAIRE CHRONOGRAPH

WEGEN SEINER AUSSERGEWÖHNLICHEN MECHANIK GEHÖRT DER VISIONNAIRE CHRONOGRAPH ZU MEINEN ZEITSCHREIBENDEN HELDEN DES JAHRES 2017 – DEM AUTOMATIKKALIBER AGENGRAPH 6361 MIT VÖLLIG NEU ENTWICKELTEM CHRONOGRAPHENMECHANISMUS SEI DANK.

Die lange Geschichte der Menschheit belegt: Jedes Jahr bringt seine Helden hervor. Das gilt natürlich auch für die Uhrenindustrie. Und zwar Helden auf ganz unterschiedlichen Gebieten. Heldenhafte Leistungen können sich mit Materialien, Design, Uhrwerken, Funktionen, Preis-Leistung, Philosophien, Kooperationen oder auch Menschen verknüpfen.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge meine ganz persönlichen Helden der Zeit vorstellen. Den Anfang machen drei außergewöhnliche Chronographen, die mir während meiner diesjährigen Messebesuche aufgefallen sind. In alphabetischer Reihung stammen sie von Agenhor/Fabergé, Tudor und Tutima.

Heute ist der „Visionnaire Chronograph“ von Fabergé an der Reihe.

 Vor uhrmacherischen Herausforderungen sind Jean-Marc Wiederrecht und sein Team vom Atelier GENevois d’HORlogerie, kurz AgenHor noch nie zurückgeschreckt. Auf ihr Konto gehen zahlreiche Mechanik-Kreationen, mit denen sich in der Regel renommierte Uhrenmarken schmücken.

Mit der neuesten Entwicklung, AgenGraph genannt, bleibt der geniale Techniker seinen Prinzipien insofern treu, als die damit debütierenden Armbanduhren den Schriftzug Fabergé tragen. Allerdings verbleibt das Uhrwerk im Eigentum seines geistigen Vaters. Die Gründung dieses Labels geht auf den Goldschmied Gustav Fabergé, das Jahr 1842 und die Stadt St. Petersburg zurück.

Nach der Oktoberrevolution von 1917 emigrierte Sohn Carl Fabergé über Riga, Berlin, Wiesbaden nach Lausanne, wo er am 24. September 1920 verstarb. Die anschließenden Jahrzehnte verliefen streckenweise turbulent. Seit 2013 befindet sich Fabergé unter dem Dach von Gemstone, einer Minengesellschaft. Auf das 2015 lancierte „Visionnaire 1“–Tourbillon, die erste Fabergé mit Komplikation und die 2016er „Visionnaire DTZ“ mit Zeitzonen-Dispositiv folgt nun der „Visionnaire Chronograph“, in dem das während acht Jahren entwickelte AgenGraph Kaliber 6361 mit drei Hertz tickt. Unruh und Unruhspirale stammen von Atokalpa. Anker und Ankerrad entstehen aus Nickelmaterial im LIGA-Verfahren.

Auch wenn es beim Blick durch den Sichtboden nicht so scheint: Das aus 477 Teilen assemblierte Oeuvre besitzt einen Selbstaufzug. Die in beiden Drehrichtungen aufziehende Kugellager-Schwungmasse dreht unter dem Zifferblatt. Sind beide Zugfedern voll gespannt, stehen rund 60 Stunden Gangautonomie zur Verfügung.

AgenGraph Kaliber 6361

Beim AgenGraph-Kaliber 6361 dreht die Schwungmasse unter dem Zifferblatt. dadurch kann sie den Blick auf die und das Studium des Chronographen-Schaltwerks nicht stören.

Das Filetstück des 34,40 Millimeter großen, 7,17 Millimeter hoch bauenden Uhrwerks besteht im rückseitig positionierten Schaltwerk des Stoppers. Hier verwendet Jean-Marc Wiederrecht neben überlieferten Elementen wie Schaltradsteuerung auch gewissermaßen revolutionäre Neuerungen. Zu letztgenannten gehört jene Kupplung, welche den Stoppmechanismus auf Knopfdruck mit dem eigentlichen Uhrwerk verbindet.

Geläufig sind drei unterschiedliche Typen: die horizontale Räderkupplung, der Schwingtrieb und die vertikale Friktionskupplung. Letztere agiert energieeffizient und gestattet ruckfreies Starten, baut jedoch vergleichsweise hoch. Außerdem lässt sich das Ein- und Auskuppeln mit den Augen kaum verfolgen. Der Schwingtrieb war Jean-Marc Wiederrecht zu simpel. Grundsätzlich liebäugelte er mit der klassischen, in allen Details optisch nachvollziehbaren Räderkupplung. Aber es störte ihn beispielsweise, dass der Chronographenzeiger einmal zu unpräzise startet und zum anderen nicht hundertprozentig gleichförmig läuft.

Also machte er sich daran, diese chronographische Baugruppe so zu überarbeiten, dass die grundsätzlichen Nachteile verschwinden. Anstelle von Zahnrädern drücken nach dem Einkuppeln zwei Räder mit rauer, das heißt Reibung gewährleistender Oberfläche gegeneinander. Der Chronographenzeiger setzt sich nicht nur akkurat in Bewegung, sondern schreitet auch so voran. Zur Sicherheit gibt es aber auch noch zwei speziell gezahnte Räder. Sollte die Friktion versagen, verhindern sie Fehlfunktionen.

AgenGraph Kaliber 6361

Seine Umläufe zählen zwei, in diesem Fall möchte man sagen selbstverständlich springende Totalisatoren, die bis 60 Minuten und – ebenfalls einzigartig – 24 Stunden reichen. Möglich machen es kleine Schnecken, die in einer Minute bzw. einer Stunde um 360 Grad drehen. Auf ihrer Oberfläche gleiten Hebel, die während besagter Zeitspannen langsam angehoben werden und so Kraft sammeln. Schlagartig freigesetzt wird die Schalt-Energie dadurch, dass das Hebelende über die Stufe in der Schneckenscheibe nach unten fällt. Nach dem Stoppen heißt es Nullstellen. Hämmer, die auf Knopfdruck gegen herzförmige Scheiben schlagen, sucht man beim AgenGraph vergebens. Zu unpräzise, zu ineffizient, bekundet Jean-Marc Wiederrecht. Im Kaliber 6361 erfüllen Nocken und Spiralfedern diese Aufgabe nach seinen Aussagen geschmeidiger und weniger belastend für die gesamte Mechanik.

Fabergé Visionnaire Chronograph

Der Fabergé Visionnaire Chronograph – hier in Roségold

Beim Blick aufs Zifferblatt stellt sich beim Kenner ein gewisses Dejà-vu-Erlebnis ein. Die Zeigerstummel zur Indikation von Stunden und Minuten sowie die in der obersten Ebene positionierten Chronographenzeiger wecken Erinnerungen an den „Rotonde de Cartier Chronographe Central“ allerdings mit rotierender Minutenzähl-Scheibe. Der Vorteil dieser Anordnung steht außerhalb jeglichen Zweifels: Die Zeit-Zeiger können das Ablesen des Chronographen samt seinen Totalisatoren niemals beeinträchtigen.

Das AgenGraph-Kaliber 6361 im Detail

©YOUTUBE // AGENHOR TV

Fabergé liefert den „Visionnaire Chronograph“ mit 43 mm großem und 14,7 mm dickem Gehäuse, ausgeführt in Roségold oder Titan. Die Preise liegen bei 39.500 bzw. 34.500 Schweizerfranken.

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MyKronoz ZeTime – eine Hybriduhr mit Zeigern UND Touch geht durch die Decke

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Mit der ZeTime will der Smartwatch-Hersteller MyKronoz eine Hybriduhr auf den Markt bringen die einerseits über herkömmliche Zeiger verfügt, aber zusätzlich noch ein Touchscreen besitzt. Die Crowdfunding-Kampagne des Unternehmens hat bereits über 3,5 Millionen US-Dollar eingesammelt und das Projekt scheint von den Nutzern sehr gut aufgenommen zu werden.

MyKronoz ist kein unbeschriebenes Blatt, das Unternehmen hat schon einige Smartwatches auf den Markt gebracht und laut CEO auch schon über 2 Millionen Exemplare verkauft. Man kennt sich also schon ein wenig in dem Markt aus. Dennoch möchte man mit der ZeTime ein Crowdfunding-Projekt starten, wahrscheinlich auch um die Uhr ein wenig marketingtechnisch zu pushen, denn immerhin hat man hier ja keine herkömmliche Smartwatch, sondern eine Hybriduhr. Der Aufbau der Uhr ist interessant, denn zuerst hat man das Display auf dem eure Informationen angezeigt werden. Darüber kommen dann die Zeiger und darüber kommt dann erst das Touchscreen. Dieses wird dann letztendlich von Gorilla Glass geschützt. Ihr habt also die Möglichkeit trotz der Zeiger die Uhr ganz normal mit dem Finger zu bedienen. Und damit die Zeiger nicht die Benachrichtigungen stören werden diese bei Bedarf auch einfach an eine neutrale Position gedreht. Auf jeden Fall eine gute Idee.

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Sie wird wie alle Smartwatches via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und wird so zum Benachrichtigungsfenster für eintrudelnde Emails, Kalendereinträge, etc. Die Akkulaufzeit soll bis zu 3 Tage betragen. Natürlich bin ich da ein wenig skeptisch bei dieser Angabe. Es handelt sich ja hierbei nicht um ein E-Ink-Display, sondern um ein normales TFT. Während die meisten Smartwatches die derzeit auf dem Markt sind bei intensiver Nutzung gerade so einen Tag durchhalten, soll die ZeTime bis zu 3 Tage durchhalten? Ich bin gespannt! Wenn man die Smartwatch nur als Uhr nutzt, das Display also ausgeschaltet bleibt, dann beträgt die Akkulaufzeit bis zu 30 Tage. Die ZeTime arbeitet mit proprietärer Software, man setzt also nicht auf Android Wear. Deshalb wird auch die Companion-App von MyKronoz benötigt. Die Wasserdichtigkeit wird mit 3ATM angegeben, also 30 Meter. Funktionen der Uhr können auch mit der smarten Krone vorgenommen werden.

Von den ursprünglich nur 50.000 US-Dollar die MyKronoz als Finanzierungsziel gewählt hat, ist man nun bereits bei über 3,5 Millionen US-Dollar angekommen und das Projekt ist noch 4 Tage online. Über 18.000 Unterstützer werden das Projekt in den kommenden Monaten verfolgen. Im September 2017 soll es dann soweit sein, dann nämlich soll die Uhr ausgeliefert werden.  Dennoch solltet ihr euch im Klaren sein dass auch ein etabliertes Unternehmen ein Crowdfunding-Projekt versemmeln kann, ein gewisses Restrisiko bleibt also immer noch wenn ihr „Investor“ für ein kommendes Produkt werden wollt. Preislich ist die Uhr durchaus attraktiv, was auch den Erfolg erklären dürfte. Als Early Bird kann man die Uhr bereits für 139 US-Dollar erhalten, im Handel soll sie mind. 199 US-Dollar kosten. Dabei handelt es sich um das günstigste Modell mit Silikonarmband. Es wird auch noch eine Variante mit Lederarmband oder Metallarmband geben, die dann entsprechend teurer sind.

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Girard-Perregaux 1966 mit Datum und Kleiner Sekunde

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Die Herrenuhr 1966 von der Uhrenmanufaktur Girard-Perregaux mutet wie aus vergangener Zeit an, „Vintage” könnte man zu ihrem Design sagen. Dabei ist die Uhr eines der neuesten Modelle der altehrwürdigen Schweizer Firma. Der Zeitmessername „1966“ weist dabei nicht nur auf den Sixties-Stil, sondern auch auf ein besonderes Ereignis für Girard-Perregaux hin.

Heute ist es selbstverständlich, doch in den 1960er Jahren war Girard-Perregaux eine der ersten Uhrenfirmen mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Besonders im Bereich der Fertigung von Präzisionsuhren tat sich die in La Chaux-de-Fonds ansässige Traditionsmanufaktur hervor. 1966 stellte Girard-Perregaux mit dem Chronometer HF das erste mechanische Hochfrequenz-Werk der Welt vor, dessen Unruh mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde arbeitete. Ein Jahr später wurde Girard-Perregaux für diese Leistung vom Observatorium Neuenburg mit dem “Prix du Centenaire“, dem Jahrhundertpreis, ausgezeichnet.

