Diese Swatch-Uhr ist eine Investition! Heute 150 Euro, morgen 1.500 Euro wert

Ich kann mich noch ganz genau an meine erste Armbanduhr erinnern. Das war eine türkisfarbene Kinderuhr von Swatch mit den zwei Figuren Flik und Flak als Uhrzeiger. Ach, da kommen Erinnerungen hoch.

Aber nicht nur die Kinderuhren des Schweizer Konzerns haben sich in mein Gedächtnis gebrannt. Die fröhlichen bunten Plastikuhren waren in den 80er und 90er-Jahren auch bei Erwachsenen extrem begehrt. Die hochwertigeren Chronographen und Uhren mit Lederbänder der Schweizer Uhrenmarke zieren nach wie vor viele Handgelenke.

Was aber die wenigsten wissen: Mit Swatch-Uhren kann man auch richtig reich werden.

Bei Swatch herrscht in diesem Sommer Farbalarm.

Reich dank Swatch-Uhr: So klappt’s

Immer wieder werden von Swatch limitierte Sondereditionen herausgebracht. So auch im Zuge der diesjährigen Internationalen Kunstausstellung „La Biennale di Venezia“. Und wenn gute Kunst mit den Jahren an Wert gewinnt – warum sollte das nicht auch eine kunstvolle Uhr?

Der britische Künstler Ian Davenport hat die farbenfrohe Uhr designed, die mit den bunten Streifen stark an seine gemalten Kunstwerke erinnert. Die „Swatch Art Special WIDE ACRES OF TIME“ gibt es in der limitierten Auflage von 1.966 Stück – übrigens ein sehr süßes Detail, denn der Künstler ist im Jahr 1966 geboren.

So sieht die limitierte Swatch zur Biennale 2017 aus

Ian Davenport hat seine bunten Streifen-Kunstwerke  auf Uhrenband und Ziffernblatt der limitierten Swatch-Uhr gepackt.

Der Künstler steht vor seinem grossen Werk und trägt sein kleines Werk am Handgelenk.

Die Sonderedition der Swatch-Uhr ist für 150 Euro erhältlich – eine Investition, die sich wirklich lohnen kann. Denn: Die Edition, die im Rahmen der Biennale Arte 2015 von der Künstlerin Jana Vasconcelos entworfen wurde, hat ihren Wert mittlerweile mehr als verfünffacht. Unter Sammlern wird die Uhr für fast 1.500 Euro gehandelt!

Die Swatch-Sonderedition der Biennale 2015 hat eine enorme Wertsteigerung hinter sich.

Also, wenn das kein guter Grund ist, in eine der limitierten Swatch-Uhren zu investieren, wissen wir auch nicht. Und ein farbenfroher Hingucker am Handgelenk ist sie auch noch!

Die „Swatch Art Special WIDE ACRES OF TIME“ ist ab 12. Juni in ausgewählten Swatch-Stores erhältlich. In Deutschland wird es sie in Hamburg, Frankfurt, Berlin (Ku’damm), München (Marienplatz) und Köln geben. Auch im Swatch-Online-Store gibt’s die Uhr ab 12. Juni. An allen Verkaufsstellen gilt aber: Nur so lange der Vorrat reicht. Wer eine der Uhren ergattern möchte, sollte also schnell sein!

Wer hingegen lieber in Handtaschen investieren möchte: Das sind die aktuellen It-Bags, die eine echte Wertanlage sind.

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Diamant – Uhren-Werkstoff der Zukunft?

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Diamant ist der härteste Stoff überhaupt. Sein Name leitet sich von den griechischen Wörtern “diaphainein”=”durchscheinen” und “adámas” = “Der Unbezwingbare” ab. Zunächst reines Faszinosum der Natur, gelang es in den 1950er Jahren erstmals, Diamanten bei hoher Temperatur und mit sehr starkem Druck synthetisch herzustellen. Mittlerweile wurden weitere Verfahren entwickelt künstliche Diamanten zu schaffen, wozu auch die chemische Gasphasenabscheidung (engl. chemical vapour deposition, CVD) gehört, die in den 1980er Jahren entdeckt wurde.

Uhrenbauteile aus Diamant? Die Wissenschaft macht’s möglich!

Erstes_Diamant_Zahnrad_in_UhrwerkDiese Technik macht sich die Gesellschaft für Diamantprodukte (GFD) unter Leitung der Ulmer Forscher Peter Gluche und André Flöter zunutze, um kleinste Werkteile aus Diamant präzise in gewünschte Formen zu bringen: 2002 wurde so die erste Dual-Direct-Hemmung aus Diamant für das Uhrenunternehmen Ulysse Nardin hergestellt.* Die Vorteile? Neben seiner Härte ist Diamant auch noch um die 25 Prozent leichter als Titan, das bereits mit einem besonderen Federgewicht aufwartet. Dazu kommen die kaum vorhandenen Reibeverluste: Treffen zwei Diamantflächen aufeinander, liegt die Reibung selbst ohne Schmiermittel nur bei 20 Prozent derjenigen zwischen Stahl und synthetischem Rubin.

 
Die Vorteile des diamantenen Werkstoffs überzeugten offensichtlich auch Ulysse Nardin. Nach ersten Proben mit dem Testobjekt ging das Uhrenhaus eine langjährige Zusammenarbeit mit der GFD ein: Noch im Jahr 2002 stattete Ulysse Nardin erste Zeitmesser mit den exklusiven Bauteilen aus. Die Serienproduktion ließ und lässt jedoch noch auf sich warten – bei all seinen Vorteilen ist Diamant dennoch ein sehr teurer Werkstoff.
Auch aus diesem Grund war der erste frei verkäufliche Zeitmesser mit Diamantspirale – die Freak Diamond Heart – vermutlich nur auf 100 Stück limitiert; eine Tatsache, die den ohnehin begehrenswerten Zeitmesser noch interessanter macht. Tatsächlich verdient die Uhr den Namen “Freak”, wenn man darunter die kunstvolle Andersartigkeit versteht, die ihn von allen anderen Uhren abhebt. Denn der Zeitmesser mit dem Herzen aus Diamant kehrt sein Innerstes nach außen: Die Mechanik des Uhrwerks zeigt sich unmittelbar auf den Ziffernblatt, sodass die nahezu transparenteDiamant_Zahnrad_Haar Unruh-Spirale aus Diamant bei ihrer wichtigen Aufgabe beobachtet werden kann. Statt der üblichen Zeitanzeige mit Zeigern aus der Mitte nutzt Ulysse Nardin die Dual-Direct-Hemmung zweckentfremdet als Zeiger. Wer die Freak Diamond Heart am Handgelenk trägt, kann das Kaliber UN-201 bequem bei der Arbeit betrachten, was den besonderen Reiz der Uhr ausmacht. Natürlich sorgte die Lancierung der besonderen Uhr für Furore. Trotz ihres hohen Preises war sie schon bald darauf ausverkauft.

Diamant – Werkstoff der Superlative

Ulysse_Nardin_Freak_Diamond_SilUm die Vorteile des Werkstoffs Diamant zu nutzen und zugleich die Produktionskosten zu senken, haben die Entwickler in der Zwischenzeit natürlich geforscht, was das Zeug hält. Die Lösung war schnell gefunden: Sie nahmen Bauteile aus dem bewährten Silizium und beschichteten es mit einer nano-kristallinen Schicht aus Diamant. Die DCS-Technologie (Diamond Coated Silicon) wurde von der Schweizer Sigatec SA in Sion in Zusammenarbeit mit der Ulmer GFD entwickelt und von Ulysse Nardin erworben. Um beschichteten Bauteilen die positiven Eigenschaften von Diamant zu verleihen, reicht bereits eine Tausendstel Millimeter dünne Schicht aus Diamantkristallen.
Das Ergebnis war erneut eine limitierte Uhrenreihe und zwar die Freak DiamonSil. Sie wurde im April 2007 als weltweit erste Uhr mit diamantbeschichteten Hemmbauteilen eingeführt.