Girard-Perregaux 1966 mit kleiner Sekunde und Datumsanzeige

Die Linie Girard-Perregaux 1966, zu der unter anderem auch Damenuhren und Mondphasen-Zeitmesser gehören, soll an dieses besondere Ereignis anknüpfen und demonstrieren, was die Uhrmacher heute auf dem Gebiet der präzisen Zeitmessung leisten können. Kennzeichen der 1966-Kollektion ist ihr klares Design. Die 1966 mit Datumsanzeige und kleiner Sekunde wurde auf der Uhrenmesse Baselworld 2013 vorgestellt, zeigt auf ihrem übersichtlich gestalteten Zifferblatt bei drei Uhr ein kleines Datumsfenster und bei neun Uhr das etwas tiefer liegende Hilfszifferblatt der kleinen Sekunde. Durch letzteres wirkt der Zeitmesser etwas sportlicher als das gänzlich puristische Modell.

Roségold-Gehäuse und Cognac-farbenes Zifferblatt

Das runde Gehäuse der Uhr ist im Durchmesser 41 Millimeter groß und aus Roségold gefertigt. Die stabförmigen Indices sind ebenfalls golden, Ziffern sind keine angebracht, was zur aufgeräumten Optik der 1966 beiträgt. Die goldenen Stunden- und Minutenzeiger sind blattförmig gestaltet. Das Zifferblatt der 1966 mit kleiner Sekunde und Datumsanzeige ist in zwei Varianten erhältlich: Eines schimmert in Silber, das andere ist in einem warmen Cognac-Ton mit strahlenförmigen Finish gefertigt. Das Armband der Uhr ist aus schwarzem oder braunem Alligatorleder gefertigt und wird mit einer mit roségoldenen Stiftschließe am Handgelenk befestigt.

Automatikwerk mit weniger Schwingungen

Der Gehäuseboden der 1966 von Girard-Perregaux mit kleiner Sekunde und Datumsanzeige ist aus Saphirglas gefertigt und lässt auf das Autmatikkaliber GP01890-0003 blicken. Auch der Rotor aus Roségold ist sichtbar und sorgt für eine Gangreserve von 54 Stunden. Die Frequenz des Uhrwerks beläuft sich auf 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. An diesem Punkt gerät die Hommage an die 1967 prämierte Präzisionsuhr ein wenig ins Stocken, denn diese verfügte über 7200 Halbschwingungen mehr. Ein Preis für das stimmige Design – vor allem der 1966-Variante mit dem Cognac-farbenen Zifferblatt – wäre jedoch durchaus verdient.

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GENERATION FÜR GENERATION: WENN EINE UHR IN DER FAMILIE BLEIBT

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Nicht selten hört man, dass Armbanduhren gekauft werden, um sie irgendwann an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Eine Schweizer Uhrenmanufaktur wirbt sogar ausdrücklich damit, dass Uhren niemals nur einem allein gehören, sondern Generationen überdauern. Doch was ist dran an diesem Gedanken, dass eine Uhr für mehrere Generationen bestimmt ist und sind Armbanduhren hierfür überhaupt geeignet? Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über diesen charmanten Gedanken passend zum Oster- und somit Familienfest


Die Uhr bringt Entschleunigung in den Alltag

Dass eine Armbanduhr in Zeiten von Smartphones und anderen digitalen Gadgets kein unverzichtbarer Begleiter im Alltag mehr ist, dürfte jedem klar sein. Erst recht gilt dies für mechanische Uhren. Doch letztlich macht genau dies den Charme aus: Während alles immer schneller gehen muss, wir überall erreichbar sind und der ständige Blick auf das Display unverzichtbar zu sein scheint, sehnen sich gleichzeitig immer mehr Menschen nach einem Ausgleich zu diesem anstrengenden Lebensstil: Sei es der Oldtimer, dem Elektronik fremd ist und der ein gewisses „Mehr“ an Zuwendung benötigt oder das bewusste Tragen einer mechanischen Armbanduhr.

Gerade diese Uhren bringen einen hervorragenden Ausgleich in den hektischen Alltag. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Dingen können wir sie in nahezu jeder Situation bei uns haben und somit Stück für Stück mit diesem Gegenstand zusammenwachsen, der uns daran erinnert, hin und wieder einen Gang zurückzuschalten und durchzuatmen. Es genügt einfach ein bewusster Blick auf das Handgelenk. Diese ständige Allgegenwärtigkeit in Kombination mit dem praktischen Nutzen macht die Armbanduhr zum perfekten Erbstück.

Mechanik gewährleistet ein langes Leben

Hinzu kommt, dass mechanische Uhren eine sehr lange Lebensdauer haben, die – hin und wieder ein wenig Pflege vorausgesetzt – unsere Lebenserwartung ohne Probleme übersteigt. Die Abwesenheit sämtlicher kurzlebiger Elektrik erlaubt nahezu jede Reparatur, sollte sie einmal nötig sein. Noch heute findet man zahlreiche Taschenuhren aus dem 19. Jahrhundert, also aus einer Ära, in der es Armbanduhren noch nicht einmal gab. Wenn man also zwei, drei oder vier Familiengenerationen in die Zukunft denkt, dann dürfte es keine Zweifel daran geben, dass die heutigen Armbanduhren ohne Probleme funktionieren und zuverlässig die Uhrzeit anzeigen werden. Jedoch sollte eine Luxusuhr alle drei, fünf oder sieben Jahre – abhängig vom Modell – einer Revision unterzogen werden, um langfristig Freude zu bereiten und schließlich zum Erbstück zu werden.

Eine alte Uhr weiterreichen oder eine neue Uhr kaufen?

Wer bereits eine Uhr als Erbstück in seinem Besitz hat, der kann sich daran erfreuen, diese wertvolle Familientradition aufrechtzuerhalten und den geerbten Zeitmesser irgendwann einmal an seine Nachkommen weiterzugeben. Je mehr Generationen eine Armbanduhr besaßen, desto mehr emotionalen Wert dürfte sie besitzen. Die Gefahr, dass eine Uhr irreversibel beschädigt wird, ist mit regelmäßiger Pflege minimal und steht in keinem Verhältnis zu dem Vergnügen, das die Uhr am Handgelenk bereitet – natürlich wohlwissend, dass diese schon vorigen Generationen treu ihren Dienst leistete.

Es gibt verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen, falls Sie in eine neue Uhr investieren, um diese gegebenenfalls zu vererben. Uhren die einem bestimmten Trend entsprechen, kommen nur in seltenen Fällen für eine Kapitalanlage in Frage. Oft sind die im Preis enthaltenen Weichkostenanteile zu hoch. Ausnahmen bilden zumeist Luxusuhren von Herstellern wie Audemars Piguet, Vacheron Constantin oder Patek Philippe. Hierzu zählen Modelle wie die Patek Philippe Calatrava, Cartier Calibre De Cartier Chronograph oder auch die Audemars Piguet Dual Time vintage. Besonders als Erbstück geeignet und dementsprechend begehrt sind Modelle dieser Marken, die nur in limitierter Auflage erhältlich sind. Bei Vintage-Modellen sind die Weichkostenanteile oft geringer, weshalb diese Uhren renommierter Hersteller oft ein Investment wert sind.

Ungetragene Safeuhr oder doch lieber persönliche Trageuhr?

Wird eine neue Uhr gekauft, um diese einmal zu vererben, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Uhr gekauft und so, wie sie ist – ungetragen und verklebt – in den Tresor gelegt oder die Uhr wird mit Freude getragen. Natürlich gibt es hier kein Richtig oder Falsch. Man sollte sich jedoch vor dem Kauf über diese Alternativen Gedanken machen, da jedenfalls die Entscheidung, eine Uhr zu tragen, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Hinzu kommt der uhrmacherische Wert, der von Seltenheit und Komplikationen des jeweiligen Modells bestimmt ist. Es kann sich also durchaus lohnen, eine Uhr nach dem Kauf als Kapitalanlage in den Safe zu legen – insbesondere wenn bestimmte Modelle nicht mehr hergestellt werden, schießen die Preise für ungetragene Exemplare in die Höhe. Auf der anderen Seite macht es eine Uhr um einiges persönlicher, wenn sie von einem geliebten Familienmitglied getragen wurde, vielleicht sogar, seitdem der Erbe denken kann.

Auch hier gibt es Ausnahmen: Dank der gleichbleibend hohen Nachfrage nach bestimmten Modellen, wie etwa nach der Rolex Submariner oder der Rolex Oyster Perpetual, ist die Frage nach neu oder gebraucht in diesen Fällen weniger kritisch. Solche Modelle sind seit Jahrzehnten wertstabil oder können sogar steigende Preise verzeichnen.

Im Zweifel sollte eine Uhr auch getragen werden

Gerade wenn die eigenen Nachkommen die Leidenschaft für mechanische Armbanduhren nicht teilt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die jahrzehntelang zurückgelegte und wertgeschätzte Uhr so schnell wie möglich zu Geld gemacht wird. Ein schneller Verkauf dürfte hingegen ausgeschlossen sein, wenn es die Trageuhr des eigenen Vaters oder der eigenen Mutter war und die schlicht wertvolle Uhr einen persönlichen Gegenstand des geliebten Familienmitglieds darstellt.

Insofern dürfte es sich zur Begründung der Tradition, eine Uhr von Generation zu Generation weiterzugeben, am meisten eignen, wenn eine Uhr getragen wird. Dies hat im Übrigen auch den Vorteil, dass die Uhr ihrer Zweckbestimmung entsprechend genutzt wird. Nicht nur, dass man sich Tag für Tag daran erfreuen kann, die schöne Uhr am eigenen Handgelenk zu tragen. Vielmehr prägt man diese mit seiner eigenen Persönlichkeit, was sie für nachfolgende Generationen umso wertvoller macht und nicht mit Geld aufgewogen werden kann.

Gérald Genta: Godfather der Uhrendesigner

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Lassen Sie uns diesen Artikel gleich mit einer Frage beginnen: Wie viele Uhrendesigner kennen Sie mit Namen? Zwei, vielleicht drei? Manche von Ihnen kennen vielleicht eine Handvoll. Das ist schon sehr beachtlich. In der Mode-, Möbel- und Autoindustrie sind die Designer teils berühmter als die Marken. Bei Luxusuhren ist das anders, obwohl es einige wenige Ausnahmen gibt. Der erste Name, der stets auftaucht, wenn Uhrenexperten an Designer denken, ist Gérald Genta. Lassen Sie uns Gentas bekannteste Kreationen ansehen und zusammen herausfinden, was ihn zu einem echten Pionier seiner Zunft macht.

Gérald Genta wurde 1931 in Genf geboren. Er begann seine lang anhaltende Karriere als Uhrendesigner im Jahr 1952, nachdem er eine Lehre zum Goldschmied und Juwelier in seinem Heimatland Schweiz absolviert hatte. In der Welt des Produktdesigns ging es damals noch ganz anders zu als heute. Die meisten Designer waren als Person nicht so bekannt und häufig wurden Designs von den großen Marken bei externen Dienstleistern eingekauft. In der Uhrenindustrie war das nicht anders. Zulieferer von Gehäusen, Armbändern und anderen Uhrenteilen ließen ihrerseits Designer teilweise ganze Uhren kreieren oder manchmal nur einzelne Teile, die sie dann den Marken verkaufen konnten. Auch Gérald Genta hat so angefangen, für 15 Schweizer Franken je Design.

So machte sich Genta einen Namen

 

 

Gérald Genta schaffte es, für die meisten der namhaften Hersteller von Schweizer Luxusuhren in den 1950ern zu arbeiten. Einer dieser Hersteller war Universal Genève. Genta entwarf für Universal die Polerouter, die 1954 auf den Markt kam. Um die Flugzeiten der Interkontinentalflüge von Europa nach Nordamerika zu verkürzen, begann die SAS (Scandinavian Airline System) über den Nordpol zu fliegen. Universal Genève stattete die Crews der Flieger mit Polerouter-Modellen aus, die den starken Magnetfeldern in der Polarregion standhielten. Die Uhr wurde der offizielle Zeitmesser der SAS und die erste bekannte Uhr, für die Genta gefeiert wurde.

Der erste Hersteller, der Genta einen Vertrag anbot, war indes Omega. 1960 offerierte der damalige Head of Creation bei Omega, Pierre Moinat, Genta eine Serie verschiedener Exklusiv-Verträge. Genta sollte mit Omegas Zifferblatt-, Gehäuse- und Armband-Zulieferern zusammenarbeiten. Bereits zuvor hatte Genta verschiedene Teile von Omega-Uhren entworfen, aber dies war sein erster Exklusivvertrag. Die bekanntesten Modellreihen, an denen Genta für Omega in den 1960er-Jahren arbeitete, waren die Omega Seamaster und die Omega Constellation.

Im Jahre 1969 gab Gérald Genta seiner Laufbahn eine neue Richtung und begann unter dem Markennamen Gérald Genta selbst Uhren herzustellen, statt diese wie bis dahin nur zu entwerfen. Über die Jahre machte er sich damit einen Namen und brachte einige einzigartige Uhren auf den Markt, unter anderem die Minute Repeater von 1981 mit einem Automatik-Kaliber in einem 2,72 mm flachen Gehäuse. Eine andere war die Grande Sonnerie – zu ihrer Zeit die komplizierteste Armbanduhr der Welt.

 

Die Big Four – oder doch nicht?

 

Gérald Gentas entwarf sein berühmtestes Uhrendesign für einen klassischen Schweizer Luxusuhrenhersteller. Es handelt sich hier – natürlich – um die Audemars Piguet Royal Oak. 1969 bat George Golay, damals Managing Director bei Audemars Piguet, Genta darum, eine so noch nicht gesehene, wasserdichte Sportuhr aus Edelstahl zu entwerfen – und bitte bis morgen! Wie die Legende erzählt, legte Genta am nächsten Tag eine Skizze für die Royal Oak auf den Tisch. Das mittlerweile legendäre Design der Lünette war von einem historischen Taucherhelm inspiriert. War diese Uhr von Beginn an ein Erfolg? Ganz und gar nicht. Als die Uhr 1972 auf den Markt kam, empfanden sie viele Kunden schlicht als zu groß. Dazu kam der saftige Preis von 3.750 Schweizer Franken für eine Uhr aus Edelstahl – man dachte, Audemars Piguet sei vollkommen verrückt.

Vier Jahre nach der Royal Oak wurde ein weiterer Genta-Klassiker lanciert. Auf der Baseler Uhrenmesse von 1976 stellte Patek Philippe die Nautilus vor. Genta sagte in einem Interview, dass er die Uhr bereits zwei Jahre zuvor auf ebendieser Baseler Uhrenmesse entworfen hatte. Während er Leute von Patek Philippe bei einem Dinner beobachtete, fragte Genta einen Kellner nach einem Blatt Papier und einem Stift. Fünf Minuten später stand das Design der Nautilus. Nachdem Genta mit seinen Entwürfen bei Patek eine Punktlandung gemacht hatte, begann man Prototypen zu entwickeln. Im Jahre 1976 war die Nautilus bereit für die Öffentlichkeit.

 

Im gleichen Jahr kam die dritte Design-Ikone von Genta auf den Markt. IWC wandte sich an Genta, die schon bestehende Ingenieur neu zu entwerfen. Ebenfalls im Jahre 1976 erschien die Ingenieur SL. Die Uhr war in einer Linie mit der Royal Oak und der Nautilus: Eine Sportuhr aus Edelstahl mit integriertem Bandanstoß.

Mit einem Gehäusedurchmesser von 40 mm war sie ebenfalls recht groß für die damalige Zeit. Die Ingenieur SL ist bekannt für ihr rundes Design und die innovative Konstruktion mit besonderem Magnetfeldschutz.

 

Viele Jahre dachte man Gérald Genta hätte auch die Vacheron Constantin 222, den Vorläufer der Overseas, kreiert. Daraus wurden für viele Uhrenfans die „Big Four”. Wie ich jedoch vorher schon schrieb, arbeiteten Uhren-Designer zu dieser Zeit eher anonym für die großen Luxusuhrenhersteller. Auch wenn Genta die 222 nicht entworfen hatte, leugnete er nicht, an ihr gearbeitet zu haben. Viele Jahre später bestätigte Vacheron Constantin, dass Jörg Hysek das Design geschaffen hatte.

Bei den „Big Four” von Gérald Genta handelt es sich also um drei Uhren — ein zu Beginn relativ erfolgloses Trio. Das lag hauptsächlich an den ungewohnten Gehäuseformen und -größen der Uhren und auch den sehr hohen Preisen. Zu Zeiten der Quarzkrise waren die Leute nicht dazu bereit, für eine ungewöhnlich aussehende Sportuhr aus Edelstahl viel Geld auszugeben. Sie konnten ja nicht ahnen…

 

Vom Zuarbeiter zum Star

Patek Philippe Nautilus ChronographPatek Philippe Nautilus Chronograph, Bild: © Bert Buijsrogge

 

Das Land, das Quarzuhren groß machte, verhalf letztlich auch Genta zu Ruhm. Japanische Uhrenliebhaber wollten damals unbedingt herausfinden, wer für das Design der von ihnen heiß begehrten Royal Oak verantwortlich gewesen war. Das brachte Genta in die Medien. Marken wollen eher nicht, dass die Designer hinter einer Uhr im Rampenlicht stehen. Aber als bekannt wurde, dass Genta der Schöpfer der Royal Oak und der Nautilus war, ließ IWC ebenfalls durchblicken, dass Genta auch der Mann hinter der Ingenieur war. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man die drei Uhren näher betrachtet.

Im Grunde brachte Genta drei Designs mit der gleichen Linie auf den Markt – in leicht veränderten Formen: Das Oktagon der Royal Oak, die bullaugenförmige Nautilus und die runde IWC Ingenieur. Ein kluger Schachzug, die Uhren so individuell zu gestalten, ihnen aber einen Genta-Stempel mit Wiedererkennungswert aufzudrücken.

So entstehen legendäre Uhrendesigner

Audemars Piguet Royal Oak Perpetual Calendar CeramicAudemars Piguet Royal Oak Perpetual Calendar Ceramic, Image: Audemars Piguet

 

Gérald Genta war die erste nennenswerte Person, die es in der Uhrenbranche geschafft hatte, sich einen Namen als Uhren-Designer zu erarbeiten. Man könnte sagen, dass Genta diesen Beruf im Prinzip erfunden hat. Es ist daher erstaunlich, dass bis heute Uhren-Hersteller ihre Designer in der Story, die sie um eine Uhr spinnen, nicht mehr hervorheben. Sehen Sie sich an, was der Name Genta für die Royal Oak, die Nautilus und die Ingenieur getan hat. Wenn Gérald Genta nicht mit diesen Uhren verbunden wäre, wären sie wahrscheinlich weder so bekannt noch so wertvoll.

Auch wenn Gérald Genta 2012 im Alter von 80 Jahren verstarb, bleiben sein Erbe und sein Einfluss erhalten. Es ist in vielen Uhrendesigns von heute deutlich zu erkennen. Schauen Sie sich nur mal Hublots Big Bang, die Girard Perregaux Laureato oder auch die kürzlich vorgestellte Piaget Polo S an. Das sind nur einige Beispiele, die den Einfluss Gentas verdeutlichen — und das ist keine schlechte Sache. Um es in Gentas eigenen Worten zu sagen: „Kopiert zu werden, macht mich nicht traurig, es bedeutet für mich Anerkennung und Ansporn zugleich. Wer nicht kopiert wird, ist unfähig.”

Hublot Big Bang

So wird die Wasserdichtheit getestet

Auch wenn in 1000 Metern Tiefe ein bar Druckunterschied unerheblich erscheint, entspricht die Gleichstellung der Wasserdichtheitsangabe von drei bar mit 30 Metern nicht ganz exakt den Tatsachen. Drei bar herrschen eigentlich schon in 20 Metern Wassertiefe.

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis illustriert den feinen Unterschied: Während auf Meeresspiegelhöhe ein Luftdruck von einem bar herrscht, liegt dieser an einem Bergsee auf 2000 Metern Höhe nur noch bei 0,8 bar. Möchte der Taucher hier einen Tauchgang auf 15 Meter durchführen – der Wasserdruck liegt dort also bei 1,5 bar –, so addieren sich die Drücke auf 2,3 bar. Der Taucher auf Meeresspiegelhöhe ist diesem Druck bereits bei einer Tauchtiefe von 13 Metern ausgesetzt.

Der Unterschied scheint marginal, zeigt aber die Komplexität der Angelegenheit, welche deshalb für Uhren in Normen festgeschrieben ist. Wasserdichtheit ist also kein Zustand, sondern eine Norm.

In einem Demonstrationstest zeigt Breitling, was passiert, wenn ein Gehäuse dem Wasserdruck nicht standhält. Die Verformungen führen zur Funktionsuntüchtigkeit der Uhr

Zwei Prüfnormen für wasserdichte Uhren

Für Uhren gibt es dafür in Deutschland gleich zwei. Die DIN 8310 für Wasserdichtheit von Kleinuhren und die DIN 8306 für Taucheruhren. Sie entsprechen den internationalen Normen ISO 2281 und ISO 6425.

Beginnen wir mit der DIN 8310. Die Norm gilt für Kleinuhren mit Dichtungselementen nach dem Stand der Technik und zum Zeitpunkt der Prüfung. Das ist schon mal ganz wichtig! Die Aussage zur Wasserdichtheit ist immer nur eine Momentaufnahme, nämlich zum Zeitpunkt der Prüfung. Durch Alterung, Verschleiß, Beschädigung kann sich der Zustand jederzeit ändern.

Regelmäßige Kontrolle ist wichtig

Wasserdichtheit ist also keine bleibende Eigenschaft. Sie sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden, vor allem bei Funktionsuhren, die auf höhere Wasserdichtheit setzen. Für Taucheruhren schreibt die DIN 8306 sogar eine zumindest jährliche Prüfung vor. „Uhren, die als ›wasserdicht‹ bezeichnet werden“, heißt es in der DIN 8310, „müssen widerstandsfähig gegen Schweiß, Wassertropfen, Regen und so weiter und gegen Eintauchen in Wasser über 30 Minuten und bei einer Wassertiefe von einem Meter sein.“

Letztere Eigenschaft wird in einem für wasserdichte Uhrenfestgeschriebenen Prüfverfahren simuliert. Dabei wird die Uhr in ein Druckgefäß mit Wasser gegeben, in dem innerhalb von einer Minute ein Überdruck von zwei bar angelegt und fünf Minuten gehalten wird. Hält die Uhr dabei dicht, darf sie die Bezeichnung „wasserdicht“ tragen und ist für den allgemeinen täglichen Gebrauch bestimmt, darf aber nicht – und das stellt die Prüfung wohl auch klar heraus – unter hohem Wasserdruck verwendet werden.

Uhren, die als „wasserdicht” bezeichnet werden und eine zusätzliche und höhere Angabe des Drucks haben, müssen widerstandsfähig gegenüber Eintauchen und heftiges Bewegen in Wasser, beispielsweise Baden oder auch Schwimmen, sein. Die Wasserdichtheitsprüfung schreibt hier vor, die angegebenen Drücke als Prüfdrücke anzulegen. Das heißt, ist eine Uhr mit fünf bar Wasserdichtheit angegeben, so muss sie fünf Minuten lang in Wasser dem entsprechenden Druck von fünf bar standhalten.

So funktioniert die Kondenswasserprüfung

Die Dichtheit des Gehäuses wird nach dem Test – und das trifft übrigens für alle Versionen zu – durch eine Kondenswasserprüfung kontrolliert. Dabei wird die Uhr auf einer Heizplatte auf 40 bis 45 Grad Celsius erwärmt. Anschließend wird ein Wassertropfen oder ein Quadratzentimeter großes Stück feuchten Filzes von etwa 18 bis 25 Grad Celsius auf das Deckglas gebracht. Zeigt sich nach etwa einer Minute ein Kondenswasserniederschlag auf der Innenseite des Glases, so ist auf ein undichtes Gehäuse zu schließen.

Ein Kondenswasserniederschlag auf der Innenseite des Glases ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass das Gehäuse an irgendeiner Stelle undicht ist. Man sollte es überprüfen

HerstellerEin Kondenswasserniederschlag auf der Innenseite des Glases ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass das Gehäuse an irgendeiner Stelle undicht ist. Man sollte es überprüfen

Prüftechnisch sehr viel weiter als die DIN 8310 geht die DIN 8306 für Taucheruhren. Sie regelt die Norm für Uhren, die als Taucheruhren bezeichnet werden sollen, und zwar hinsichtlich ihrer Konstruktion und einwandfreien Funktion, von der unter Umständen das Leben eines Tauchers abhängen kann.