 

Hinter der gefeierten Methode stecken viele Jahre intensiver Entwicklungsarbeit. Ursprünglich wurde der Trockenätzprozess, der dazu dient Silizium mit Diamant zu beschichten bereits in den 1990er Jahren von Ingenieuren der Robert Bosch GmbH entwickelt und als Deep Reactive Ion Etching (DRIE) benannt. Die Verfahrenstechnik ist jedoch extrem aufwendig, teuer und unterteilt sich in zahlreiche unterschiedliche Produktionsschritte. Voraussetzung sind die lithographische Vorstufe, Ätzanlagen für die Produktion der Siliziumteile und ein Reaktor zur Diamantbeschichtung. Doch was tut man nicht alles für glatte und reibungsarme Oberflächen, die die positiven Eigenschaften des Diamanten teilen?
Ulysse_Nardin_Freak_Diamond_Sil_Bei dem hohen Zeit- und Kostenaufwand wird es jedoch vermutlich noch Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern, bis sich Diamant als Werkstoff in Uhren durchgesetzt hat – wenn es überhaupt jemals der Fall sein wird. Bis dahin freuen wir uns weiterhin an der Schönheit des „girl’s best friend“ – eigentlich ist der begehrenswerte Schmuckstein ohnehin viel zu schade, um in einem Uhrwerk verborgen zu liegen. Bei watch.de gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Beziehung zu dem härtesten aller Steine einzugehen. In unserem Diamantenkonfigurator können Sie z. B. Ihr Wunschschmuckstück – ob Ring, Anhänger oder Ohrstecker – selbst individuell gestalten. Darüber hinaus bieten wir zahlreiche Uhren mit erlesenem Diamantenbesatz. Schauen Sie einfach einmal rein und überzeugen sich selbst. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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SPORTLICH, SPORTLICH! MIT DIESEN VIER BRONZE-BOLIDEN KANN MANN BERUHIGT BADEN GEHEN

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BRONZE BEKOMMT PATINA. UND GENAU DAS MACHT ARMBANDUHREN MIT GEHÄUSEN AUS DIESEM MATERIAL FÜR VIELE INTERESSANT

 
Bronze, das archaisch anmutende Material, polarisiert. Man mag es, oder man kommt gar nicht damit klar. Manche fasziniert, andere stört die zwangsläufig einsetzende Alters-Patina, welche dem Gehäuse im Laufe der Zeit eine sehr individuelle Note verschafft, aber in manchen Augen auch schmutzig wirkt. Mit geeignetem Putzmittel und nicht sonderlich viel Aufwand lässt sich der ursprüngliche Zustand problemlos wieder herstellen. Zu bezweifeln ist deshalb, ob Bronze ein echtes Trendmaterial wird. Aber immer mehr Marken versuchen sich daran. Und erfolgreiche Bronze-Akteure wie Anonimo, Panerai oder Zenith bleiben dem „goldig“ wirkenden Werkstoff am Ende auch treu. Sicher ist jedoch, und ich werde an dieser Stelle selbstverständlich berichten, dass im Laufe der kommenden Monate weitere Bronze-Armbanduhren auf der Bildfläche erscheinen werden. Zwei habe ich unter dem Siegel der Verschwiegenheit schon sehen dürfen. Sie haben, so viel sei verraten, etwas mit dem sächsischen Uhrenmekka Glashütte zu tun. Es bleibt spannend.
 Als Panerai 1997 unter das Dach des Richemont-Konzerns schlüpfte, blieben in Florenz einige Gehäuse-Spezialisten zurück. Sie stellte die nun brach liegende Kompetenz dem neuen Label „Anonimo“ zur Verfügung und machten Bronzegehäuse zu einer seiner Spezialitäten. Die in Italien gegründete, mittlerweile jedoch in der Schweiz domizilierende Marke präsentierte 2006 ihre „Nautilo“. Deren Entwurf geht auf den italienische Marine-Ingenieur Dino Zei zurück, der einige Jahre lang auch für Panerai verantwortlich gezeichnet hatte. Das kissenförmige Gehäuse sowie die Krone bei „4“ sind auch der Neuinterpretation zu Eigen. Die 44 Millimeter große, bis 20 bar wasserdichte Taucherschale mit einseitig rastender Keramik-Drehlünette in ausdruckstarkem Blau lässt Anonimo aus einer rötlich wirkenden Aluminiumbronze-Legierung, den Boden aus antiallergischem Titan produzieren. Strahlend Blau tritt auch das Zifferblatt in Erscheinung. Das Messen und Anzeigen der unter Wasser besonders kostbaren Zeit obliegt dem robusten Kaliber SW200-1 von Sellita. Die Gangautonomie des Automatikwerks liegt bei etwa 38 Stunden. Preis 2.790 Euro.

Anonimo Nautilo Bronze, 2.790 Euro

 „Die neuzeitlichen Verkehrsmittel lassen die Welt mit jedem Tag kleiner werden, und wer nicht auf allen bedeutenden Märkten gleichzeitig aktiv auftritt, hat den Traum ausgeträumt, zu den führenden Marken zu gehören.“ Diese Erkenntnis stammt von Dr. Rudolf Schild-Comtesse, dem längst verstorbenen Inhaber der Uhrenmanufaktur Eterna. Zu seinem Credo passt die Kooperation mit Thor Heyerdahl und seiner fünfköpfigen Crew, welche 1947 mit einem prähistorischen Floß aus Balsastämmen von Callao, Peru, zu den Polynesischen Inseln segelten. Nach rund 8.000 Kilometern stieß die „KonTiki“ gegen ein Riff. Mit diesem abenteuerlichen Trip hatte der Forscher nachgewiesen, dass die Besiedlung Polynesiens einst auf dem Seewege von Südamerika aus erfolgt sein musste. Während der 101-tägigen Seereise blickte das Team auf spezielle Eterna Armbanduhren. An eine Serienproduktion dachte freilich noch niemand. Erst 1958 brachte die „KonTiki 20“ mit dem hauseigenen Rotorkaliber 1424UD. Ihre Edelstahl-Schale widerstand einem Wasserdruck von 20 bar. Und sie war wirklich dicht. Auch nach zwei Jahren auf dem Grund des Genfer Sees und nach glücklicher Bergung funktionierte ein verlorenes Exemplar weiterhin einwandfrei. An den legendären Pazifik-Trip vor genau 70 Jahren erinnert die neue Eterna „KonTiki Bronze Limited Edition“. Das Zifferblatt mit markanten Dreieck-Indexen hält die Vergangenheit wach. Der einseitig rastende und speziell indexierte Glasrand eröffnet Tauchern, wie lange sie sich ohne Dekompressionsstopps in einer gewissen Tiefe aufhalten können. Wie einst reicht die Wasserdichte der 44-Millimeter-Bronzeschale auch heute bis zu 20 bar Druck. Im Inneren vollzieht die Unruh des Manufakturkalibers 3902A mit Kugellagerrotor und 65 Stunden Gangautonomie stündlich 28.800 Halbschwingungen (Frequenz vier Hertz). Nach 300 Exemplaren ist Schluss mit dieser markanten Armbanduhr, welche zu haben ist für 2.990 Euro.

Eterna KonTiki Bronze Manufaktur – 2.990 Euro

 Den Bronze-Vogel schlechthin schossen die Officine Panerai ab. Zum Genfer Uhrensalon SIHH 2011 lancierte die Manufaktur mit starken italienischen Wurzen exakt 1.000 Exemplare der PAM 382Bronzo“. Die Edition, Stückpreis 7.600 Euro war im Handumdrehen vergriffen. Wer ein Exemplar ergattern konnte, durfte sich ausgesprochen glücklich schätzen. Inzwischen zahlt man dafür mehr als Dreifache. Als Panerai 2014 eine zweite „Bronzo“ Gestalt der Referenz PAM 507 mit zusätzlicher Gangreserveindikation auf den Markt brachte, regte sich zunächst Protest. Doch die ebenfalls tausend Stück verkauften sich für jeweils 9.900 Euro wiederum wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch hier kletterte der Zweitmarkt-Preis unverzüglich auf ein Mehrfaches. Also unternimmt das Richemont-Mitglied 2017 einen dritten Anlauf mit der neuen „Luminor Submersible 1950 3 Days Automatic Bronzo“, Referenz PAM00671. Ihre Schale mit einseitig rastender Drehlünette widersteht dem Druck des nassen Elements bis zu 30 bar. Das durch sie geschützte Automatikkaliber P.9010 mit Sekundenzeiger bei „9“ und Fensterdatum bei „3“ läuft 72 Stunden am Stück. Eine hilfreiche Besonderheit des Uhrwerks: Unabhängig vom Minutenzeiger schrittweise vor- oder rückstellbarer Stundenzeiger. Dieses Feature erleichtert Globetrottern das Umstellen der Zeit bei Fernflügen ganz erheblich. Blau, den Trend unserer Tage greift das Zifferblatt mit Leuchtmarkierungen auf. Mit rund 14.000 Euro ist Mann dieses Mal bei einem Panerai-Konzessionär dabei, sofern er dort überhaupt eine bekommt.