Folgerichtig geht es bei einem Katalog von dreizehn Überprüfungen nicht nur um die Wasserdichtheit, sondern beispielsweise auch um Ablesbarkeit, Gangverhalten, Bediensicherheit, Antimagnetismus, Stoßsicherheit, Befestigungselemente und Salzwasserbeständigkeit.

Diese Anforderungen müssen Tauchuhren erfüllen

Für die Prüfungen hinsichtlich Wasserdichtheit beziehungsweise Druckfestigkeit besagt die DIN 8306, dass eine Taucheruhr nur dann als solche bezeichnet werden darf, wenn sie unter dem vom Hersteller angegebenen Nenndruck 20 Minuten lang ihre Funktionssicherheit bewiesen hat. Das heißt, während dieser Belastung nicht stehen geblieben ist. Danach muss ihr Gehäuse eine weitere Stunde lang der 1,25-fachen Belastung standhalten.

Bei aller Theorie sollte man sich als Faustregel einprägen: Mit einer Uhr ab 20 bar Druckfestigkeit, was – wie wir gelernt haben – etwa den Druckverhältnissen in 200 Meter tiefem Wasser entspricht, kann man unbesorgt Tauchen gehen, wenn man einmal davon ausgeht, dass der durchschnittliche Sporttaucher maximal 30 bis 40 Meter in die Tiefe geht. Den Sprung ins Wasser und heftigen Schwimmbewegungen auf der Flucht vor Haien sollte ein 20 bar druckfestes Gehäuse widerstehen können. Bis zu zehn bar druckfeste Uhren eignen sich zum Schwimmen. Besser nur baden geht man mit einer bis zu fünf bar druckfesten Uhr. Duschen ist mit ihr ebenso erlaubt. Und alles, was darunterliegt, eignet sich bestenfalls zum Händewaschen und verträgt gelegentlich mal einen Regentropfen.

Inwieweit eine Uhr dicht hält, hängt von vielen Faktoren ab: der Konstruktion des Gehäuses, dessen Form und Fertigungspräzision, den verwendeten Materialien bis hin zu den Dichtungen und Gläsern und natürlich von der Beanspruchung im Alltag und der Alterung. Dank moderner CNC-Technik können heute Gehäuse mit wenigen Tausendstelmillimetern Toleranzen hergestellt werden. Hinzu kommen moderne Materialien und Verfahren der Veredelung.

Die Krone ist oft der Schwachpunkt

Doch egal wie, je höher der Druck, dem ein Gehäuse standhalten soll, desto stabiler müssen die Konstruktionen sein, desto stärker die Gehäusewände, desto dicker die Gläser. Besonderer Schwachpunkt ist die Krone mit ihrer Welle, die direkt ins Uhrwerk führt. Stabilität und Passgenauigkeit sind hier ebenso wichtig wie sichere Verschraubungen und gute Dichtungen.

Wasserdichtheit ist auch keine Frage des Preises. Teure Schmuckuhren müssen nicht wasserdicht sein. Wer geht schon mit einer brillantbesetzten Golduhr ins Meer zum Schwimmen? Andererseits kann eine preiswerte, bis 20 bar druckfeste Taucheruhr durchaus ihren Zweck erfüllen.

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Uhren und Promis – Der Reiz der Luxusmanufakturen

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Überzeugung durch Charisma

Heute wählen Uhrenmanufakturen gerne Markenbotschafter, die wirklich für etwas stehen und eine starke, etablierte Persönlichkeit haben. 2011 verpflichtete Rolex den Golfprofi Tiger Woods als Botschafter. Der charismatische Sportler hatte damals gerade erst eine private und eine sportliche Krise hinter sich gebracht. Nachdem 2009 Enthüllungen über sein Privatleben die Runde gemacht hatten, bremste ihn 2010 eine neuerliche Verletzung aus. Dennoch vertraute Rolex darauf, dass Tiger Woods sich auch weiterhin in der Riege der bedeutendsten Spitzensportler sehen lassen konnte: 14 Major-Titel sprechen für sich. Was Rolex und den Golfprofi am meisten verbindet, ist das grenzenlose Streben nach Erfolg, das einmal in die Geschichtsbücher eingehen wird. Denn jeder Zeitmesser von Rolex ist ein kleines Meisterwerk für sich, hergestellt in absoluter Präzision. Ein Beispiel dafür ist die Rolex Day Date II aus Platin, die ein Nachfolger der legendären Präsidentenuhr ist. Ein besonderes Merkmal dieser schönen Uhr ist der ausgeschriebene Wochentag (Englisch) auf zwölf Uhr. Mit ihren 41 Millimetern wurde der Durchmesser in der Größe an den heutigen Geschmack angepasst. DRolex_Day_DateIIas Ziffernblatt ist Schwarz. Die aufgesetzten arabischen Ziffern sind ebenfalls Schwarz und heben sich dezent gegen den Hintergrund ab. Im Innern des Zeitmessers tickt ein Manufakturkaliber 3156. Das schöne Stück ist gut erhalten und eignet sich für alle, die sich einen Zeitmesser à la John F. Kennedy wünschen – oder natürlich à la Tiger Woods. Als Markenbotschafter von Rolex ist er allerdings nur einer von vielen neben Roger Federer, Placido Domingo oder dem Choreographen Alexei Ratmansky. Es gilt als Prestigeangelegenheit, die Firma Rolex offiziell zu vertreten. Laut Branchenkennern bekommen die Stars dafür nichts außer den neuesten Modellen. Da würden wir allerdings auch nicht nein sagen!

Lohnende Symbiose

Andere Uhrenfirmen überlassen den Promis eine Gage, z. B. TAG Heuer. Das Schweizer Uhrenhaus was das Erste, das einen Markenbotschafter bezahlte: Im Jahr 1969 erhielt der Schweizer Rennfahrer Joseph Siffert 25.000 Franken dafür, dass er das Firmenlogo mit der Aufschrift “Chronograph Heuer” auf seinem Wagen und Anzug anbrachte. Ein glücklicher Nebeneffekt war, dass daraufhin viele Fans auch ihre Modell- und Spielzeugautos mit dem Logo verzierten, um dem Original möglichst nah zu kommen: Ein früher Fall von viralem Marketing!
Im weiteren Lauf etablierte sich TAG Heuer in der Formel 1 und jeder Fahrer der Scuderia Ferrari (Motorsportabteilung von Ferrari) erhielt eine goldene Carrera geschenkt. Mit den Vorzeigefiguren Lewis Hamilton und Jenson Button ist TAG Heuer bis heute fest im Rennsport verankert. Und immer noch baut der Schweizer Konzern auf seinen Erfolg mit dem Modell Carrera. Ein schönes Beispiel dafür ist der TAG Heuer Carrera 1887 Chronograph, der erstmals auf der Baselworld 2010 präsentiert wurde. TAG_Heuer_Carrera1887_ChronographEr trägt das erste in-house gefertigte Automatikwerk Calibre 1887 in sich, das den Start der Chronographenfunktion in nur zwei Tausendstelsekunden ermöglicht. Zwei einzelne Totalisatoren bei sechs und zwölf Uhr zeigen die Chronographenfunktion an. Das Gehäuse der Uhr ist aus poliertem Edelstahl und hat einen Durchmesser von 44 Millimetern. Ein schöner Blickfang auf dem sportlichen Zeitmesser sind die aufgesetzten roségoldenen Ziffern und Zeiger. Im Jahr 2010 erhielt das ursprüngliche Modell den begehrten Grand Prix d’Horlogerie de Genève “La Petite Aiguille” als beste Uhr in der Klasse unter 5.000 Schweizer Franken.
Dass TAG Heuer seine Fühler in alle Richtungen streckt zeigen die zahlreichen innovativen Zeitmesser aus diesem Haus ebenso wie die Bandbreite an unterschiedlichsten Markenbotschaftern, z. B. auch aus der Filmbranche wie Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz oder Bollywood-Ikone Shah Rukh Khan.

Die Nummer eins unter den Markenbotschaftern

In dieser Riege sollte natürlich einer nicht fehlen: George Clooney. Er gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Markenbotschaftern weltweit. Nespresso hat er zu weltweiter Beliebtheit verholfen – kein Wunder also, dass sich auch die Uhrenbranche um den smarten Amerikaner reißt. Er ist allerdings (leider) schon vergeben: Seit rund zehn Jahren schlägt er die Werbetrommel für den Uhrenhersteller Omega. Sein Engagement geht dabei über das übliche Maß hinaus: Bei einem Werkbesuch in Tokio bewies der Frauenschwarm seine Fingerfertigkeit, indem er ein Uhrwerk zusammensetzte. Und natürlich macht er auch im weißen Kittel und mit Lupe vor dem Auge eine gute Figur. Omega nahm den Schnappschuss zum Anlass, eine breit angelegte Werbekampagne unter dem Slogan “Uhrmacher gesucht” zu starten.
Omega_Speedmaster_MoonwatchAls Markenbotschafter trägt Clooney gerne Modelle aus der Reihe Speedmaster wie die Omega Speedmaster Moonwatch Professional. Bei der Speedmaster handelt es sich um eines der legendärsten Modelle aus dem Hause Omega, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1957 zurückreichen. Besondere Berühmtheit erlangte die “Moonwatch” im Jahr 1969 als erste Armbanduhr auf dem Mond. Noch heute zählt die Speedmaster Professional zur Standardausrüstung der Astronauten. Das vorgestellte Modell ist optisch in den Farben des Weltraums gehalten: Schwarz, Silber und Weiß. Ein Kaliber Omega 1861 mit 18 Steinen sorgt für den reibungslosen Lauf des Werks. Hinter dem Hesalitglas befindet sich das aufgeräumte Ziffernblatt mit drei Totalisatoren sowie Tachymeterskala für absolute Funktionalität.

Die erfolgreiche Liaison von Omega und 007

Omega_Seamaster_Planet_OceanEin weiteres Modell von Omega spielt in der jüngeren Filmgeschichte eine legendäre Rolle: Die Omega Seamaster, die James Bond schon in zahlreichen seiner Rollen am Handgelenk trug. So verwundert es nicht, dass Daniel Craig auch im wahren Leben auf die Seamaster zählt. Bei dem Modell im Bild handelt es sich um eine Omega Seamaster Planet Ocean mit einer dunkelblauem Inlay und einer orangen 24 Stunden Skala. Der sportliche Farbeffekt setzt sich auf dem Ziffernblatt fort: Während Stunden- und Minutenzeiger in schlichtem Weiß gehalten sind, leuchtet der Zeiger für die zweite Zeitzone (GMT) wiederum in spritzigem Orange. Bei dem sportlichen Zeitmesser handelt es sich um einen zertifizierten Chronometer mit Kaliber Omega 8605 mit 38 Steinen. Robust, wasserdicht bis 600 Meter und funktional erfüllt die Omega Seamaster Planet Ocean alle Voraussetzungen, die ein 007 benötigt.

Des Piloten liebster Begleiter

Sie sehen schon, je erfolgreicher und charismatischer ein Schauspieler oder Sportler ist, desto lieber wird er in der Uhrenbranche gesehen. Auch Breitling verfolgt dieses Muster, zu deren einflussreichsten Markenbotschaftern David Beckham und John Travolta gehören. Als Pilot kann insbesondere John Travolta den Reiz der Firma Breitling nachvollziehen, die seit jeher von einer großen Nähe zur Luftfahrt geprägt ist. Breitling_Super_Avenger_IIUnter den zahlreichen schönen Kollektionen aus dem Hause Breitling sollte auch die Avenger genannt werden, die Jahr 2013 ein umfassendes Redesign erfuhr und seither den Namenszusatz “II” trägt. Ein faszinierendes Modell aus dieser Kollektion ist der Breitling Super Avenger II Chronograph. Der funktionale Zeitmesser ist mit einer einseitig drehbaren Lünette aus Stahl ausgestattet. Die drei Totalisatoren sind in der typischen Anordnung auf dem Ziffernblatt angebracht. Farblich ist der edle Zeitmesser in Weiß und Silber gehalten. Einzig der Stoppzeiger ist zur besseren Ablesbarkeit Rot getönt. Das dunkelbraune Armband bietet einen eleganten Kontrast zu dem sportlich schlicht gehaltenem Gehäuse. Der Boden der Uhr ist mit einer nützlichen Skala der angelsächsischen Maßeinheiten verziert, sodass die Umrechnung ins metrische Einheitssystem, z. B. von Gallonen in Liter, einfach von der Hand geht.