 

Panerai Bronzo III 2017 – Referenz PAM00671 – 14.000 Euro

Als echtes Bronze-Manifest versteht sich der „Pilot Extra Special Chronograph“ von Zenith. Mit seinem 45-Millimeter-Bronzegehäuse verkörpert er einen Komparativ zum gleich großen „Pilot Type 22 Extra Special“, dessen Schale aus dem gleichen Material besteht, aber das hauseigene Automatikkaliber Elite 679 schützt. 2017 stattet Zenith die legendäre Fliegeruhr erstmals mit einem Chronographenwerk aus. Wer Zenith ein wenig kennt, vermutet sofort, dass es sich um ein flinkes „El Primero“-Kaliber aus eigener Manufaktur handelt. Flink deshalb, weil die Unruh stündlich 36.000 Halbschwingungen oszilliert. Jene fünf Hertz Frequenz gestatten dem Besitzer Stoppvorgänge auf die Zehntelsekunde genau. Mit dieser Annahme hinsichtlich des verbauten Uhrwerks liegt man nicht falsch. Konkret beseelt das 30 Millimeter große Rotor-Kaliber 4069 den zeitschreibenden Bronze-Boliden, welchen die Uhrmacher in Le Locle aus 254 Komponenten montieren. Seine Gangautonomie beträgt beruhigende 50 Stunden. Abtauchen kann Mann mit dieser Flieger-Armbanduhr übrigens auch; und zwar bis zu hundert Meter in die Tiefen des Meeres. Über dem Zifferblatt mit ausdruckstarker SuperLumiNova-Indexierung wölbt sich ein kratzfestes Saphirglas.  Ans Faktum, dass Zenith zu den ersten Fabrikanten funktionaler Höhenmesser sowie Borduhren für Flugapparate der zivilen und militärischen Luftfahrt zählte, erinnern zusätzliche Signaturen: „Pilot“ und „Montre d’Aéronef“. 7.500 Euro.

AUTOMATIKKALIBER „POWERMATIC 80“ – 80 STUNDEN AM STÜCK

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DAS AUTOMATIKKALIBER ETA C07.111, BESSER BEKANNT ALS „POWERMATIC 80“, FINDET SICH IN ARMBANDUHREN VON CERTINA UND TISSOT. HAMILTON VERBAUT EINE MODIFIZIERTE VERSION.

Zuverlässige Mechanik mit langer Gangautonomie muss nicht zwangsläufig teuer sein. Möglich machen es die Techniker und Uhrmacher des Schweizer Rohwerkegiganten ETA. Allerdings mussten sie ihren Job nicht bei Null beginnen. Mit dem ETA 2824-2 besaßen sie eine gleichermaßen robuste wie zuverlässige und auch präzise Plattform für weiterführende Arbeiten. Besagtes Automatikkaliber hatte irgendwann im Jahr 1971 nach ausgiebiger Erprobung einen Einstand gegeben.

Weder zeichnete es sich durch besondere Raffinesse noch durch bemerkenswert flache Bauweise aus. Stattdessen wartete die ETA im Angesicht der Quarz-Revolution mit einem anspruchslosen mechanischen „Arbeitstier“ auf. Seine Merkmale:

  • Durchmesser 11½ Linien oder 25,6 Millimeter
  • Bauhöhe 4,6 Millimeter
  • drei zentrale Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden
  • Datum mit Schnellschaltung
  • beidseitig wirkender Kugellagerrotor mit Klinkenrad-Wechsler
  • Stoppsekunde
  • Glucydur-Unruh mit autokompensierender Nivarox-Flachspirale
  • 28.800 Halbschwingungen pro Stunde
  • Etachron“ Exzenter-Feinregulierung für den Rücker
  • 25 funktionale Steine
  • ca. 38 Stunden Gangautonomie
ETA 2824-2 vs ETA C07.111 Powermatic 80

Links das Automatikkaliber ETA 2824-2, rechts das ETA C07.111 „Powermatic 80“

©FOTOS: ETA UND TISSOT, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Natürlich hat man bei der ETA unterdessen nicht geschlafen. Bei der vorläufig letzten Evolutionsstufe des ETA 2824 handelt es sich jedoch um eine sehr exklusive Angelegenheit. Besser bekannt ist das 2012 lancierte ETA C07.111 als „Powermatic 80“. Der Name ist Botschaft, denn er signalisiert eine beachtliche Gangautonomie von 80 Stunden für den aus 143 Bauteilen assemblierten Mikrokosmos mit nur noch 23 funktionalen Steinen.

Logischerweise können selbst die kompetentesten Ingenieure eherne Mechanik-Gesetze nicht auf den Kopf stellen. Aber mit viel Detailarbeit und einigen Kunstgriffen gelang es ihnen, die die Kraftreserven quasi zu verdoppeln. Unter anderem konsumiert der Gangregler und dort speziell die Hemmung einen großen Teil der zugeführten Energie allein für sich selbst. Schuld ist die inhärente Reibung. Selbige konnten die Techniker bei der Eta und der Schwester Nivarox-FAR durch friktionsarmes Synthetik-Material spürbar reduzieren. Die üblichen Palettensteine im Anker wurden obsolet, der Ölbedarf deutlich gemindert. Dass mit langsamerer Fahrt ein niedriger Spritkonsum einhergeht, weiß jeder Autofahrer. In diesem Sinne erfuhr die Unruhfrequenz eine Absenkung von vier auf drei Hertz. Jede Stunde vollziehen die Unruh und ihre Spirale also nur noch 21.600 Halbschwingungen. Eine erstaunlich gute Ganggenauigkeit wird durch eine neue Unruh mit variablem Trägheitsmoment erreicht. Die aktive Länge der Unruhspirale bleibt unangetastet. Den problembehafteten Rückermechanismus mit jenem „Schlüssel“, welcher auf die Spirale einwirkt, sucht man beim ETA C07.111 vergebens. Bleibt schließlich das Federhaus. Ein geringerer Durchmesser der zentralen Welle schafft Platz für eine längere Zugfeder höherer Effizienz. Das 2008 für Nivarox patentierte „Elinflex“ ist gut für zusätzliche zehn Stunden Gangautonomie.

Tissot Luxury Automatic Gent COSC

Tissot Luxury Automatc Gent COSC

©FOTOS: TISSOT, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Den besten Beleg für die Leistungsfähigkeit des „Powermatic 80“ liefert ein 15-tägiger Aufenthalt bei der Schweizer Chronometerkontrolle COSC. Das einzuhaltende Zeit-Delta zwischen täglich maximal minus vier und plus sechs Sekunden stellt für dieses Uhrwerk – Präzisions-Regulierung vorausgesetzt – kein sonderliches Problem dar. Den Beweis trat Tissot als Erstnutzer dieses Uhrwerks schon 2012 an. Die „Luxury Automatic COSC“ begleitete ein amtliches Chronometerzeugnis. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Erhältlich für 935 Euro mit Leder- und 980 Euro mit Metallband.

Tissot Chemin des Tourelles und Tissot PRS 560 Powermatic 80

links Tissot „Chemin des Tourelles Powermatic 80“,  rechts Tissot „PRS 516 Powermatic 80“.

©FOTOS: TISSOT

Aktuell gibt es bei Tissot weitere Modelle mit diesem Ausdauer-Kaliber. Sportlich und wasserdicht bis 10 bar Druck präsentiert sich die 42 Millimeter große „PRS 516 Powermatic 80“. Mit Kautschukband kostet sie 860 Euro. In die Kategorie „elegant“ fällt die Tissot „Chemin des Tourelles Powermatic 80“ für 745 Euro mit Stahlgehäuse. Die Variante mit Metallband und goldfarbener PVD-Beschichtung ist für 910 Euro wohlfeil.

Certina DS-1 Powermatic 80

Certina „DS-1 Powermatic 80“ in verschiedenen Ausführungen

©FOTOS: CERTINA

DS steht bei Certina seit 50 Jahren für Doppelte Sicherheit. Die 1888 gegründete Marke offeriert zum einen nostalgisch anmutende Standardmodelle der „DS-1 Powermatic 80“ in verschiedenen Versionen. Stahl mit Lederband 640 Euro, Stahl mit Stahlband 680 Euro und Bicolor für 785 Euro.

Certina DS-1 Powermatic 80 Himalaya Edition

Certina „DS-1 Powermatic 80 Himalaya Edition“, unten links ein Original aus den 1960-er Jahren

©FOTOS: CERTINA, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Zur Erinnerung an die 1960er Jahre, als das Originalmodell einige Bergsteiger auf ihrem Weg zu den weltweit höchsten Berggipfeln begleitete, hat Certina eine Sonder-Edition aufgelegt. Auf dem Zifferblatt und der Krone findet sich das historische „Doppel-C“-Logo. Auf dem Sichtboden findet sich eine Gravur des Bergpanoramas mit der Inschrift „Dhaulagiri, 8167 m, 1960“. Diese Edelstahl-Uhren sind nicht limitiert. Sie kosten mit Lederband 690 Euro oder mit Stahlband 720 Euro. Die Wasserdichte reicht bei allen DS-1-Modellen bis zu zehn bar Druck.

Hamilton Khaki Field Auto und Hamilton Pan-Europ Day-Date

links: Hamilton „Khaki Field Auto“, rechts:  Hamilton „Pan-Europ Day-Date“

©FOTOS: HAMILTON, GRAFIK: GISBERT L. BRUNNER

Dritter im Weiterentwicklungs-Bund des ETA 2824-2 ist Hamilton. Dieses Swatch-Group-Mitglied legt aber ausdrücklichen Wert auf die Feststellung, dass sein Kaliber H-10 zwar grundsätzlich über die gleichen Eigenschaften, aber nicht über Kunststoff-Komponenten verfügt, sondern konventioneller Bauweise gehorcht. Daher besitzt dieses Automatikwerk mit 80 Stunden Gangautonomie auch wieder 25 funktionale Steine. Es findet sich beispielsweise in der stählernen „Khaki Field Auto“ im Fliegeruhren-Look, Preis 695 Euro. Die Schwester H-30 mit Datums- und Wochentagsindikation basiert auf dem Automatikkaliber Eta 2834-2. Es beseelt unter anderem die „Pan-Europ Day-Date“ für 995 Euro.

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Auf der Suche nach der perfekten Uhr?

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Es gibt zwischen den verschiedenen Typen von Uhren erhebliche Unterschiede. Wenn Sie auf der Suche nach Ihrer perfekten Uhr sind, sollen Sie die wichtigsten Unterschiede kennen, so dass Sie erfolgreich Ihre neue Uhr kaufen können. Wie bei der Suche nach dem perfekten Partner kann auch die Suche nach der perfekten Uhr langwierig sein. Damit Sie nicht verzweifeln müssen, haben wir für Sie einige Tipps, mit denen die Suche einfacher wird. Sie erfahren dabei, welche Uhr zu Ihrem Stil passt und wie die von Ihnen gesuchte Uhr überhaupt tickt. Besonders dann, wenn Sie noch nicht genau wissen, welche Uhr Sie wirklich suchen, können Sie sich von unseren Modellen aus den aktuellen Trends inspirieren lassen und beim Stöbern die Zeit ganz schnell vergessen. Ist eine Uhr gut proportioniert und wohlgeformt, passt sie sich perfekt an das Handgelenk an.

Mechanik gegen Quarz

Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph Safari

Bevorzugen Sie eigentlich eine mechanische Uhr, oder doch lieber eine Uhr mit Quarzwerk? Beide Uhren funktionieren ja im Prinzip gleich: Der Gangregler bringt das Werk zum Laufen, es gibt eine Energiequelle, eine Verbindung zwischen der Energiequelle und dem Gangregler und eine analoge oder digitale Zeitanzeige. Bei einer Quarzuhr schwingt ein Quarzkristall als Gangregler, der durch die elektrische Spannung der Batterie bewegt wird. Mit einer elektrischen Schaltung werden die Schwingungen des Kristalls gehemmt und auf eine Bewegung pro Sekunde gebremst. Diese wird auf die genaue Anzeige übertragen. Eine mechanische Uhr ist dagegen komplizierter aufgebaut: Hier wird der Gangregler durch eine Feder angetrieben, die immer wieder – entweder automatisch oder über die Krone – aufgezogen werden muss. Da eine mechanische Uhr keine Batterie besitzt, bleibt sie nach einiger Zeit stehen, wenn sie nicht aufgezogen wird. Quarzuhren verbreiten einen modernen und kühlen Charme, eine mechanische Uhr erinnert immer an längst vergangene Zeiten, in denen der Uhrmacher noch alle Teile von Hand bearbeiten musste. Aus diesem Grund haben mechanische Uhren oft einen nostalgischen Touch.

Das Gehäuse bestimmt die Form

 

Hanhart Pioneer RaceMaster GTF

Das Gehäuse der Uhr schützt das in ihr befindliche Werk vor äußeren Einflüssen, wie Staub und Feuchtigkeit. Es gibt Uhrengehäuse aus Karbon, Titan, Keramik, Edelstahl, Platin und Gold in unterschiedlichen Farben. Eine Uhr für den täglichen Gebrauch ist oft aus Titan oder Edelstahl. Sportler schätzen leichte Uhren aus Karbon, die gleichzeitig extrem robust sind. Uhren aus Platin oder Gold versprühen oft einen Eleganten Touch.
Das Glas deckt die Zeitanzeige ab. Und ist ebenfalls entscheidend für die Form der Uhr. Es gibt Plexiglas, Mineralglas und Saphirglas: Dieses ist das Beste. Nur ein Diamant ist härter als der Saphir – und trotzdem transparent. Saphirglas sollte unbedingt entspiegelt sein, damit Sie die Uhr gut ablesen können. Mineralglas ist günstiger und ebenfalls relativ kratzfest. Plexiglas ist zwar nicht gegen Kratzer gefeit hat aber oft einen nostalgischen Hintergrund.

Die unterschiedlichen Uhrentypen

Rolex Yacht-Master II

Automatikuhr: Das sind mechanische Uhren, die sich automatisch durch den Schwung des Handgelenkes aufziehen. Wird die Uhr länger nicht getragen, bleibt sie stehen. Hiergegen hilft ein Uhrenbeweger, der die Bewegung imitiert und sich für echte Sammler lohnt.
Handaufzugsuhr: Das sind mechanischen Uhren, die sich meist über die Krone aufziehen lassen. Wird die Uhr länger nicht Manuel aufgezogen bleibt diese stehen.

  • Quarzuhren: Das sind elektronisch angetriebene Uhren meist durch die Energie einer Batterie oder einer Solarzelle betrieben.
  • Drei Zeiger Uhr: Das sind klassische Uhren die nur 3 Zeiger besitzen. Oft auch mit einer kleinen Sekunde oder einem Datum versehen.
  • Chronograph: Das ist eine Uhr mit einer Stoppuhrfunktion, die gerne von sportlichen Typen getragen wird. Edlere Chronographen passen auch gut zum eleganten Anzug im Büro.
  • Digitaluhr: Sie heißt so, weil sie die Zeit mit einem digitalen Zifferblatt anzeigt. Sie wirkt sehr modern.
  • Analoguhr: Hier zeigen Zeiger die Zeit an, die in Ziffern oder als Römische Zahlen oder Stäbchen auf dem Zifferblatt eingeteilt ist.
  • Fliegeruhr: Ursprünglich auf die Bedürfnisse der Flieger zugeschnitten, wird sie heutzutage von vielen Liebhabern getragen. Sie besitzen ein gut lesbares Zifferblatt in großem Gehäuse. Oft ist ein Tachymeter integriert, oder es werden mehrere Zeitzonen angezeigt.
  • Taucheruhr: Eine richtige Taucheruhr ist wasserdicht, auch wenn es mehr als 100 Meter in die Tiefe geht. Dank der leuchtenden Anzeige lässt sich die Zeit auch im Dunkeln gut ablesen. Die drehbare Lünette erlaubt, die Dauer der Dekompression zu bestimmen.

 

 

Franck Muller Conquistador King

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Cartier – Zeitmesser und Schmuckstück

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Uhren von Cartier bilden eine abgerundete und bis ins letzte Detail stimmige Symbiose aus Zeitmessern und Schmuckstücken. In der mehr als 150-jährigen Unternehmensgeschichte erweiterte Cartier sein Knowhow in unterschiedlichsten Bereichen.