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TÄTOWIERTE UHREN – MATERIALVERLUST MIT WERTSTEIGERUNG

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Tiefe Kratzer in einer Uhr – der blanke Horror für jeden Uhrenliebhaber. Es sind die alltäglichen und nicht mehr zu entfernenden Spuren, die vor allem Luxusuhren an Wert verlieren lassen. Und auch vom ästhetischen Standpunkt freut sich wohl kaum jemand über einen geschundenen Zeitmesser. Es sei denn, die Spuren stammen von der Hand eines Meister-Graveurs, der die tiefen Kerben gezielt ins Metall gesetzt hat.

Schwarze Kerben statt Diamanten

Während früher vorwiegend Uhren aus Gold und Silber diese Art der Veredelungen erhielten, verewigen sich Meister-Graveure heute auch auf weniger edlen Metallen – Stahl zum Beispiel. Es sind Unternehmen wie Magrette aus Neuseeland und die italienische Traditionsmarke Panerai, die von Hand verzierte Uhren in limitierten Auflagen von fünf bis 99 Stück verkaufen. Der Preis für eine Magrette ist mit rund 4.000 Euro noch vergleichsweise günstig. Eine mit klassischen Ornamenten versehene Panerai liegt bei 17.000 Euro.

Eine komplett „tätowierte“ Rolex gibt es leider nicht direkt vom Hersteller. Wer statt Diamanten auf dem Zifferblatt lieber eine kontrastreich verzierte Rolex haben möchte, muss sie entweder selbst zum Graveur bringen oder bekommt sie bei einem Anbieter wie Made Worn in den USA. Die Preise liegen hier zwischen 12.000 und 28.000 Dollar.

Trotz der hohen Preise wirken diese Uhren keineswegs wie elitäre und wohlbehütete Tresorstücke, sondern eher wie sportliche Zeitmesser, die ein paar Tattoos verpasst bekommen haben. Sie gehen durchaus als straßentauglich durch. Erst recht, wenn der Besitzer selbst Tattoo-Träger ist.

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Fotos: Ariel Adams von aBlogtoWatch.com

Von der Büchse ans Handgelenk

Die Ornamente auf den meist wenige Quadratmillimeter großen Flächen der Luxusuhren stammen von erfahrenen Graveuren, die sich auf das kunstvolle Verzieren von Jagdgewehren spezialisiert haben. So stellte die italienische Uhrenmarke Squale auf der Uhrenmesse Baselworld 2015 den Prototypen einer Taucheruhr aus Bronze aus, die der Meistergraveur Mario Terzi veredelt hat.

Terzi graviert für bekannte italienische Gewehrhersteller. Einer von ihnen liefert im Jahr nur 20 bis 30 Jagdgewehre aus. Wohlhabende und prominente Kunden nehmen dafür fünf bis sieben Jahre Wartezeit in Kauf – und zahlen fünf- bis sechsstellige Beträge.

 

Unterschiedlich hingegen sind die Motive, die Uhrenhersteller ins Metall einarbeiten lassen. So arbeitet Mario Terzi  gerade an einer Squale-Taucheruhr mit Haifisch-Motiv. Die Uhrenmarke Magrette setzt auf Maori-Ornamente – den Tätowierungen der Ureinwohner Neuseelands entlehnt. Made Worn in den USA lässt Rolex-Uhren von amerikanischen Gewehr-Graveuren verzieren. Die Ergebnisse vermitteln einen Hauch von Wild West. Und die italienische Luxusmarke Panerai setzt auf traditionelle Muster wie die Florentiner Lilie.

 

Fotos: Panerai

Perfekter Materialverlust 

Diese Form der Uhren-Veredelung zeigt, dass eine Gravur nicht bei einer Widmung auf der Rückseite einer Uhr enden muss, sondern sich auch kunstvoll über die ganze Uhr erstrecken kann. Und da es sich um reine Handarbeit handelt, ist jede Uhr einzigartig und gewinnt an ideellem  und materiellem Wert. Trotz eines gewissen Materialverlusts.

Nur einen Nachteil haben diese Uhren – von den hohen Preisen einmal abgesehen. Wer sich für sie begeistert und länger mit ihnen beschäftigt, dem wird in Zukunft jede normale Uhr ein wenig nackt und unfertig erscheinen. Eine Aussage, die so mancher Tattoo-Freund sicher gut nachvollziehen kann.

Die teuersten Uhren der Welt

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In diesem Artikel wollen wir uns einige der teuersten Uhren der Welt ansehen. Für diese Uhren muss man nicht mehrere Tausend Euro hinlegen oder so viel wie für einen Porsche 911 Turbo, sondern schier astronomische Summen – in einigen Fällen mehrere Millionen. Für. Eine. Einzige. Uhr.

Dies ist nur ein Überblick über einige der teuersten Uhren der Welt. Uns ist bewusst, dass Audemars Piguet, A. Lange & Söhne und eine Handvoll unabhängiger Uhrenhersteller Zeitmesser fertigen, die ähnlich teuer oder sogar noch teurer sind. Wir werden in diesem Artikel auch keine Auktionserlöse oder Rekordsummen berücksichtigen, weil diese stark schwanken und die Preise für Vintageuhren und Einzelstücke von verschiedenen Faktoren abhängen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass wir eine Uhr vergessen haben, die unbedingt auf die Liste gehört, bitte schreiben Sie uns einen Kommentar.

Vacheron Constantin Tour de I’lle

Vacheron Constantin Tour De L'ileVacheron Constantin Tour De L’ile, Bild: Vacheron Constantin

Dieses Meisterstück präsentierte Vacheron Constantin 2005 anlässlich des 250-jährigen Firmenjubiläums. Unglaubliche 834 Teile waren nötig, um die 16 Komplikationen, die in dieser Uhr stecken, umzusetzen. Die Manufaktur, die zu den ältesten der Welt zählt, fertigte nur 7 Stück an, die – damals – je 1.500.000 US-Dollar kosteten. Unter diesen 16 Komplikationen finden sich ein ewiger Kalender, eine Minutenrepetition, eine zweite Zeitzone, ein Tourbillon, eine Zeitgleichung und eine Sternkarte.

Richard Mille Tourbillon RM 56-02 Sapphire

Das Gehäuse der über 2 Millionen US-Dollar teuren Richard Mille RM 56-02 besteht ganz und gar aus reinem Saphir. Das und das einzigartig konstruierte Uhrwerk mit  Tourbillon machen sie zu einem echten Meilenstein. Dabei ist gar nicht das Saphirglas an sich so teuer, sondern die Herstellung eines Gehäuses aus diesem Material, das stark genug ist, um den alltäglichen Belastungen standzuhalten. Von der RM 56-02 wurden nur zehn Stück hergestellt, was jeweils 40 volle Tage (40 x 24 Stunden) in Anspruch genommen hat – allein für das Gehäuse.

The Hublot $5 million

Hublot Big Bang 5 MillionHublot Big Bang 5 Million, Bild: Hublot

Dies ist die einzige Uhr auf dieser Liste, die ihren Preis im Namen trägt. Diese Hublot scheint ausschließlich für echte „Big Player“ gedacht zu sein. Das liegt nicht nur an ihrem Preis (bzw. ihrem Namen), sondern auch an dem extravaganten Stück an sich. Die Uhr ist mit mehr als 1.200 Diamanten besetzt, die zusammen 140 Karat entsprechen. Das Fassen der Steine wurde vom Genfer Atelier Bunter realisiert. Es ist zwar schwer zu erkennen, doch das Gehäuse besteht aus Weißgold. Im Inneren steckt das HUB1100, ein Werk mit reiner Zeitanzeige. Sie ist zudem die einzige Uhr, deren hoher Preis sich vor allem aus den Diamanten statt aus ihren Komplikationen ergibt.

Greubel Forsey Art Piece 1

Vor einigen Jahren stellte Greubel Forsey auf der SIHH die Art Piece vor, eine Uhr, die in Zusammenarbeit mit Willard Wigan entstanden war. Der Miniatur-Künstler Wigan fertigte Nano-Skulpturen an, die in die Art Piece eingesetzt wurden. Durch ein kleines Mikroskop im Gehäuserand auf 9 Uhr können Besitzer der Uhr die Kreationen von Wigan bewundern. Darüber hinaus verfügt die Art Piece 1 über einen Doppeltourbillon. Ihr Verkaufspreis lag bei 1,5 Millionen Schweizer Franken.

Um die Dimensionen nochmal stärker zu verdeutlichen: Die Nano-Skulpturen (wie z. B. ein Segelschiff) passen in ein Nadelöhr.

Patek Philippe Skymoon Tourbillon 5002P

Patek Philippe Skymoon Tourbillon 5002PPatek Philippe Skymoon Tourbillon 5002P, Bild: Haute Time

Patek Philippe ist seit vielen Jahrzehnten als Meister uhrmacherischer Komplikationen bekannt. Diese Sky Moon Tourbillon spielt jedoch in einer ganz anderen Liga und war bei ihrer Einführung eine Sensation. Dieses Meisterwerk ist selbst für die Verhältnisse der Marke etwas ganz Besonderes: 13 Komplikationen auf zwei Zifferblättern – damit können nicht viele Uhren aufwarten. Zusätzlich zur reinen Zeitanzeige hat sie einen ewigen Kalender, eine Minutenrepetition, Anzeigen für die Phasen und Winkelbewegung des Mondes sowie für die Sternzeit, und eine Sternkarte. Für ungefähr 1 Million Euro kann sie Ihnen gehören.

Taschenuhren

Vacheron Constantin 57260 Die komplizierteste TaschenuhrVacheron Constantin 57260 Die komplizierteste Taschenuhr, Bild: Vacheron Constantin

Als wäre die vorher beschriebene Tour de I’lle nicht schon verrückt genug gewesen, stellte Vacheron Constantin zehn Jahre später die Taschenuhr Referenz 57260 vor. Patek Philippes Taschenuhr Kaliber 89 hatte 33 Komplikationen und war damit lange Zeit Rekordhalter, bis sie von der Vacheron Constantin 57260 mit ihren 57 Komplikationen geschlagen wurde. Diese 57 Komplikationen lassen sich einteilen in Zeitmessfunktionen (Tourbillon, Weltzeit, Rattrapante usw.), astronomische Funktionen (verschiedenste Kalender, darunter ein hebräischer ewiger Kalender, Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeit, Sternkarten, Mondphasen, Sternzeit usw.) und Schlagwerksfunktionen (großes Schlagwerk, Minutenrepetition, kleines Schlagwerk, Wecker usw.). Es handelt sich hierbei um ein Einzelstück ohne offizielle Preisangabe, aber man kann sich vorstellen, dass dies eine der teuersten Uhren der Welt sein muss.

Taschenuhren bieten grundsätzlich mehr Platz für Komplikationen. Die Vacheron Constantin Reference 57260 misst beispielsweise ca. 50,55 mm x 98 mm.

Wie sich der Preis zusammensetzt

Es gibt mehrere Gründe, warum diese Uhren so unglaublich teuer sind. Zumindest behaupten das die Hersteller dieser Stücke.

  1. Die Verwendung und Menge wertvoller Materialien wie Diamanten, Platin usw.
  2. Die Komplexität des Werks oder, fachlich ausgedrückt, die Anzahl der Komplikationen in der Uhr.
  3. Exklusivität – wenn ein Hersteller einen großen Teil seine Energie in die Fertigung nur einer oder zweier Uhren steckt, muss er einen astronomisch hohen Preis verlangen, insbesondere wenn auch noch die beiden obigen Punkte zutreffen.

Zudem müssen natürlich auch Marketingkosten und der Wert der kreativen Arbeit in den Preis einfließen.

Ich als Uhrenliebhaber bin der Meinung, dass eine Uhr erst durch ein hochkompliziertes Werk wirklich wertvoll wird, da in dessen Entwicklung und Fertigung viele Stunden höchster Handwerkskunst geflossen sind. Wobei natürlich auch großes handwerkliches Können erforderlich ist, um Diamanten auszuwählen, zu schleifen, zu polieren und einzufassen.

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Smartwatches eine Gefahr für schweizer Uhren?

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Auch dieses Jahr waren die smarten Wearables (also, schlaue, tragbare Geräte) wieder einer der großen Trends der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Besonders auffällig ist die große Anzahl neuer Smartwatch-Modelle, die auf der größten Messe für Unterhaltungselektronik in Deutschland vorgestellt wurden. Die Uhren entwickeln sich weiter: Sie werden schöner, schneller und günstiger. Bisher begegnen viele Verbraucher den schlauen Begleitern dennoch mit gehöriger Skepsis. Der Nachdruck, mit dem Samsung, Apple, Motorola & Co. die Smartwatches im Markt platzieren und weiterentwickeln, macht eines jedoch unmissverständlich klar: früher oder später werden mehr und mehr Leute ein leuchtendes Display am Handgelenk tragen. Was bei näherer Betrachtung der Fülle an Smartwatch-Herstellern deutlich wird ist, dass die traditionellen Platzhirsche der Uhrenbranche gänzlich fehlen. Die Schweizer Manufakturen, welche im letzten Jahrhundert die mechanische Uhr perfektioniert und zu einer weltweit anerkannten Wertanlage geformt haben, finden im neuen Markt nicht statt. „Die Schweizer Uhrenbranche hat eine gewisse Reorganisation vor sich”, sagt daher Oliver Ebstein, Eigentümer der Firma Chronoswiss. Zusätzlicher Druck entsteht für Unternehmen wir Rolex oder Patek Philippe durch die schwachen Absatzzahlen in den Wachstumsmärkten Russland und China sowie die Entkoppelung des Franken vom Euro, welche eine Preissteigerung um 7% in den europäischen Nachbarländern verursacht hat.

Schon einmal kam es in der Vergangenheit zu einem kollektiven Verschlafen neuer Trends durch die Schweizer Uhrenhersteller. In den 1970er Jahren verursachte die sogenannte Quarzkrise tiefe Einschnitte bei den Alteingesessenen. Die Zahl der Angestellten sank um zwei Drittel und viele Akteure verschwanden vom Markt. Japanische Quarzuhren-Hersteller überfluteten den Markt mit funktional gleichwertigen aber günstigeren Modellen. Die Eidgenossen reagierten zum einen mit der Entwicklung der günstigen Swatch und zum anderen mit dem verstärkten Einsatz des Begriffs “Swiss Made” als imagefördernden und Werthaltigkeit suggerierenden Slogan. Heute sind hochwertige Schweizer Uhrwerke, unabhängig von ihrer Funktion als reiner Zeitmesser, Statussymbol, Wertanlage und Kunstobjekt zugleich und die Branche verzeichnete 2014 ein Rekordjahr.

Nun steht die Branche also möglicherweise vor einer neuen Revolution und die etablierten Akteure bemühen sich, die Entstehung des Begriffs “Smartwatch-Krise” zu verhindern. So hat die Firma Tag Heuer im März 2015 auf der Baselworld, der wichtigsten Uhrenmesse der Welt, eine Kooperation mit Google und Intel angekündigt. Eine Uhr gab es dabei noch nicht zu bestaunen. Weitere führende Schweizer Hersteller wollen auf den Smartwatch-Zug aufspringen. Swatch, Breitling, Montblanc und Frederique Constant entwickeln Modelle. Konkret ist bisher wenig.

Bisher bestätigen diese Entwicklungen nur eins, die Schweizer Uhrmacher wollen ein Stück vom neu entstandenen Kuchen für sich beanspruchen. Wie groß dieser Kuchen ist und wer das Rennen macht, ist absolut unklar und gerade aus Sicht der Hersteller im Luxussegment haben Smartwatches eine entscheidende Schwäche: Die Innovationsrate im Markt der Unterhaltungselektronik ist um ein vielfaches Höher als der im Bereich der mechanischen Uhrwerke. Eine Wertbeständigkeit von Smartwatches ist im Gegensatz zu hochwertigen klassischen Uhren, kaum zu erwarten. Das Verbraucherverhalten bei Smartwatches wird sich ähnlich wie bei Mobiltelefonen entwickeln. Spätestens nach drei Jahren wollen Kunden etwas Neues, Schnelleres und Besseres. Schweizer Uhrmacherkunst hingegen, steht für generationenübergreifende Wertbeständigkeit, ja häufig sogar für substanzielle Wertsteigerungen. „Die Technologie von Smartwatches ist rasend schnell überholt, daher sind sie zwar nettes Spielzeug, aber doch keine echte Konkurrenz auf dem Markt für Luxusuhren”, sagt Elisa Von Schubert, Bewertungsexpertin von Valendo, „zusätzlich ist beispielsweise der Goldanteil in der High-End Variante der Apple-Watch geringer als der Preis suggeriert. Hier von einer Wertanlage zu sprechen wäre vermessen. Jene Uhren, die in stundenlanger Handarbeit und unter Einsatz hochwertigster Materialien gefertigt werden, besitzen hingegen alle Eigenschaften einer Wertanlage und sind nicht nur wunderschön, sondern häufig auch ein lohnendes Investment. Deswegen können Sie bei Valendo im Gegensatz zu Ihren digitalen Artgenossen beliehen werden.” Den Spagat zwischen Tradition und Innovation erfolgreich zu gestalten, wird die große Herausforderung für die Schweizer Uhrenbranche.

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Eine Uhr zum Verlieben

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Clé de Cartier Fliegendes Tourbillon“ lautet der Name dieser neuen Superluxus-Uhr. Sie ist mit 437 Brillanten besetzt und kostet stolze 152.000 Euro…

Dieses edle Stück ist ein Modell für Menschen, die Uhren lieben. Und ein Modell, das höchste Uhrmacherkunst auf den Punkt bringt. Natürlich muss man bereit und in der Lage sein, eine Uhr im Wert einer kleinen Eigentumswohnung zu kaufen. Doch wer das Preis-Thema (152.000 Euro für eine einzige Uhr!?!) erst einmal überwunden hat, kommt in den Genuss eines echten Schatzes.

Die “Clé de Cartier Flying Tourbillon” strotzt vor Edelsteinen

Die neue Cartier-Uhr verfügt über ein mechanisches Manufakturuhrwerk mit Handaufzug. Dass sie auf der Messe “Watches & Wonders” allgemeine Begeisterung hervorgerufen hat, verwundert – angesichts ihrer üppigen Ausstattung – kaum: Das Gehäuse ist aus 18-karätigem Weißgold gefertigt und mit 437, jeweils 3,16-karätigen Diamanten besetzt, während auf dem Schlüssel ein Saphir funkelt.

Das Flinqué-Zifferblatt besteht aus Messing mit Sonnenschliff, die schwertförmigen Zeiger aus gebläutem Stahl und das Armband aus marineblauem Alligatorenleder. Klar, dass die verstellbare Schließe des Bandes ebenfalls aus 18 Karat Weißgold besteht, geschmückt von 41 weiteren Brillanten.

Neue Luxusuhr: Fliegendes Tourbillon von Cartier

Wie der Name der “Clé de Cartier Flying Tourbillon” bereits verrät, handelt es sich bei der Komplikation um ein fliegendes Tourbillon. Das Uhrwerk wurde aus 142 Einzelteilen zusammengesetzt – davon 19 Steine – und ist individuell nummeriert.

Zum Schluss noch ein paar zusätzliche Details: Unruh mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, Gesamtdurchmesser des Uhrwerks bei 24,9 mm, 50 Stunden Gangreserve, Gehäusehöhe bei 11,3 mm, Wasserdichtigkeit bis 3 bar.

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MICHAEL KORS Uhren

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Der smarte New Yorker Designer MICHAEL KORS steht mit seinem Design für entspannten American Chic. Mit seiner MICHAEL KORS Uhrenkollektion setzt er neue Maßstäbe und experimentiert mit innovativen Materialien – zu erschwinglichen Preisen. Die dominanten Farbthemen der MICHAEL KORS Uhren sind Roségold und Gold mit einem Hauch Glitzer. Gold, weil es zeitlos ist und nach wie vor das ultimative Symbol für Luxus darstellt. Roségold, weil es durch seine sanfte Tönung der Hautfarbe schmeichelt.

Wenn auch Sie sich für die trendigen Uhren- und Schmuckkollektionen von MICHAEL KORS begeistern, dann sind Sie richtig hier. Die prächtigen Uhren mit ihren modernen Details, den funkelnden Steinen und den sportlichen Chronographen sind wieder einmal Jetset pur! Suchen Sie sich Ihr persönliches MICHAEL KORS Lieblingsmodell aus oder machen Sie jemandem eine Freude. Bei CHRIST.de erhalten Sie zu jeder Uhr einen Servicecoupon für einen kostenlosen Batteriewechsel und Bandkürzung.

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Uhrensammler-Typen: Von Flippern und Hamsterern

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Das Sammeln von irgendwelchen Dingen ist zwangsläufig mit Höhen und Tiefen verbunden. Das betrifft freilich auch das Sammeln von Uhren. Davon abgesehen gibt es unter den Uhrensammlern unterschiedliche Typen, die auf dem Weg zur nächsten Uhr viele schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Zunächst gibt es Sammler, die ihre Uhren ständig weiterverkaufen, um die nächste zu erwerben. Dann gibt es Typen, die ihre Zeitmesser das ganze Leben lang behalten. Und es gibt Uhrensammler, die ihre Uhren aus unerklärlichen Gründen nicht mehr tragen. Natürlich könnte der eine oder andere daran zweifeln, ob dieser Typ überhaupt jemals ein „richtiger Sammler“ war. Aber lassen wir das beiseite und widmen uns nun einigen Sammler-Typen, denen man in der Uhrenwelt begegnen kann.

Der Uhren-Flipper

IWC Pilot’s Watch Top Gun MiramarIWC Pilot’s Watch Top Gun Miramar, Bild: © Bert Buijsrogge

Der Flipper-Typ besitzt ständig das Gefühl, etwas neues oder anderes besitzen zu müssen. Ich würde sagen, dass es unter den Flippern drei Unter-Typen gibt: Der erste kauft eine Uhr, behält diese ein paar Monate und dann verkauft er sie, weil sie ihm ohne besonderen Grund nicht mehr so begeistert wie zuvor. Der zweite Flipper-Typ trennt sich von seiner Armbanduhr, weil irgendetwas anderes seine Aufmerksamkeit erregt hat. Eine zu große Uhrensammlung kann er nicht rechtfertigen. Also verkauft er Uhren, damit seine Kollektion stets dieselbe Größe behält.

Als drittes gibt es meiner Meinung nach noch diejenigen, die irgendwo zwischen Sammlern und Händlern anzusiedeln sind. Vielleicht sind sie auch ein bisschen von beidem. Es ist gar nicht untypisch, dass sich Uhrensammler aufgrund des ständigen Verkaufens zu Händlern entwickeln.

Der nimmersatte Sammler

Rolex GMT Master HistoryRolex GMT Master History, Bild: © Bert Buijsrogge

Diese Sammler kaufen genau die Uhren, die sie wollen. Sie sind sich ihres Kaufes sicher, bedauern diesen nicht und verkaufen ihre Uhren so gut wie nie (zumindest nicht für eine sehr lange Zeit). Doch natürlich können sie mit dem Sammeln nicht aufhören. Sie sammeln alles, was sie mögen und wenn sie es mögen. Nur selten trennen sie sich von einer Uhr aus ihrer Kollektion. Wenn sie dies doch mal tun sollten, dann nur, um eine weitere Uhr der gleichen Art zu kaufen. Manchmal sogar das gleiche Modell in besserem Zustand.

Viele Uhrensammler behaupten jedoch, dass man noch nicht zu den richtigen Sammlern gehört, wenn man weniger als zehn Uhren ge- und verkauft hat. Und wissen Sie was? Da ist tatsächlich etwas Wahres dran. Wenn man mit dem Sammeln beginnt, tätigt man zwangsläufig ein paar Fehlkäufe. Aber keine Sorge, das passiert uns allen mal. Leider läuft nicht immer alles rund: Egal ob beim Spontankauf oder beim lang vorbereiteten Erwerb einer Vintage-Uhr, manchmal ist es doch nicht ganz das richtige Modell – einige von Ihnen wissen, wovon ich spreche. Diese Erfahrungen machen einen aber nur zu einem scharfsinnigen Sammler.

Das Sammeln von Uhren ist immer mit Fallstricken verbunden. Wie viele Uhren auch immer Sie in Ihrer Sammlung haben, es gibt für jeden diese eine Uhr, die man als den „Heiligen Gral” bezeichnen kann. Es ist die Uhr, für die Sie sich von Ihrer gesamten Kollektion trennen würden. In der Sammler-Community nennen wir diese Uhr „Exit Watch”. Das bedeutet, dass wenn Sie mit nur einer einzigen Uhr auskommen müssten, Sie sich für Ihren persönlichen „Heiligen Gral” entscheiden würden.