Der Grundstein eines Vorzeigeaufstiegs

Im Jahre 1847 gründete der Goldschmiedemeister Louis Francois Cartier in Paris das Unternehmen. Nur einige Zeit später übernahmen sein Sohn Alfred zusammen mit seinen Enkeln Louis, Pierre und Jacques die Führung. Sie waren es auch, die das Unternehmen auf die Erfolgsspur führten. Den anfänglichen Erfolg krönte Cartier 1899 mit einem Umzug in die Rue de la Paix, eine der prestigeträchtigsten Straßen, die Besucher aus der ganzen Welt anzog. Mit Übergang auf diesen Geschäftssitz kam auch die Ausrichtung auf den ausländischen Markt ins Rollen. Bereits kurz darauf konnten erste signifikante Erfolge verzeichnet werden. 1904 reisten Pierre und Louis nach Russland und fanden dort viele inspirative Ideen für ihre späteren Werke. Die Einflüsse sind bis heute in deren Werken zu erkennen. Viel wichtiger jedoch war die Gewinnung der russischen Aristokratie und Kaiserfamilie als Fans der Cartier-Produktlinien.

Die Eroberung des Empires

1909 konnte Cartier auch die englische Oberschicht für sich gewinnen und feierte mit ihrem Laden in der New Bond Street große Erfolge. Über Kontakte gelang es Cartier sogar Schmuckstücke an indische Prinzen zu liefern. Aufträge, bei denen Maharadschas kostbare Edelsteine zur Verarbeitung zu Schmuckstücken in Auftrag gaben, waren die Folge.

A pioneer in modern watchmaking

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts fertigte das Unternehmen Schmuckuhren, die als Broschen, Chatelaines, aber auch als Taschenuhren getragen wurden. Später entwickelten sich die zahlreichen Stile und Formen der Uhren zum Markenzeichen der Marke. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwendete das Unternehmen erstmals Onyx, Perlen und Emailfiguren, um die Uhren zu verzieren. Die Motive gehen dabei auf die verschiedenen Schmuckkollektionen zurück. Zu diesem Zeitpunkt wusste Louis bereits, dass Armbanduhren die Zukunft seien würden.
1904 fertigte Cartier deshalb die Santos Uhr für den Pionier der Piloten Alberto Santos-Dumont. Sie war die perfekte Kombination aus Form und Funktion.

Die Tank Uhr

1917 nimmt die Tank Uhr die Vorherrschaft in der Geschichte moderner Uhrmacherkunst ein. Mit ihren raffinierten Linien erinnert sie an die Kette eines Panzers – eine Sensation zur damaligen Zeit. Doch mindestens ebenso besonders waren die Bandanstöße, die ein fester Bestandteil des Gehäuses waren.

Diese beiden ikonischen Modelle existieren bis heute in dutzendfach verschiedener Ausführung und beeinflussen bis heute die Designcodes der Cartier Uhrmacherkunst. Die vielen, unzähligen Gehäuse und einzigartigen Konturen und Stile sind ein Sinnbild Cartiers Suche nach der perfekten Uhrenästhetik.

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Cartier Santos GM großes Modell Stahl Gelbgold Automatik Armband Stahl Gelbgold 41x29mm Cartier Tank Francaise PM kleines Modell Stahl Gelbgold Quarz 25x20mm

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TAG Heuer Connected Modular 45 Testbericht

Kurz nach der Vorstellung der TAG Heuer Connected Modular 45 hatte ich auch die Möglichkeit mir die zweite Smartwatch des schweizer Uhrenherstellers einmal genauer anzuschauen. Hier mein ausführlicher erster Eindruck in einem Testbericht und ein Vergleich mit dem Vorgänger, der TAG Heuer Connected.

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Optik und Haptik

Es ist der erste Eindruck der zählt und da hat TAG Heuer auf jeden Fall diesmal alles richtig gemacht. Die eigentliche Form der Uhr ist weitesgehend gleich geblieben. Auffällig ist aber vor allem die Änderung der Lünette die nun auch vor dem Kauf individuell ausgewählt werden kann. Beim Vorgänger war die Beschriftung hervorgehoben und recht scharfkantig. Dies wurde nun geändert. Durch die eingelassene Beschriftung und die leicht abgerundeten Kanten ist die Lünette zum Handschmeichler geworden und fühlt sich super an. Das Display ist etwas hochauflösender geworden und obwohl es nur 40 Pixel auf jeder Seite mehr geworden sind, bei der Größe des Displays fällt sowas auf jeden Fall auf. Die Zifferblätter wirken deutlich klarer wie ich finde. Da es sich auch um ein AMOLED-Display handelt kommen die Farben auch sehr gut zur Geltung.

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Die Rückseite der Uhr ist nun ebenfalls aus Metall und nicht mehr aus Kunststoff, was der Uhr ein noch hochwertigeres Finish verleiht. Die Antennen sind nun auf die Oberseite gewandert. Es wurde leider auch bei der neuen Version kein Pulsmesser auf der Unterseite verbaut. Die Ladekontakte befinden sich weiterhin auf der Rückseite und auch wenn ich das Ladegerät nicht gesehen habe, vermute ich einfach mal dass es sich nicht großartig verändert hat. Die Modular 45 heißt ja nicht zum Spass so, sondern hier ist der Name Programm. Auf der Rückseite sieht man die Schnellentriegelung für das Armband. Ich liebe es die Uhrenarmbänder zu tauschen, denn so hat man mit nur wenigen Schritten das Design und Auftreten der Uhr deutlich verändert. Für die sportlichen Aktivitäten ein buntes Kautschukarmband und für das Dinner mit Geschäftspartnern ein schönes Lederarmband. Vorher konnte man zwar auch das Armband wechseln, es war aber ein Verbindungsstift-Entferner nötig und nicht jeder hat immer und überall sein Uhrenwerkzeug dabei. Da ist die Lösung mit einer Schnellentriegelung deutlich angenehmer. Auch kann man die Stege schnell entfernen um auch diese auf Wunsch auszutauschen oder wenn man das Uhrenmodul von Smartwatch zu mechanischer Uhr tauscht.

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Hier einige Bilder einer individualisierten Variante mit blauem Kautschukarmband und blauer Lünette. Wenn man nun auch noch ein blaues Zifferblatt einstellt, dann hat man hier auf jeden Fall eine sehr einheitlich gestaltete Uhr am Handgelenk. Auf der Webseite von TAG Heuer kann man sich im Konfigurator seine Uhr ganz nach Wunsch zusammenstellen. Neben der Farbauswahl gibt es auch die Möglichkeit andere Materialien auszuwählen wie z.B. Stege aus Gold und diamantenbesetzte Lünetten.

Ich habe mir dann auch noch die Variante mit Titanarmband angeschaut, die ganz klassisch daherkommt. Wenn man sonst nur Uhren aus Edelstahl gewohnt ist wird man erstaunt sein wie leicht selbst die Variante mit Titanarmband ist. Auch wenn mir bewusst ist welche Vorteile Titan als Material hat, so würde ich mir auch eine Variante aus Edelstahl für die TAG Heuer Connected Modular 45 wünschen. Persönlich trage ich nämlich gerne schwere Uhren und eine schön schwere Smartwatch wäre für mich ideal. Wer aber eine Uhr bevorzugt die man aufgrund des Gewichts kaum spürt, dann ist man hier auf jeden Fall richtig. Auch ist es ja eine sportliche Uhr und da passt Titan mit seinem geringeren Gewicht nun mal etwas besser.

Technik

GPS ist nun integriert und ermöglicht so z.B. auch das Tracken im Gelände. Man kann also nach der ausgiebigen Fahrradtour sehen wo man entlanggefahren ist. Auch ist die Uhr 50 Meter wasserfest, eine Runde im Pool ist damit also absolut kein Problem. Mit den neuen Features wird die TAG Heuer Connected Modular 45 zu einer waschechten Sportuhr und bleibt mit ihrem Design weiterhin elegant. Sie ist eine der wenigen Smartwatches die auch wirklich aussieht wie eine Armbanduhr.