Der Hamsterer

Vintage Jaeger-LeCoultreVintage Jaeger-LeCoultre, Bild: © Bert Buijsrogge

Diese Kategorie von Uhrensammlern findet so gut wie jeder verblüffend, mich eingeschlossen. Es sind die Sammler, die über viele Jahre hinweg eine große Sammlung anhäufen, aber so gut wie nie eine Armbanduhr tragen. Das liegt nicht daran, dass ihre Zeitmesser zu schön zum Tragen sind. Vielmehr scheinen diese Leute keine Lust mehr auf mechanische Uhren zu haben oder sie haben einfach ihren Reiz verloren. Trotzdem wollen sie ihre Sammlung nicht komplett auflösen. Sind diese Leute überhaupt noch richtige Uhren-Sammler? Irgendwie nicht, aber hin und wieder werden sie ein seltsames Stück in ihre Sammlung aufnehmen.

Fazit

Wie Sie feststellen können, wird man beim Uhren-Sammeln oft vor schwierige Entscheidungen gestellt. Ob Sie jede Uhr behalten, die Sie jemals in Ihrem Leben gekauft haben, Ihre Zeitmesser regelmäßig verkaufen und neue erstehen oder ob Sie die Liebe zum Tragen der Uhren verlieren: Das Sammeln von Uhren sollte Ihnen immer Freude bereiten. Unterm Strich zählt nur, dass Sie kaufen, was Sie mögen. Erfreuen Sie sich an Ihrer Uhren-Sammlung, denn dieses Hobby sollte Ihnen stets Spaß machen.

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Schillernde Schmuckuhren: „Dior VIII Grand Bal Pièce Unique Envol“


Diamanten, Farbedelsteine und als filigrane Besonderheit schillernde Skarabäenflügel: Dior präsentiert mit seiner Dior VIII Grand Bal Uhren-Linie mit der „Pièce Unique Envol“ eine funkelnde, glitzende und schillernde Schmuckuhr, die als absolutes Einzelstück kaum noch exklusiver sein könnte.

Die exklusiven Schmuckuhren aus dem Hause Dior kombinieren überaus glamourös die Themen „Fashion“ und „Uhrmacherkunst“. Der topmodische Aspekt und die DNA des Hauses Dior werden bereits mit den Namen der Uhren deutlicht, die sich vielfach auf Kollektionen und Modeschöpfungen von Christian Dior beziehen. So wurde die „Dior VIII Grand Bal Pièce Unique Envol“ nach seiner skulpturalen Linie „Envol“ aus dem Jahr 1948 benannt, für die sich der berühmte Modeschöpfer wiederum prächtige Roben und Ballkleider des 18. und 19. Jahrhunderts zum Vorbild nahm.

Die Glückszahl 8

Grafisch, elegant und zeitlos: Der Name Dior VIII hebt nicht nur die Glückszahl von Monsieur Dior hervor, sondern erinnert auch an das Gründungsdatum des Modehauses, den 8. Oktober 1946, an den Namen seiner ersten Kollektion „En Huit“, sowie an das 8. Arrondissement in Paris, wo sich die Haute Couture Ateliers von Dior in der Avenue Montaigne befinden.

Die Ballsaison ist eröffnet – Damenschmuckuhren „Dior VIII Grand Bal“

Das Haus Dior verbindet mit seinen kostbaren Damenschmuckuhren der „Dior VIII Grand Bal“- Modelle für den glamourösen Abend Assoziationen, wie Luxus, Eleganz, traumhafte Ballroben, schwebende Anmut von Tänzerinnen und legendäre Gesellschaftsereignisse. Die Modelle von 2015 spüren dem kosmopolitischen Geist der berühmten Society-Bälle Ende der 1940er Jahre nach. Blickfang der Dior VIII Grand Bal Uhren sind dabei die frei schwingenden Gewichte auf der Oberfläche des Zifferblattes. Sie brillieren mit einem kunstvollen, tänzerischen Wirbel aus kostbaren Materialien in delikaten Farben.

Funkelnde Edelsteine und schillernde Skarabäenflügel

So auch bei der „Dior VIII Grand Bal Pièce Unique Envol“, deren Schmuckornamente mal auf dynamische Geometrien aus Wirbeln und Spiralen setzen, mal mit Dessins spielen, die schwingenden Abendroben aus Lagen von Seide und Tüll gleichen. Andere erinnern entfernt an florale oder naturnahe Elementen wie zarte Insektenflügel, Blütenblätter oder winzige Korallenzweige. Jede der kostbaren „Envol“ Unikate der Dior VIII Grand Bal-Serie besitzt ein einzigartiges Zifferblatt, das jeweils mit fluoriszierend schillernden Einlegearbeiten aus Scarabäuskäfer-Flügeln versehen ist, die allein schon für einen Wow-Effekt sorgen. Auch andere Materialien wie Perlmutt kommen in den kunsthandwerklich höchst anspruchsvollen, exquisit gearbeiteten Marqueterien zum Einsatz. Die Schwunggewichte sind mit funkelnden Farbedelsteinen und Diamanten besetzt, die Lünetten mit Edelsteinen in Baguetteschliff verziert.

Jede der „Dior VIII Grand Bal Pièce Unique Envol“ Uhren ist ein Unikat

Alle Uhren bestehen aus Gold, doch bereits ob Weiß- oder Gelbgold verwendet wird, das mit oder ohne Akzente in kontrastierenden Goldfarben wie beispielsweise Rotgold eingesetzt wird, ist bei jeder Uhr individuell verschieden. Ebenso wie das Design oder die Wahl der verschiedensten Edelsteine von Saphiren, Diamanten, Opalen bis Rubinen oder Granaten. Jede Uhr ist ein einzigartiges Unikat. Gleich bleibt bei jeder „Dior VIII Grand Bal Pièce Unique Envol“ nur der Durchmesser von 36 Millimetern und das schweizer Automatik-Kaliber „Dior Inverse 11 ½ “ mit einer Gangreserve von 42 Stunden. Topmodisch ist auch das farblich auf die Uhr abgestimmte Lederband mit Metall-Finish.

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Tradition und Innovation- TAG Heuer

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Maskulin und luxuriös, sportlich und zugleich elegant, innovativ und dennoch schlicht – dies sind alles Merkmale für die beliebten Uhren des viertgrößten Luxusuhrenherstellers weltweit – TAG Heuer.
Der Name selbst stammt von Herrn Edouard Heuer, dem Gründer, sowie Techniques d’Avant Garde (kurz: TAG), welche 1985 das Unternehmen aufkaufte.

Jede Uhr von TAG Heuer steht für die lange Tradition, welche von Pionierleistungen und aufsehenerregenden Designs geprägt sind.

Alles begann damit, dass im Jahre 1887 Edouard Heuer den Schwingtrieb entwickelte, den Grundstein für eine präzise Zeitmessung.
Somit wurde TAG Heuer bekannt durch das erste Patent für einen Stoppuhrenmechanismus.
Auch heute noch wird TAG Heuer für die Zeitmessung bei der Formel 1, dem Alpinsport oder auch bei den Olympischen Spielen eingesetzt.
Doch nicht nur diese Neuerung stammte aus dem Hause TAG Heuer, auch der erste Chronograph mit Weltgezeitenanzeige und Zifferblatt für Regatten sowie der erste Quarzchronograph mit Analoganzeige wurden dort entwickelt.

Zudem vertritt jede Menge prominente und hochkarätige Markenbotschafter TAG Heuer, unter anderem Steve McQueen (welchem sogar eine Uhr gewidmet wurde, welche er im Film „Le Mans“ im Jahre 1971 trug), Leonardo Di Caprio oder auch Cameron Diaz.
Selbst US-Präsident trug eine Uhr von TAG Heuer, während seiner Zeit als Senator.

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Schick und elegant: Damenuhren für unter 1000 Euro

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Uhren sind mehr als bloße Zeitanzeiger. Sie sind ein Schmuckstück und ein Statement. Das gilt besonders für mechanische Uhren, die ohne Batterie laufen. Acht Damenuhren, die bestechen.

Junghans Max Bill

Uhren, Damenuhr
Junghans Max Bill Damenmodell Handaufzug 38 Millimeter-Gehäuse Handaufzug mit Milanese-Armband
Mit dem Adjektiv „ikonographisch“ schmücken sich viele Hersteller. Doch auf die Max Bill-Uhr  aus dem Hause Junghans trifft dies auch wirklich ohne jeden Zweifel zu. Seit den frühen 1960er Jahren offeriert die Firma aus dem Schwarzwald-Ort Schramberg dieses Modell mit dem epochemachenden Design, das die Schule des Bauhauses in allen Facetten klar zum Ausdruck bringt. Form follows function. Kein Wunder: Der Schweizer Namensgeber Max Bill war ein gelehrsamer Schüler des Bauhaus-Gründers Walter Gropius. Im Angebot sind Gehäuse mit Durchmessern von 32 bis 38 Millimeter. Die Preise liege zwischen 495 Euro für ein Quarzmodell bis zu 675 Euro für die Handaufzug-Mechanik.

Mido Baroncelli Heritage

Uhren, Damenuhr

Mido Baroncelli Heritage von Mido

Einige edle Finessen der Feinuhrmacherei haben die Macher von Mido in das Modell Baroncelli Heritage eingebaut. Gebläuter Sekundenzeiger und Schrauben sind nicht in den Farbtopf gefallen, sondern bei mehreren hundert Grad auf einem heißen Stein behandelt worden. Mit nur 6,85 Millimeter Gehäusehöhe gehört die Mido zu den flachsten Uhren ihres Segments. Der Durchmesser des polierten Edelstahlgehäuses mit Gold-PVD-Beschichtung beträgt zierliche 33 Millimeter. Angetrieben wird das filigrane Stück von einem Automatikwerk mit einer Gangreserve von 42 Stunden. Das heiß, die Uhr tickt fast zwei Tage lang ohne aufgezogen oder bewegt werden zu müssen. Preis: 980 Euro.

Tissot Chemin des Tourelles Automatic Lady

Uhren, Damenuhr

Tissot Chemin des Tourelles Automatic Lady von Tissot

Die Kombination aus mechanischer Kraft und künstlerischer Anmut vereint die Tissot Chemin des Tourelles. Hinter dem Perlmuttzifferblatt mit 32 Diamanten schlägt ein Automatikwerk, dessen Aufzugsfeder bis zu 80 Stunden präzisen Gang garantiert. Erst danach muss durch beherztes Schütteln die Schwungmasse wieder in Bewegung gesetzt werden. Das filigrane Werk lässt sich durch den Saphirglas-Sichtboden bewundern. Das Edelstahlgehäuse bringt es gerade einmal auf einen Durchmesser von 32 Millimetern. Für den Preis von 995 Euro gibt es auf dem Markt kaum etwas Vergleichbares an uhrmacherisch-mechanischer Leistung.

Hamilton Jazzmaster Open Heart Lady

Uhren, Damenuhr

Hamilton Jazzmaster Open Heart von Hamilton

Eine Perlmutt-Lotusblüte schmückt das Zifferblatt der Hamilton Jazzmaster Open Heart Lady. Die filigrane Schicht ist zudem teilweise durchbrochen, und gibt so den Blick frei auf das Werk. Dort sorgt ein Automatikaufzug mit einer Gangreserve von rund 80 Stunden für den präzisen Gang der Zeit. Mit anderen Worten: Erst nach knapp vier Tagen muss die Uhr wieder aufgezogen werden. Bei aller Opulenz in der Optik kommen die technischen Anforderungen einer modernen Uhr nicht zu kurz. So ist dieses Modell immerhin bis zu fünf bar wasserdicht. Die weiteren Details wie das lindgrüne Lederarmband mit Dornschließe lassen den Preis von 995 Euro als durchaus fair erscheinen.

Longines Prima Luna

Uhren, Damenuhr

Longines Prima Luna von Longines

Von einem zeitlosen Klassiker in der Uhrenwelt kann man getrost bei der Prima Luna aus dem Hause Longines sprechen. Das zierliche Edelstahlgehäuse mit einem Durchmesser von 30 Millimetern erfüllt alle Charakteristika einer Schmuckuhr. Viel kleiner geht angesichts des mit römischen Ziffern und den gebläuten Zeigern ausgestatteten Zifferblatts nun wirklich kaum. Derartige Ziffern und Zeiger gehören übrigens zum Repertoire des seit Jahrzehnten gepflegten Stils vieler Hersteller – teilweise auch von Marken, die wesentlich höhere Preise aufrufen als Longines. Mit dem Preis von 910 Euro für das Quarzmodell rangiert die Marke aus dem Schweizer Jura im unteren Segment, der nach oben beinahe unendlich offenen Skala. Teurer geht fast immer.

Dugena Milanaise

Uhren, Damenuhr

Dugena Die Dugena Milanaise

Die Marke Dugena ist ein echter Klassiker der deutschen Uhrenbranche. Sie feiert 2017 ihr hundertjähriges Bestehen. Milanaise kommt in einem klassischen Look daher ohne alt zu wirken. Auf dem gerade einmal 29 Millimeter großen Gehäuse lässt sich gerade noch die Zeit ablesen. Der Namenszusatz Milanaise verweist auf die Technik der Armbandgestaltung, aus vielen Fäden eine Gitterstruktur zu flechten. Die Goldstadt Pforzheim hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Meisterschaft darin erlangt, derartige Armbänder herzustellen. Für 109 Euro ist die Uhr zu haben.

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Merkmale von wertbeständigen Luxusuhren

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LuxusuhrLuxusuhren von Marken wie Patek Philippe, Rolex oder Jaeger LeCoultre vereinen einzigartige Handwerkskunst, Ästhetik und ausgefeilte Mechanik. Ihre Qualität, ihr Sammlerwert und ihre Funktion als Statussymbol sind unbestritten. Viele sehen im Kauf einer Luxusuhr jedoch auch eine Investition, eine Wertanlage, die zukünftige Rendite verspricht. Genau wie bei luxuriösen Automobilen, unterscheiden sich auch Uhren in ihrer Wertbeständigkeit je nach Hersteller und Modell.
Die Wahrheit ist, nicht alle Luxusuhren sind eine gute Investition. Einige verlieren bereits beim Verlassen des Juweliergeschäfts an Wert, manche halten ihren Wert und wieder andere können ihren Wert über die Zeit steigern. Viele Faktoren bestimmen, ob eine Luxusuhr eine lohnende Investition oder reiner Gebrauchsgegenstand ist. Hier sind fünf Tipps, die Ihnen helfen, wertbeständige Uhren zu identifizieren:

1. Material

Ist die Uhr auch unabhängig von ihrem Hersteller wertvoll? Was passiert, wenn Sie das Markenzeichen abziehen? Ein einfacher Weg zu bestimmen ob eine Uhr auch ohne die Verbindung zu seinem Hersteller wertvoll ist, kann sein, wenn sie aus hochwertigen Materialien wie Edelmetallen oder Diamanten verarbeitet ist.

2. Die Qualität der Handwerkskunst

modern watch isolated on a white background

Die Komplexität und der Zeitaufwand, der aufgebracht wurde, um eine Uhr herzustellen, sind gute Indikatoren für ihren Charakter als Investitionsgut. Besitzt die Uhr zusätzliche Funktionen wie z.B. einen ewigen Kalender? Wurde die Uhr über die Zeit durch Ingenieursarbeit, Prototypen und Handarbeit perfektioniert?

3. Die Uhr als Kunstwerk

Luxusuhren sollten neben hohem technischem Anspruch auch tragbare Kunst darstellen. Achten Sie auf Qualität von Gravuren, Emaillierung oder die Verarbeitung von Edelsteinen.

4. Vorgeschichte

Es kommt vor, dass beim Wert einer Uhr andere, vom Produkt unabhängige Faktoren relevant sind. Beispielsweise kann die Uhr einer Berühmtheit oder historisch relevanten Person gehört haben oder besonders selten produziert worden sein.

5. Bekanntheitsgrad des Herstellers

Handelt es sich um eine große Marke oder um einen kleinen, weniger bekannten Hersteller? Häufig sind Uhren kleinerer Manufakturen weniger gefragt und bieten daher auf dem sekundären Markt nicht die gleiche Wertbeständigkeit.

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Royal Oak Ewiger Kalender: Rückkehr des Gelbgold

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1972 wurde die Herrenuhr Royal Oak erstmals präsentiert und löste damit eine kleine Revolution aus. Sie war die erste echte Luxusuhr, die aus Edelstahl hergestellt wurde. Zudem war ihr Design mit der achteckigen Lünette mehr als ungewöhnlich, man könnte gar sagen, eigenwillig.

Mit einer Edelstahlversion kann heute kein Luxusuhrenhersteller mehr überraschen, und auch Modelle aus Keramik, Platin und Carbon gibt es schon zuhauf. Nun also die Rückbesinnung auf das klassischste Uhrenmaterial überhaupt: Gelbgold.

Gelbgold strahlt und glänzt besonders intensiv und gleichzeitig warm, gilt seit jeher als Symbol für Macht und Reichtum. Je reiner das Gold, also je mehr Karat es hat, desto höherwertig ist es. Gehäuse (41 Millimeter Durchmesser) und Armband der neue Royal Oak Ewiger Kalender bestehen aus edlem 18 Karat Gelbgold, was Gold 750 beziehungsweise einem Goldanteil von 75 Prozent entspricht. Selbstverständlich weist die goldene Lünette der neuen Royal Oak Ewiger Kalender die für das Modell typischen acht Ecken und die acht Schrauben auf.

Blaues Zifferblatt

Das Zifferblatt der Audemars Piguet Royal Oak Ewiger Kalender ist blau und mit „Grande Tapisserie“ Muster versehen. Die aufgesetzten Indexe bestehen aus Gelbgold. Auf einem Hilfszifferblatt bei zwölf Uhr sind die Monate ablesbar, auf jenem bei drei Uhr die Tage, auf jenem bei neun Uhr der Wochentag. Das Hilfszifferblatt bei sechs Uhr zeigt den astronomischen Mond an. Sogar Schaltjahre berücksichtigt der Ewige Kalender.

Preis der Royal Oak Ewiger Kalender in Gelbgold

In der neuen Royal Oak Ewiger Kalender von Audemars Piguet arbeitet das neue Automatik-Kaliber 5134, das durch den Saphirglasboden sichtbar ist. Die Gangreserve beträgt rund 40 Stunden. Auf der SIHH in Genf (18. bis 22. Januar 2016) wird die Uhr dem Publikum vorgestellt. Preis (UVP): 93.600 Euro. Mitgeliefert wird eine Schatulle mit integriertem Uhrenbeweger.

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FUNDSTÜCKE: WAS GEHT AUF EBAY?! – GLASHÜTTE SPEZICHRON

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Wenn es an der Tür klingelt und der Postbote einem das mit Spannung erwartete ebay-Fundstück überreicht… Genau das ist eben passiert. Im Paket war die Uhr, die Ihr oben seht: eine Glashütte Spezichron. Und da ich ohnehin vorhatte, heute einen Fundstück-Freitag zu schreiben, nehme ich die Uhr einfach mal als Tipp mit auf.

Aber der Reihe nach. Wie immer gilt: Wer nicht lange lesen möchte – hier geht es direkt zu den Uhren des heutigen Fundstück-Freitags (ebay-Partnerlink).

Und wer damit noch gar nichts anfangen, hier geht es zur ersten Ausgabe mit einigen Erläuterungen.

Glashütte Spezichron 11-27

Mein ebay-Fundstück der Woche: Glashütte Spezichron (11-27)

Dass man für eine (Vintage-) Glashütte nicht viel Geld ausgeben muss, hatte ich ja schon einmal in diesem Artikel geschrieben. Und wie Ihr seht, halte ich mich an meine eigenen Tipps – und kaufe selbst, was ich empfehle 🙂
Zugegeben, diese Glashütte Spezichron hat ein wenig gelitten: Das Chrom am Messinggehäuse und das Plexiglas tragen einige Spuren. Dafür machen aber das Automatikwerk und das Zifferblatt einen guten Eindruck – letzteres sogar einen sehr guten. Und genau darauf kam es mir an. Denn die Zifferblattfarbe, die sich je nach Lichteinfall verändert, ist einfach der Hammer! Mal gelblich bis orange, mal rötlich bis dunkelbraun – oder irgendetwas dazwischen. Einfach herrlich! Und mit ein wenig Aufwand sollte sich diese Uhr wieder in einen schönen Zustand versetzen lassen. Und was den Preis angeht: Nun, ich habe unter 100 Euro für diese Uhr bezahlt. Ziemlich fair für eine Glashütte, oder?

Noch ein Hinweis: Die Spezichron stammt noch aus der DDR-Zeit und war laut Bodenprägung ein „Ehrengeschenk“ – das gilt für die meisten Uhren, die auf ebay angeboten werden. Wer sich am „politischen Aspekt“ stört: Es gibt auch Uhren bzw. Varianten ohne diese Prägung. Auf der anderen Seite: Es gehört nun mal zur Geschichte dazu – und die Uhr ist damit ein echter Zeitzeuge. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Hier noch einige weitere Informationen zu dieser Uhr auf glashuetteuhren.de.

Doch genug von der Glashütte Spezichron – kommen wir nun zu den weiteren ebay-Fundstücken dieser Woche (ebay-Partnerlink – ebenso alle folgenden):

Mit dabei sind dieses Mal: Selbstverständlich mehrere Sinn-Uhren – darunter zwei Sinn 144  und eine sogenannte Nabo (Navigationsborduhr) für Flugzeuge (eine der beiden Sinn 144 liegt sogar noch unter 700 Euro und geht in wenigen Stunden weg). Eine Omega Speedmaster Mark II mit Racing Dial, die zwar gut „gerockt“ und ohne Originalarmband ist – dafür aber offenbar noch das Original-Zifferblatt und die Original-Zeiger hat. Eher selten. – Dann eine etwas ältere Fliegeruhr von Fortis. Hier hat es mich ein wenig erstaunt, dass diese Uhren recht „günstig“ auf ebay weggehen – irgendwo zwischen 250 und 350 Euro. Finde ich für eine Schweizer Pilotenuhr mit Automatikwerk ETA 2824-2 jetzt nicht so teuer…
Wer hingegen Lust auf eine goldene Vintage-Uhr hat, für den könnte diese Omega Geneve etwas sein. Sie liegt aktuell bei 147 Euro. Da goldene Uhren derzeit nicht so beliebt ist, kann man hier vielleicht noch ein Schnäppchen machen. – Und dann hat der deutsche Uhrmacher Kemmner (aka erkahund) wieder einige seiner Uhren online – immer einen Blick wert.

Glashütte Spezichron 11-27

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GELDANLAGE VINTAGE-UHREN

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Mojo aus Glashütte. – Die 60er Jahre waren ziemlich bunt. Und das ist auch die neue Kollektion, die Glashütte Original unter dem Namen Sixties Iconic vor wenigen Tagen angekündigt hat. Als ich die ersten Bilder der neuen Modelle mit ihren farbenfrohen Zifferblättern sah, dachte ich: „Moment, die kennst Du doch.“.

Das liegt zum einen natürlich daran, dass es sich bei diesen Uhren um eine Neuauflage der Glashütte Spezimatic aus DDR-Zeiten handelt, zum anderen aber auch daran, dass ich selbst mal vor einigen Jahren eine Vintage-Glashütte gekauft habe, die eine beachtliche Ähnlichkeit zu einer dieser neuen Uhren aufweist. Zumindest, was das extravagante und von Rot zu Gelb changierende Zifferblatt angeht.

Und  im Vergleich dazu das Zifferblatt meiner alten Glashütte Spezimatic (GUB 75). Man sieht sehr schön, wie – je nach Lichteinfall und Lichtquelle – das Zifferblatt immer ein wenig anders schimmert.

60er Jahre Design-Ikone ab 100 Euro?

Und damit sind wir auch schon bei dem Thema Vintage-Uhren als Geldanlage. Beziehungsweise meinem Tipp, den ich Euch mitgeben möchte. Er lautet: Kauft Euch eine Glashütte. Wer das Geld hat und ohnehin ausschließlich auf neue Uhren steht, der kann natürlich zu einer Glashütte Sixties greifen. Eine gute Wahl – die allerdings auch ein paar Tausend Euro kostet.

Wer etwas weniger Geld ausgeben und im dreistelligen Bereich bleiben möchte, dem rate ich zu einer Vintage Glashütte oder auch GUB. Diese Abkürzung steht für nichts anderes als „Glashütter Uhrenbetriebe“. So hieß der Volkseigene Betrieb (VEB) während der DDR-Zeit und ist auch auf den Zifferblättern älterer Uhren zu finden (bis 1964). Spätere Modelle tragen den wesentlich schöneren und auch heute noch verwendeten Glashütte-Schriftzug.

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