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Einziger physikalischer Bedienknopf ist und bleibt die Krone, die sich immer noch auf der 3-Uhr-Position befindet und ist nur als Drücker zu nutzen ist. Es wäre natürlich sehr schön gewesen wenn TAG Heuer der Krone auch noch eine weitere Funktion verpasst hätte, wie es z.B. Apple mit der Krone der Apple Watch macht. Dies wäre bei mir noch auf der Wunschliste für eine vielleicht dritte Generation der TAG Heuer Connected. Dank des nun integrierten NFC kann man die Smartwatch auch zum kontaktlosen Bezahlen einsetzen. Dies ist aber zumindest in Deutschland noch nicht so weit verbreitet. In den USA kann man soweit ich weiß schon an jeder Ecke damit bezahlen.

Software

Das Hauptmenü von Android Wear 2 ist nun etwas geschwungener  als vorher und nutzt das runde Display jetzt besser aus. Die einzelnen Menüpunkte schmiegen sich an die Rundung des Displays und die Bewegungen wirken flüssiger als beim Vorgänger. Man merkt dass der neue Intel Prozessor in Zusammenarbeit mit dem neuen mobilen Betriebssystem für mehr Performance sorgt. Neue Anwendungen sind dazugekommen, so z.B. Android Pay, welches ja nun dank integriertem NFC die Bezahlung per Smartwatch erlaubt. Aber auch Fitness-Apps werden nun wohl vermehrt auf die Connected geladen werden, da wir durch GPS nun auch genauere Werte für die sportliche Auswertung erhalten.

Die Auswahl der Zifferblätter wurde nun massiv ausgebaut, was mir persönlich sehr gut gefällt. Man kann jedes Zifferblatt individualisieren, hier stehen einem sehr viele Farbkombinationen zur Verfügung. Ausserdem gibt es auch neue Zifferblätter wie die TAG Heuer CARRERA – Calibre Heuer 01, die für mich zu den derzeit schönsten Uhren von TAG Heuer gehört. Und das Watchface kann sich wirklich sehen lassen, es ist sehr detailliert und dadurch gibt es hier viel zu entdecken, ein Traum für Uhrenfans!

Wie Jean-Claude Biver, CEO von TAG Heuer, auf dem Launchevent mitteilte wird Android Wear 2.0 ab Ende März auch für die erste Generation der TAG Heuer Connected zum Download verfügbar sein. Natürlich werden dann einige Menüpunkte wie Android Pay nicht integriert sein, aber zumindest bekommen Nutzer der ersten Generation so auch die Möglichkeit einige neue Features nutzen zu können und ich hoffe hierbei dass auch die zahlreichen Zifferblätter Einzug in die TAG Heuer Connected finden werden. Ich werde natürlich sofort das Update installieren und euch berichten wie sich Android Wear 2 auf der TAG Heuer Connected schlägt.

DAS INNOVATIVE AUTOMATIKKALIBER AGENGRAPH 6361 IM FABERGÉ VISIONNAIRE CHRONOGRAPH

WEGEN SEINER AUSSERGEWÖHNLICHEN MECHANIK GEHÖRT DER VISIONNAIRE CHRONOGRAPH ZU MEINEN ZEITSCHREIBENDEN HELDEN DES JAHRES 2017 – DEM AUTOMATIKKALIBER AGENGRAPH 6361 MIT VÖLLIG NEU ENTWICKELTEM CHRONOGRAPHENMECHANISMUS SEI DANK.

Die lange Geschichte der Menschheit belegt: Jedes Jahr bringt seine Helden hervor. Das gilt natürlich auch für die Uhrenindustrie. Und zwar Helden auf ganz unterschiedlichen Gebieten. Heldenhafte Leistungen können sich mit Materialien, Design, Uhrwerken, Funktionen, Preis-Leistung, Philosophien, Kooperationen oder auch Menschen verknüpfen.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge meine ganz persönlichen Helden der Zeit vorstellen. Den Anfang machen drei außergewöhnliche Chronographen, die mir während meiner diesjährigen Messebesuche aufgefallen sind. In alphabetischer Reihung stammen sie von Agenhor/Fabergé, Tudor und Tutima.

Heute ist der „Visionnaire Chronograph“ von Fabergé an der Reihe.

 Vor uhrmacherischen Herausforderungen sind Jean-Marc Wiederrecht und sein Team vom Atelier GENevois d’HORlogerie, kurz AgenHor noch nie zurückgeschreckt. Auf ihr Konto gehen zahlreiche Mechanik-Kreationen, mit denen sich in der Regel renommierte Uhrenmarken schmücken.

Mit der neuesten Entwicklung, AgenGraph genannt, bleibt der geniale Techniker seinen Prinzipien insofern treu, als die damit debütierenden Armbanduhren den Schriftzug Fabergé tragen. Allerdings verbleibt das Uhrwerk im Eigentum seines geistigen Vaters. Die Gründung dieses Labels geht auf den Goldschmied Gustav Fabergé, das Jahr 1842 und die Stadt St. Petersburg zurück.

Nach der Oktoberrevolution von 1917 emigrierte Sohn Carl Fabergé über Riga, Berlin, Wiesbaden nach Lausanne, wo er am 24. September 1920 verstarb. Die anschließenden Jahrzehnte verliefen streckenweise turbulent. Seit 2013 befindet sich Fabergé unter dem Dach von Gemstone, einer Minengesellschaft. Auf das 2015 lancierte „Visionnaire 1“–Tourbillon, die erste Fabergé mit Komplikation und die 2016er „Visionnaire DTZ“ mit Zeitzonen-Dispositiv folgt nun der „Visionnaire Chronograph“, in dem das während acht Jahren entwickelte AgenGraph Kaliber 6361 mit drei Hertz tickt. Unruh und Unruhspirale stammen von Atokalpa. Anker und Ankerrad entstehen aus Nickelmaterial im LIGA-Verfahren.

Auch wenn es beim Blick durch den Sichtboden nicht so scheint: Das aus 477 Teilen assemblierte Oeuvre besitzt einen Selbstaufzug. Die in beiden Drehrichtungen aufziehende Kugellager-Schwungmasse dreht unter dem Zifferblatt. Sind beide Zugfedern voll gespannt, stehen rund 60 Stunden Gangautonomie zur Verfügung.

AgenGraph Kaliber 6361

Beim AgenGraph-Kaliber 6361 dreht die Schwungmasse unter dem Zifferblatt. dadurch kann sie den Blick auf die und das Studium des Chronographen-Schaltwerks nicht stören.

Das Filetstück des 34,40 Millimeter großen, 7,17 Millimeter hoch bauenden Uhrwerks besteht im rückseitig positionierten Schaltwerk des Stoppers. Hier verwendet Jean-Marc Wiederrecht neben überlieferten Elementen wie Schaltradsteuerung auch gewissermaßen revolutionäre Neuerungen. Zu letztgenannten gehört jene Kupplung, welche den Stoppmechanismus auf Knopfdruck mit dem eigentlichen Uhrwerk verbindet.

Geläufig sind drei unterschiedliche Typen: die horizontale Räderkupplung, der Schwingtrieb und die vertikale Friktionskupplung. Letztere agiert energieeffizient und gestattet ruckfreies Starten, baut jedoch vergleichsweise hoch. Außerdem lässt sich das Ein- und Auskuppeln mit den Augen kaum verfolgen. Der Schwingtrieb war Jean-Marc Wiederrecht zu simpel. Grundsätzlich liebäugelte er mit der klassischen, in allen Details optisch nachvollziehbaren Räderkupplung. Aber es störte ihn beispielsweise, dass der Chronographenzeiger einmal zu unpräzise startet und zum anderen nicht hundertprozentig gleichförmig läuft.

Also machte er sich daran, diese chronographische Baugruppe so zu überarbeiten, dass die grundsätzlichen Nachteile verschwinden. Anstelle von Zahnrädern drücken nach dem Einkuppeln zwei Räder mit rauer, das heißt Reibung gewährleistender Oberfläche gegeneinander. Der Chronographenzeiger setzt sich nicht nur akkurat in Bewegung, sondern schreitet auch so voran. Zur Sicherheit gibt es aber auch noch zwei speziell gezahnte Räder. Sollte die Friktion versagen, verhindern sie Fehlfunktionen.

AgenGraph Kaliber 6361

Seine Umläufe zählen zwei, in diesem Fall möchte man sagen selbstverständlich springende Totalisatoren, die bis 60 Minuten und – ebenfalls einzigartig – 24 Stunden reichen. Möglich machen es kleine Schnecken, die in einer Minute bzw. einer Stunde um 360 Grad drehen. Auf ihrer Oberfläche gleiten Hebel, die während besagter Zeitspannen langsam angehoben werden und so Kraft sammeln. Schlagartig freigesetzt wird die Schalt-Energie dadurch, dass das Hebelende über die Stufe in der Schneckenscheibe nach unten fällt. Nach dem Stoppen heißt es Nullstellen. Hämmer, die auf Knopfdruck gegen herzförmige Scheiben schlagen, sucht man beim AgenGraph vergebens. Zu unpräzise, zu ineffizient, bekundet Jean-Marc Wiederrecht. Im Kaliber 6361 erfüllen Nocken und Spiralfedern diese Aufgabe nach seinen Aussagen geschmeidiger und weniger belastend für die gesamte Mechanik.

Fabergé Visionnaire Chronograph

Der Fabergé Visionnaire Chronograph – hier in Roségold

Beim Blick aufs Zifferblatt stellt sich beim Kenner ein gewisses Dejà-vu-Erlebnis ein. Die Zeigerstummel zur Indikation von Stunden und Minuten sowie die in der obersten Ebene positionierten Chronographenzeiger wecken Erinnerungen an den „Rotonde de Cartier Chronographe Central“ allerdings mit rotierender Minutenzähl-Scheibe. Der Vorteil dieser Anordnung steht außerhalb jeglichen Zweifels: Die Zeit-Zeiger können das Ablesen des Chronographen samt seinen Totalisatoren niemals beeinträchtigen.

Das AgenGraph-Kaliber 6361 im Detail

©YOUTUBE // AGENHOR TV

Fabergé liefert den „Visionnaire Chronograph“ mit 43 mm großem und 14,7 mm dickem Gehäuse, ausgeführt in Roségold oder Titan. Die Preise liegen bei 39.500 bzw. 34.500 Schweizerfranken.

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MyKronoz ZeTime – eine Hybriduhr mit Zeigern UND Touch geht durch die Decke

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Mit der ZeTime will der Smartwatch-Hersteller MyKronoz eine Hybriduhr auf den Markt bringen die einerseits über herkömmliche Zeiger verfügt, aber zusätzlich noch ein Touchscreen besitzt. Die Crowdfunding-Kampagne des Unternehmens hat bereits über 3,5 Millionen US-Dollar eingesammelt und das Projekt scheint von den Nutzern sehr gut aufgenommen zu werden.

MyKronoz ist kein unbeschriebenes Blatt, das Unternehmen hat schon einige Smartwatches auf den Markt gebracht und laut CEO auch schon über 2 Millionen Exemplare verkauft. Man kennt sich also schon ein wenig in dem Markt aus. Dennoch möchte man mit der ZeTime ein Crowdfunding-Projekt starten, wahrscheinlich auch um die Uhr ein wenig marketingtechnisch zu pushen, denn immerhin hat man hier ja keine herkömmliche Smartwatch, sondern eine Hybriduhr. Der Aufbau der Uhr ist interessant, denn zuerst hat man das Display auf dem eure Informationen angezeigt werden. Darüber kommen dann die Zeiger und darüber kommt dann erst das Touchscreen. Dieses wird dann letztendlich von Gorilla Glass geschützt. Ihr habt also die Möglichkeit trotz der Zeiger die Uhr ganz normal mit dem Finger zu bedienen. Und damit die Zeiger nicht die Benachrichtigungen stören werden diese bei Bedarf auch einfach an eine neutrale Position gedreht. Auf jeden Fall eine gute Idee.

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Sie wird wie alle Smartwatches via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und wird so zum Benachrichtigungsfenster für eintrudelnde Emails, Kalendereinträge, etc. Die Akkulaufzeit soll bis zu 3 Tage betragen. Natürlich bin ich da ein wenig skeptisch bei dieser Angabe. Es handelt sich ja hierbei nicht um ein E-Ink-Display, sondern um ein normales TFT. Während die meisten Smartwatches die derzeit auf dem Markt sind bei intensiver Nutzung gerade so einen Tag durchhalten, soll die ZeTime bis zu 3 Tage durchhalten? Ich bin gespannt! Wenn man die Smartwatch nur als Uhr nutzt, das Display also ausgeschaltet bleibt, dann beträgt die Akkulaufzeit bis zu 30 Tage. Die ZeTime arbeitet mit proprietärer Software, man setzt also nicht auf Android Wear. Deshalb wird auch die Companion-App von MyKronoz benötigt. Die Wasserdichtigkeit wird mit 3ATM angegeben, also 30 Meter. Funktionen der Uhr können auch mit der smarten Krone vorgenommen werden.

Von den ursprünglich nur 50.000 US-Dollar die MyKronoz als Finanzierungsziel gewählt hat, ist man nun bereits bei über 3,5 Millionen US-Dollar angekommen und das Projekt ist noch 4 Tage online. Über 18.000 Unterstützer werden das Projekt in den kommenden Monaten verfolgen. Im September 2017 soll es dann soweit sein, dann nämlich soll die Uhr ausgeliefert werden.  Dennoch solltet ihr euch im Klaren sein dass auch ein etabliertes Unternehmen ein Crowdfunding-Projekt versemmeln kann, ein gewisses Restrisiko bleibt also immer noch wenn ihr „Investor“ für ein kommendes Produkt werden wollt. Preislich ist die Uhr durchaus attraktiv, was auch den Erfolg erklären dürfte. Als Early Bird kann man die Uhr bereits für 139 US-Dollar erhalten, im Handel soll sie mind. 199 US-Dollar kosten. Dabei handelt es sich um das günstigste Modell mit Silikonarmband. Es wird auch noch eine Variante mit Lederarmband oder Metallarmband geben, die dann entsprechend teurer sind.

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Girard-Perregaux 1966 mit Datum und Kleiner Sekunde

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Die Herrenuhr 1966 von der Uhrenmanufaktur Girard-Perregaux mutet wie aus vergangener Zeit an, „Vintage” könnte man zu ihrem Design sagen. Dabei ist die Uhr eines der neuesten Modelle der altehrwürdigen Schweizer Firma. Der Zeitmessername „1966“ weist dabei nicht nur auf den Sixties-Stil, sondern auch auf ein besonderes Ereignis für Girard-Perregaux hin.

Heute ist es selbstverständlich, doch in den 1960er Jahren war Girard-Perregaux eine der ersten Uhrenfirmen mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Besonders im Bereich der Fertigung von Präzisionsuhren tat sich die in La Chaux-de-Fonds ansässige Traditionsmanufaktur hervor. 1966 stellte Girard-Perregaux mit dem Chronometer HF das erste mechanische Hochfrequenz-Werk der Welt vor, dessen Unruh mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde arbeitete. Ein Jahr später wurde Girard-Perregaux für diese Leistung vom Observatorium Neuenburg mit dem “Prix du Centenaire“, dem Jahrhundertpreis, ausgezeichnet.

Girard-Perregaux 1966 mit kleiner Sekunde und Datumsanzeige

Die Linie Girard-Perregaux 1966, zu der unter anderem auch Damenuhren und Mondphasen-Zeitmesser gehören, soll an dieses besondere Ereignis anknüpfen und demonstrieren, was die Uhrmacher heute auf dem Gebiet der präzisen Zeitmessung leisten können. Kennzeichen der 1966-Kollektion ist ihr klares Design. Die 1966 mit Datumsanzeige und kleiner Sekunde wurde auf der Uhrenmesse Baselworld 2013 vorgestellt, zeigt auf ihrem übersichtlich gestalteten Zifferblatt bei drei Uhr ein kleines Datumsfenster und bei neun Uhr das etwas tiefer liegende Hilfszifferblatt der kleinen Sekunde. Durch letzteres wirkt der Zeitmesser etwas sportlicher als das gänzlich puristische Modell.

Roségold-Gehäuse und Cognac-farbenes Zifferblatt

Das runde Gehäuse der Uhr ist im Durchmesser 41 Millimeter groß und aus Roségold gefertigt. Die stabförmigen Indices sind ebenfalls golden, Ziffern sind keine angebracht, was zur aufgeräumten Optik der 1966 beiträgt. Die goldenen Stunden- und Minutenzeiger sind blattförmig gestaltet. Das Zifferblatt der 1966 mit kleiner Sekunde und Datumsanzeige ist in zwei Varianten erhältlich: Eines schimmert in Silber, das andere ist in einem warmen Cognac-Ton mit strahlenförmigen Finish gefertigt. Das Armband der Uhr ist aus schwarzem oder braunem Alligatorleder gefertigt und wird mit einer mit roségoldenen Stiftschließe am Handgelenk befestigt.

Automatikwerk mit weniger Schwingungen

Der Gehäuseboden der 1966 von Girard-Perregaux mit kleiner Sekunde und Datumsanzeige ist aus Saphirglas gefertigt und lässt auf das Autmatikkaliber GP01890-0003 blicken. Auch der Rotor aus Roségold ist sichtbar und sorgt für eine Gangreserve von 54 Stunden. Die Frequenz des Uhrwerks beläuft sich auf 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. An diesem Punkt gerät die Hommage an die 1967 prämierte Präzisionsuhr ein wenig ins Stocken, denn diese verfügte über 7200 Halbschwingungen mehr. Ein Preis für das stimmige Design – vor allem der 1966-Variante mit dem Cognac-farbenen Zifferblatt – wäre jedoch durchaus verdient.

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GENERATION FÜR GENERATION: WENN EINE UHR IN DER FAMILIE BLEIBT

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Nicht selten hört man, dass Armbanduhren gekauft werden, um sie irgendwann an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Eine Schweizer Uhrenmanufaktur wirbt sogar ausdrücklich damit, dass Uhren niemals nur einem allein gehören, sondern Generationen überdauern. Doch was ist dran an diesem Gedanken, dass eine Uhr für mehrere Generationen bestimmt ist und sind Armbanduhren hierfür überhaupt geeignet? Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über diesen charmanten Gedanken passend zum Oster- und somit Familienfest


Die Uhr bringt Entschleunigung in den Alltag

Dass eine Armbanduhr in Zeiten von Smartphones und anderen digitalen Gadgets kein unverzichtbarer Begleiter im Alltag mehr ist, dürfte jedem klar sein. Erst recht gilt dies für mechanische Uhren. Doch letztlich macht genau dies den Charme aus: Während alles immer schneller gehen muss, wir überall erreichbar sind und der ständige Blick auf das Display unverzichtbar zu sein scheint, sehnen sich gleichzeitig immer mehr Menschen nach einem Ausgleich zu diesem anstrengenden Lebensstil: Sei es der Oldtimer, dem Elektronik fremd ist und der ein gewisses „Mehr“ an Zuwendung benötigt oder das bewusste Tragen einer mechanischen Armbanduhr.

Gerade diese Uhren bringen einen hervorragenden Ausgleich in den hektischen Alltag. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Dingen können wir sie in nahezu jeder Situation bei uns haben und somit Stück für Stück mit diesem Gegenstand zusammenwachsen, der uns daran erinnert, hin und wieder einen Gang zurückzuschalten und durchzuatmen. Es genügt einfach ein bewusster Blick auf das Handgelenk. Diese ständige Allgegenwärtigkeit in Kombination mit dem praktischen Nutzen macht die Armbanduhr zum perfekten Erbstück.

Mechanik gewährleistet ein langes Leben

Hinzu kommt, dass mechanische Uhren eine sehr lange Lebensdauer haben, die – hin und wieder ein wenig Pflege vorausgesetzt – unsere Lebenserwartung ohne Probleme übersteigt. Die Abwesenheit sämtlicher kurzlebiger Elektrik erlaubt nahezu jede Reparatur, sollte sie einmal nötig sein. Noch heute findet man zahlreiche Taschenuhren aus dem 19. Jahrhundert, also aus einer Ära, in der es Armbanduhren noch nicht einmal gab. Wenn man also zwei, drei oder vier Familiengenerationen in die Zukunft denkt, dann dürfte es keine Zweifel daran geben, dass die heutigen Armbanduhren ohne Probleme funktionieren und zuverlässig die Uhrzeit anzeigen werden. Jedoch sollte eine Luxusuhr alle drei, fünf oder sieben Jahre – abhängig vom Modell – einer Revision unterzogen werden, um langfristig Freude zu bereiten und schließlich zum Erbstück zu werden.

Eine alte Uhr weiterreichen oder eine neue Uhr kaufen?

Wer bereits eine Uhr als Erbstück in seinem Besitz hat, der kann sich daran erfreuen, diese wertvolle Familientradition aufrechtzuerhalten und den geerbten Zeitmesser irgendwann einmal an seine Nachkommen weiterzugeben. Je mehr Generationen eine Armbanduhr besaßen, desto mehr emotionalen Wert dürfte sie besitzen. Die Gefahr, dass eine Uhr irreversibel beschädigt wird, ist mit regelmäßiger Pflege minimal und steht in keinem Verhältnis zu dem Vergnügen, das die Uhr am Handgelenk bereitet – natürlich wohlwissend, dass diese schon vorigen Generationen treu ihren Dienst leistete.

Es gibt verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen, falls Sie in eine neue Uhr investieren, um diese gegebenenfalls zu vererben. Uhren die einem bestimmten Trend entsprechen, kommen nur in seltenen Fällen für eine Kapitalanlage in Frage. Oft sind die im Preis enthaltenen Weichkostenanteile zu hoch. Ausnahmen bilden zumeist Luxusuhren von Herstellern wie Audemars Piguet, Vacheron Constantin oder Patek Philippe. Hierzu zählen Modelle wie die Patek Philippe Calatrava, Cartier Calibre De Cartier Chronograph oder auch die Audemars Piguet Dual Time vintage. Besonders als Erbstück geeignet und dementsprechend begehrt sind Modelle dieser Marken, die nur in limitierter Auflage erhältlich sind. Bei Vintage-Modellen sind die Weichkostenanteile oft geringer, weshalb diese Uhren renommierter Hersteller oft ein Investment wert sind.

Ungetragene Safeuhr oder doch lieber persönliche Trageuhr?

Wird eine neue Uhr gekauft, um diese einmal zu vererben, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Uhr gekauft und so, wie sie ist – ungetragen und verklebt – in den Tresor gelegt oder die Uhr wird mit Freude getragen. Natürlich gibt es hier kein Richtig oder Falsch. Man sollte sich jedoch vor dem Kauf über diese Alternativen Gedanken machen, da jedenfalls die Entscheidung, eine Uhr zu tragen, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Hinzu kommt der uhrmacherische Wert, der von Seltenheit und Komplikationen des jeweiligen Modells bestimmt ist. Es kann sich also durchaus lohnen, eine Uhr nach dem Kauf als Kapitalanlage in den Safe zu legen – insbesondere wenn bestimmte Modelle nicht mehr hergestellt werden, schießen die Preise für ungetragene Exemplare in die Höhe. Auf der anderen Seite macht es eine Uhr um einiges persönlicher, wenn sie von einem geliebten Familienmitglied getragen wurde, vielleicht sogar, seitdem der Erbe denken kann.

Auch hier gibt es Ausnahmen: Dank der gleichbleibend hohen Nachfrage nach bestimmten Modellen, wie etwa nach der Rolex Submariner oder der Rolex Oyster Perpetual, ist die Frage nach neu oder gebraucht in diesen Fällen weniger kritisch. Solche Modelle sind seit Jahrzehnten wertstabil oder können sogar steigende Preise verzeichnen.

Im Zweifel sollte eine Uhr auch getragen werden

Gerade wenn die eigenen Nachkommen die Leidenschaft für mechanische Armbanduhren nicht teilt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die jahrzehntelang zurückgelegte und wertgeschätzte Uhr so schnell wie möglich zu Geld gemacht wird. Ein schneller Verkauf dürfte hingegen ausgeschlossen sein, wenn es die Trageuhr des eigenen Vaters oder der eigenen Mutter war und die schlicht wertvolle Uhr einen persönlichen Gegenstand des geliebten Familienmitglieds darstellt.

Insofern dürfte es sich zur Begründung der Tradition, eine Uhr von Generation zu Generation weiterzugeben, am meisten eignen, wenn eine Uhr getragen wird. Dies hat im Übrigen auch den Vorteil, dass die Uhr ihrer Zweckbestimmung entsprechend genutzt wird. Nicht nur, dass man sich Tag für Tag daran erfreuen kann, die schöne Uhr am eigenen Handgelenk zu tragen. Vielmehr prägt man diese mit seiner eigenen Persönlichkeit, was sie für nachfolgende Generationen umso wertvoller macht und nicht mit Geld aufgewogen werden kann.